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Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen

10.09.2010 | 19:12 Uhr
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
Markus und Kerstin Lucassen im Volkspark in Rheinhausen

Duisburg.Im Rheinhausener Volkspark sind sie immer öfter zu sehen: Die Buschballer. Marcus und Kerstin Lucassen haben sich die Funsportart ausgedacht. Statt gepflegten Rasen brauchen sie nur einen Ball, eine Fahne und jede Menge Unterholz.

Video
Der Trendsport Buschball hat seine Ursprünge in Rheinhausen.

Man nehme: einen Fußball, eine Fahnenstange wie beim Golf und einen Park. Fertig ist die Funsportart Buschball.

Der Volkspark Rheinhausen wird an Wochenenden immer öfter zum Heimstadion für Markus (42) und Kerstin Lucassen (41) vom 1. Buschballverein Rheinhausen. Seit gut drei Jahren gehen sie dort ihrem außergewöhnlichem Hobby nach. Das Prinzip ist einfach: Ein Spieler stellt die neongelbe Fahne, genannt Pole, irgendwo im Park auf – in den Rasen, auf einer Bank, in den Brunnen oder auf einen Baum – und die anderen Mitspieler müssen reihum mit einem handelsüblichen Fußball darauf zielen. Es gewinnt der Spieler, der die Fahne mit den wenigsten Schüssen trifft. „Im Prinzip ist das wie Golfen mit einem Fußball. Nur im Park.“

Das Regelwerk kennt keine Gnade

Der Fantasie sind bei der Pole-Position keine Grenzen gesetzt. Markus Lucassen, der sich beim Buschball Lulu nennen lässt und im echten Leben selbstständiger Unternehmensberater ist, platziert die Pole mitten auf einem morschen Baumstamm. Im Unterholz des Volksparks tritt er gekonnt gegen den Ball und lupft ihn präzise über einen Ilexstrauch. Kurz vor dem Baumstamm bleibt der Ball liegen. Ein zweiter Schuss und der Ball streift die Fahnenstange in Kniehöhe. Für Lucassens Frau Kerstin gilt es nun, den Ball mit weniger Schüssen an die Fahne zu befördern. Ein sogenannter Pole in One, also ein Treffer mit nur einem Schuss, ist allerdings selten. Die Buschball-Statistiker haben ausgerechnet: 0,37 Prozent aller Treffer ist ein Pole in One.

Eine der wichtigsten Regeln beim Buschball: Gespielt wird, wo der Ball liegt. Notfalls auch aus der Pfütze oder mitten aus den Brennnesseln. Das Regelwerk kennt keine Gnade.

Nachts mit Stirnlampen

Planungen
Buschball-Liga

Von den neun Buschballvereinen in ganz Deutschland haben gleich vier Mannschaften ihr Heimstadion in NRW. Zur Zeit plant Markus Lucassen eine Liga mit regelmäßigen Spielen zwischen den Vereinen. Bislang gab es nur Turniere mit Teilnehmern aus ganz Deutschland.

Basierend auf den Erzählungen des Vaters eines Vereinsmitglieds, der früher im Urlaub mit seinen Freunden auf Verkehrsschilder geschossen hatte, dachten sich die Rheinhauser Sportler vor gut drei Jahren die umfangreichen Regeln aus. Damals wussten sie noch nicht, welche Wellen ihre Idee schlagen würde. Ausgehend von dem Buschballverein Rheinhausen (BBV) hat sich die Sportart in ganz Deutschland verbreitet. Neun Vereine mit mehr als 250 Mitgliedern gibt es zwischen Alpen und Nordsee. In diesem Sommer fand zum ersten Mal die Deutsche Meisterschaft im Buschball bei Köln statt. Der beste Spieler vom BBV landete dabei auf Platz 17.

Lucassens Nachbarn in Rheinhausen kennen das Hobby bereits, doch im Park werden sie immer wieder gefragt, was sie da machen. „Früher haben wir sogar Infozettel verteilt, auf denen wir die Sportart erklärt haben“, erinnert sich der Rechtsfuß Lulu.

Um den Spielspaß zu erhöhen, probieren die Rheinhausener manchmal auch Partien mit erschwerten Bedingungen. Ein Spiel bei Nacht mit Stirnlampen war bislang die schwierigste Aufgabe, gleich dahinter kommt die Partie Buschball bei Minusgraden im Schnee.

Simon Wiggen

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Kommentare
08.10.2010
23:17
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von Peter Neugier | #8

Sorry, Lünener, der Duden sagt es so:
-
Bremer: Die Einwohner von Bremen heißen Bremer (nicht: Bremener). Bremer wird immer großgeschrieben, auch wenn das Wort wie ein flexionsloses Adjektiv vor einem Substantiv steht: der Bremer Senat, die Bremer Stadtmusikanten. Einwohnerbezeichnungen auf -er.

(c) Dudenverlag 1998

14.09.2010
13:35
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von Th.Bell | #7

# 6
Muss Ihnen beipflichten sicherlich finde ich Sport lobenswert , aber wo liegt der Sinn mit dem Ball eine Fahnenstange zu treffen , nun das Kind muss einen Namen haben , hoffentlich ist das Sommerloch bald vorbei , so das so ein Schwachsinn nicht mehr erscheint - demnächst kommt Zielpinkel im Park
Schönen Tach auch

13.09.2010
23:28
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von Menschenfreund2 | #6

Super -
da wird ohne Rücksicht auf die Umwelt (Pflanzen, Tiere und wahrscheinlich auch andere Menschen) durch die gegend gebolzt, und die reporter finden das auch noch toll.

Also, ich empfinde dies als Rücksichtslos , oder wer will schon einen Ball ins Gesicht geschossen bekommen oder wer stellt demnächst seinen Garten zur Verfügung , damit dieser zerschossen werden kann ?

13.09.2010
00:51
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von akkopaps | #5

Na, da werden sich aber alle Tiere, Bodenbrüter, und Pflanzer aber freuen.

Was interssiert schon die Natur, wenn im Resthirn der Ball gesehen wird.

Auf solche Rheinhauser Mitbürger kann unser Stadtpark seine Zukunft bauen.

11.09.2010
10:33
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von urwerk61 | #4

Ja sicher. Wer kennt sie nicht, die Bremener Stadtmusikanten?
Lünener, es heisst Rheinhauser, Essener, Lünener, und Bremer. Ist so :-)
Die Rechtschreibung ist da auf unserer Seite! ;-)

11.09.2010
09:58
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von Walsumer. | #3

Tolle Idee.
Das wird sich durchsetzen.
Würde ich auch mitmachen.

11.09.2010
08:45
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von Ein Lünener | #2

@ditku
Man darf sich aber auch an die Gesetze der Rechtschreibung halten, selbst wenn Ortsansässige es nicht tun.
Essen - Essener (nicht Esser)
Bremen - Bremener (nicht Bremer)
Rheinhausen - Rheinhausener (nicht Rheinhauser)
Wer sich trotzdem als Bremer oder Rheinhauser bezeichnet, darf das selbstverständlich tun, sollte aber nicht diejenigen kritisieren, die die sprachlich korrekte Bezeichnung verwenden.
Viele Grüße
Ein Lünener (nicht Lüner, wie so viele sagen)

10.09.2010
22:11
Buschball – der Trendsport aus Rheinhausen
von ditku | #1

Man sagt Rheinhauser.
Das schreibt ein Rheinhauser.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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