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Duisburger Spielbank will die Top-Position verteidigen

22.01.2015 | 10:00 Uhr
Duisburger Spielbank will die Top-Position verteidigen
Jochen Braun ist Direktor des Spielcasinos in Duisburg. Er ist für rund 200 Mitarbeiter verantwortlich.Foto: Stephan Eickershoff/Funke Foto Services

Duisburg.   Jochen Braun, Chef der Spielbank Duisburg, erklärt die rückläufigen Besucherzahlen auch mit der A-59-Sperrung und den Auswirkungen der Fußball-WM.

Das Casino Duisburg war in den vergangenen Jahren stets die erfolgreichste Spielbank in ganz Deutschland. Direktor Jochen Braun warf im Interview mit unserem Redakteur Thomas Richter einen Blick zurück auf 2014, sprach aber auch über die Erwartungen ans neue Jahr.

Herr Braun, wie ist das vergangene Jahr für das Casino gelaufen?

Braun: Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die Zeiten für unsere Branche nicht einfacher werden. Vor allem die Konkurrenz von Spielanbietern im Internet macht sich für uns bemerkbar. Wir hatten bei den Besucherzahlen im Vorjahr einen Rückgang im einstelligen Prozentbereich zu verzeichnen. Der Bruttospielertrag – das ist der Spieleinsatz abzüglich der Gewinnauszahlungen – dürfte trotzdem in etwa gleich geblieben sein. Fest steht, dass auch die Summe, die wir der Stadt Duisburg überweisen, in etwa Vorjahresniveau haben wird (Anmerkung der Redaktion: 2013 waren es 4,6 Millionen Euro). Die genauen Zahlen liegen erst im Februar vor.

Was sind aus ihrer Sicht die Gründe für den Besucherrückgang?

Zum einen hat sich das Freizeitverhalten verändert. Es gibt in Zeiten des Internet-Booms und der zunehmenden Bedeutung sozialer Netzwerke unendlich viele Alternativen, um sich zu beschäftigen. Dann ist die sechsmonatige Sperrung der A 59 nicht spurlos an uns vorübergegangen. Die Umwege und Staus haben Gäste aus der Umgebung abgeschreckt. Und man darf die Fußball-WM nicht vergessen: Da hatten wir an Samstagabenden nur 500 statt der sonst oft üblichen 2000 Besucher. Das ging über vier Wochen so. Die Sperrung der Mercatorhalle sorgt zudem dafür, dass der Besucherstrom im Obergeschoss quasi komplett abgeschnitten ist. Das hat natürlich auch unser Restaurant Inside zu spüren bekommen.

Casino in Köln soll in zwei bis drei Jahren öffnen

Ist Duisburg denn noch Marktführer unter den deutschen Casinos?

Wie gesagt: Die genauen Zahlen folgen erst. Zuletzt war uns Berlin stets dicht auf den Fersen. Unser Ziel ist es, dass Duisburg die Nummer eins der Westspiel-Gruppe und Nummer eins in Deutschland bleibt.

Aber erschafft sich die Westspiel-Gruppe mit dem neuen Casino-Standort in Köln nicht einen Konkurrenten vor der eigenen Haustür?

Die Standortfrage, wo das neue Casino in Köln hinkommt, ist so gut wie geklärt. In zwei bis drei Jahren wird es eröffnet. Ich glaube, dass perspektivisch die Länge des Anfahrtsweges über den Zuspruch der Gäste entscheiden wird. Alle, die nördlich, östlich und westlich von Duisburg wohnen, werden, so denke ich, weiterhin zu uns kommen. Ich habe großes Vertrauen in unseren Standort. Als wir 2007 öffneten, sind wir hier eingeschlagen wie eine Granate. Diese Top-Ausgangslage gilt es zu pflegen und auszubauen. Den kleinen Negativtrend des Vorjahres wollen wir wieder umkehren.

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2015-01-22 10:00
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