CDU-Politiker will Innenminister Jägers Rücktritt
18.08.2010 | 20:04 Uhr 2010-08-18T20:04:00+0200
Duisburg.Der Duisburger CDU-Ratsherr Heidenreich fordert den Rücktritt von NRW-Innenminister Jäger (SPD). Er habe nach der Loveparade-Katastrophe die Hauptschuld dem Duisburger OB Sauerland zugeschoben, um von garvierenden Polizeifehlern abzulenken.
Der Streit um die politische Verantwortung der Loveparade-Tragödie spitzt sich zu. Am Mittwoch forderte CDU-Ratsherr Frank Heidenreich Innenminister Ralf Jäger (SPD) zum Rücktritt auf. Heidenreich begründet seine Forderung damit, dass der Minister, der gleichzeitig Vorsitzender der Duisburger SPD ist, versucht habe, vom gravierenden Fehlverhalten der Polizei abzulenken. Damit habe Jäger automatisch OB Sauerland zum Hauptverantwortlichen der Katastrophe erklärt.
Artikel, Fotos, Videos und ausgewählte Beiträge zur Loveparade in Duisburg und den Folgen – etwa zur Abwahl von Adolf Sauerland als OB und dem politischen Neuanfang in Duisburg – finden Sie auf unseren fünf Spezialseiten.
„Unabhängig davon, welche Konsequenzen Adolf Sauerland ergreifen wird, ist Ralf Jäger als Innenminister nicht länger tragbar“, sagte der CDU-Politiker gegenüber der WAZ. Mit seiner Darstellung habe Jäger der Demokratie geschadet, führte der Union-Politiker weiter aus.
Auch die neuen Regeln, mit denen Jäger die Genehmigung von Großveranstaltungen verschärfen will, bezeichnet Heidenreich als fragwürdig, da sie bei der Loveparade längst angewandt worden seien.

15:41
diese schmierige Partei CDU ist sich für nichts zu schade - erst vermurkst sie die Loveparade vertreten durch einen Bürgermeister der nicht an seinem Stuhl klebt. Dann schieben sie das Drama der Polizei in die Schuhe und jetzt soll einer dran glauben, der aufgrund seiner kurzen Amtszeit mit der ganzen Tragödie nichts oder nur sehr wenig zu tun hat. Hier steht das C im Parteinamen für scheinheilig. Dreckige Partei, die CDU - übrigens bin ich parteilos.
12:55
Mir tun nur die Angehörigen und die Betroffenen leid.
Eine Ohrfeige nach der anderen.
Für die Regierenden der Stadt bleibt kein Mitleid über,nur Scham.
Wer will und kann bei der nächsten Wahl noch wählen gehen?
12:50
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12:50
Mir tun nur die Angehörigen und die Betroffenen leid. Eine Ohrfeige nach den anderen.
Für die Regierenden hier in Duisburg, egal welcher Coleur, bleibt da kein Mitleid , nur Scham.
Wer soll und will bei den nächsten Wahlen eigentlich noch wählen gehen, wer ist noch wählbar???????? All das macht mir Angst.
11:14
Ich kann nur sagen zum Kommentar ,bei einem Boxer würde man sgen du hast einen Kampf zuviel gehabt
06:44
Ratssitzungen sind vom Grundsatz öffentlich. Man braucht allerdings Einlasskarten
23:15
Der Beitrag hebt hervor, wer ebenso ein großes (Eigen-)Interesse verfolgt: http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Gerste-Ich-war-fuer-die-Loveparade-id3578928.html
22:40
Oh man, mal ehrlich, was nun von Seiten der Politik (CDU) geäußert wird, schlägt das Fass aus dem Boden... Dass nun die Politik versucht, aus dem schrecklichen Geschehen Profit zu schlagen, indem sie sich mit so Äußerungen in der Öffentlichkeit darstellt, ist unter allem Niveau! Wäre noch der vorherige Innenminister Wolff im Amt gewesen, so wäre die Forderung nach Rücktritt von entsprechend anderer Seite gekommen. Anstatt sich in dieser Situation mit Parteiengeplänkel zurückzuhalten, muss Herr Heidenreich offizielle Forderungen stellen. Lieber Herr Heidenreich, sie als Politiker sollten SOFORT ihr Amt niederlegen, da sie die Tragödie für IHRE Interessen ausnutzen! Und das ist unter aller Sau! Politiker - egal welcher Parteizugehörigkeit - sind doch immer gleich, fordern sie doch immer die Dinge, die ihnen selbst und ihrer Partei von Nutzem sein könnten, ohne Rücksicht auf die Belange und Gefühle der Öffentlichkeit. Herr Heidenreich, Politiker wie Sie tragen zur Politikverdrossenheit der Bevölkerung bei. Sollten Sie das hier lesen, so merken Sie sich das bitte. Eine Tragödie für eigene Belange auszunutzen, ist nicht akzeptierbar!
Als Angehöriger eines nicht kommunalen Rettungsdienstes war ich selbst an besagtem Tag bei der Loveparade eingesetzt und habe Dinge im Vorfeld, weit vor der Tragödie, an eigenem Leib zu spüren bekommen. Sprich, dass unser eingesetztes Notfalllager von vorbeilaufenden Besuchern angegriffen und beschädigt wurden. Auch habe ich später mitbekommen, wie die Polizei im Tunnel versucht hat, Menschen zu retten und uns zuzuführen. Auch wenn von Seiten der Polizeiführung Fehler nicht auszuschließen sind, so habe ich, wie ich vor Ort erfahren konnte, wie Kölner Polizisten unter Einsatz ihrer eigenen Gesundheit versucht haben, Menschen zu retten. Anstatt sofort immer diese Pauschalurteile zu fälllen, wo gerade die Presse für bekannt ist, sollte man doch mal mit den kleinen Leuten vor Ort - wie ich es bin - reden. Aber davon hört und liest man in den Medien ja leider nix, weil es wohl keine Auflage bringt!
Als eingesetzte Rettungskraft bei dieser Tragördie finde ich es persönlich - wie viele meiner Mitschreiter - traurig, dass wir mit den Verantwortlichen in einen Topf geschmissen werden. Wenn die Presse doch so darauf bedacht ist, die Tragördie aufzudecken, warum hat sie nicht mal mit den unteren Beteiligten des Ganzen gesprochen? Für mich macht es die ganze Sache noch schlimmer, sie zu verarbeiten...
21:59
Ralf Jäger war zum Zeitpunkt der LoPa gerade mal 9 Tage im Amt.
Dass er sich zuerst schützend vor seine Leute stellt, finde ich erstmal richtig und vor allem menschlich.
Er war, genauso viel oder genauso wenig, wie alle anderen Ratsmitglieder über die Planung der LoPa informiert. Vielleicht noch ein wenig weniger als die CDU und Grünen Ratsmitglieder.
Jetzt für seine Äußerung den Rücktritt zu fordern finde ich echt heftig. Und vor allem von WEM diese Rücktrittsforderung kommt!!
Wenn die erste Reaktion, zunächst der Schutz seiner MA, ein Rücktrittsgrund ist, dann hat Sauerland mehr als einen Grund geboten,
Er stellt sich ständig schützend vor sich selbst!
21:23
Der neue OB!! Die CDU hat wirklich die besten Leute!