Bundespräsident hielt Abstand zu OB Sauerland
12.09.2010 | 20:18 Uhr 2010-09-12T20:18:00+0200Duisburg.Sieben Wochen nach der Loveparade-Katastrophe traf Bundespräsident Wulff am Sonntag bei der „Sinfonie der Tausend“ im Landschaftspark auf Duisburgs OB Adolf Sauerland, dem er den Rücktrtitt angeraten hatte. Der Präsident hielt Abstand.
Es war keine Begegnung unter Freunden - ganz im Gegenteil. Bei der Ankunft des Präsidenten und der Ministerpäsidentin im Landschaftspark hielt der neue Amtschef von Schloss Bellevue seinen ungeliebten Parteifreund Adolf Sauerland deutlich auf Abstand. Im Vorfeld der großen Konzert-Veranstaltung der Ruhr 2010 in der Duisburger Kraftzentrale wurde unter den für das Protokoll zuständigen Verantwortlichen geklärt, dass der Bundespräsident keinen Kontakt zum Duisburger Verwaltungschef aufnehmen wolle. Auch in der Kraftzentzrale musste der Duisburger OB ein paar Stühle entfernt von der großen Prominenz Platz nehmen. Der Grund: Die Weigerung des Duisburger Oberbürgermeisters für die Loveparade-Katastrophe von Duisburg politische Verantwortung zu übernehmen. Diese Haltung und nachfolgende Äußerungen des Duisburger Stadtoberhauptes hatten bundesweit große Kritik ausgelöst und weltweit für Schlagzeilen gesorgt.
Für Sauerland war der Abend erklärtermaßen die „Rückkehr zur Normalität“ nach der tödlichen Katastrophe v om 24. Juli und nach sechs Wochen der Abwesenheit vom öffentlichen Leben. In der vergangenen Woche war Sauerland bereits bei einigen lokalen Terminen wieder als erster Bürger der Stadt aufgetreten.
Mammut-Veranstaltung
Die Sinfonie der Tausend vereinigte am Sonntagabend in der Kraftzentrale 25 Chöre mit 1150 Sängern und mehrere Orchester aus dem Ruhrgebiet. Eine Mammut-Veranstaltung der Ruhr 2010. Gestern vor 100 Jahren wurde Gustav Mahlers 8. Sinfonie in München uraufgeführt. An der Münchner Uraufführung dieser Sinfonie am 12. September 1910 waren damals 858 Sänger und 171 Instrumentalisten beteiligt. Seitdem heißt sie »Sinfonie der Tausend«.
Nicht nur die Anzahl der Musiker, auch die der Gäste (3500) und Ehrengäste (400) war beachtlich. Unter ihnen Bundespräsident Christian Wulff (CDU), NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD), aber auch EU-Kommissionspräsident Jose-Manuel Barroso war zugegen, ebenso wie , Bundespräsident a.D. Richard von Weizsäcker, Thyssen-Krupp-Boss Schulz, Deutsche Bahn Chef Rüdiger Grube, der Intendant des Wiener Burgtheaters, Matthias Hartmann und zahllose Bürger- und Oberbürgermeister der Region. Im Anschluss an das musikalische Mammut-Spektakel bat Bundespräsident Wulff zu einem Empfang in die Gebläsehalle.

00:34
#116: Sorry, aber MOB kann ich nicht mehr hören. Sauerland hat sich schon allein durch sein Verhalten ab dem 25.07.2010 als OB der Stadt Duisburg völlig diskreditiert. Frau Kraft und Herr Wulff haben dies erkannt und ihn zum Rücktritt aufgefordert. Er hat bisher alle Signale (wahrscheinlich aus dubiösen Gründen) ignoriert und den dicken Max gemacht. Frau Kraft und Herr Wulff haben daher das Einzige, das sie in ihrer exponierten Situation - und vor Publikum - tun konnten, getan: Sie haben ihn ignoriert! Völlig folgerichtig und zu Recht, mehr war nicht zu erwarten.
18:15
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18:13
@ 117 Stefano
Richtig!!!
17:52
#115 @Poulver
Es ist noch völlig unklar, ob Herr Sauerland Schuldim strafrechtlichen Sinne auf sich geladen hat. Soweit haben Sie Recht. Das wird uns dann hoffentlich die Staatsanwaltschaft erklären.
Aber Herr Sauerland ist verantwortlich für das Handeln der Verwaltung und auch das eigene. Diese Verantwortung lehnt er beharrlich ab - und da ist es nur konsequent, dass dieses charakterlose Verhalten auch von Wulff, Kraft und vielen anderen mit Nichtbeachtung quittiert wird.
17:41
De OB ist bisher nicht schuldig,also ist das verhalten von Kraft und Wulf, eine Führungsschäche,
Traurig wenn sich diese Leute vom Mop beeinflussen
lassen.
17:34
Ein unschuldiger Herr Sauerland,wird vom Mop für
schuldig erklärt, Herr Wulf und Frau Kraft haben sich
scheinbar vom Mop beraten lassen.
11:46
@ #113 taosnm
Zum 2. Kommentar: Richtig!
11:03
#99 kiriki
Nur eben zur Richtigstellung - sie haben sich gegenseitig begrüsst, sind sich dann aber aus dem Weg gegangen. Und das ist gut so.
#106 uspd
Sie haben so Recht. Wenn Sie einen OB haben möchten, der nachweislich gelogen hat, der Opfern und deren Familien keinen Respekt zollt, der verantwortungslos ist, der Geld, das nicht mehr vorhanden ist, zur eigenen Entschuldung verschleudert, der Angehörige einer Verstorbenen öffentlich im Rat brüskiert, etc. etc., dann sei er Ihnen gegönnt. Erwarten Sie bitte jedoch nicht, dass jeder so anspruchslos ist.
10:37
# 102 Sie haben ein sehr eigenartiges Verständnis was Format haben angeht. Schonmal was von Neutralität des Bundespräsidenten gehört?
Er repräsentiert die gesamte BRD! Immer nach dem Motto wen ich gerade nicht leiden kann oder darf (siehe Sarrazin) mit dem spiele ich nicht!!!!
07:37
Leserin droht nicht, Leserin verleiht einer Befürchtung Ausdruck, die ich teile: Unser hirntoter OB wird wohl wirklich nicht mehr ohne Polizeischutz sein können. Das mag man gut oder schlecht finden - eine realistische Grundlage für die Leitung der Firma ist das nicht, findet
der Blinde aus dem Rathauskeller