Das aktuelle Wetter Duisburg 10°C
Roma

Bund soll Duisburg und Dortmund mit Armutsflüchtlingen helfen

19.01.2012 | 14:55 Uhr
Bund soll Duisburg und Dortmund mit Armutsflüchtlingen helfen
Seit mehr als zwei Jahren ist Duisburg-Hochfeld zu einem Anlaufpunkt für Roma aus Bulgarien geworden.Foto: Gerd Wallhorn

Berlin/Duisburg.   Armutsflüchtlinge überfordern viele Kommunen im Ruhrgebiet. In einem Brandbrief an die Bundesregierung fordern Abgeordnete aus Duisburg und Dortmund, dass der Bund Städten hilft, die unter dem Zuzug von Bulgaren und Rumänen leiden.

Die Armutsflüchtlinge überfordern viele Kommunen im Ruhrgebiet. Städte wie Dortmund oder Duisburg fühlen sich alleingelassen. Die SPD hat die Bundesregierung aufgefordert, Integrationsprojekte in betroffenen Städten zu fördern.

Das geht aus einem Brief von mehreren SPD-Abgeordneten an die Ministerien von Ursula von der Leyen (Arbeit) , Kristina Schröder (Familie) sowie auch an die Integrationsbeauftragte Maria Böhmer hervor. Der Anlass ist der Zuzug osteuropäischer Migranten in die Dortmunder Nordstadt oder in einen weiteren klassischen Arbeiterstadtteil: Duisburg-Hochfeld .

In Duisburg 19 Millionen Euro im Jahr für Integrationsprojekte

„Wir sehen einen Handlungsbedarf auf Bundesebene, weil es sich um ein gesamtgesellschaftliches Problem handelt“, meint die Duisburger Abgeordnete Bärbel Bas. Den Bund sieht auch ihr Kollege Johannes Pflug in der Pflicht. Allein in Duisburg müssten jährlich 19 Millionen Euro aufgewendet werden, um die Migranten besser als bisher zu integrieren. Geld, das weder Duisburg noch Dortmund haben.

Ein zusätzliches Problem ist, dass die osteuropäischen Migranten noch bis Ende 2013 zum Teil nicht arbeiten dürfen. Nur bei Fachkräften werden Ausnahmen gemacht. So wird zwar der Arbeitsmarkt für einheimische Kräfte geschützt.

Blick in die Nordstadt

Aber die Kehrseite ist, dass die Rumänen und Bulgaren in die Illegalität getrieben werden. „Sie kommen trotzdem nach Deutschland, aber arbeiten dann weiterhin in prekären und illegalen Beschäftigungsverhältnissen“, gibt Pflug zu bedenken. Er plädiert dafür, die Beschränkung aufzuheben.

David Huth

Facebook
 
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6259046/create

Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Großenbaum
Bildgalerie
Schützenfest
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Rheinwoche in Ruhrort
Bildgalerie
Regatta
Aus dem Ressort
SPD attackiert Lensdorf - „Faule Eier“ als Wahlgeschenk
Politik
„Mit faulen Eiern“ als Geschenk ziehen zur Zeit die CDU und deren Bürgermeister Lensdorf nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Herbert Mettler durch die Stadt. Grund für diesen Vorwurf: die CDU verspreche die Rücknahme von Sparvorschlägen, ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll.
Toter Bandido - Keine Spur nach Duisburg
Rockerbanden
Im Fall des in Bottrop am Dienstag erschossenen Mitglieds der Rocker-Gruppe Bandidos gibt es nach Auskunft der Polizei keinen Hinweis auf eine Verbindung nach Duisburg. Das erklärte Polizeisprecher Stefan Hausch auf Anfrage.