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Atommüll

BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg

01.06.2012 | 17:31 Uhr
Atom-Transport durch die von Ausflüglern frequentierte Ruhraue.Foto: privat

Duisburg.   Ein Atommüll-Transport per Schiff durch die Ruhraue war angeblich nicht ausreichend gekennzeichnet. Viele Menschen, die sich während der Pfingsttage in der Nähe des Schiffs aufhielten, wussten nichts von dessen strahlender Ladung. Der BUND klagt.

Der Schiffstransport mit kontaminierten Maschinenteilen aus dem Atomkraftwerk Obrigheim durch Duisburg am vergangenen Pfingstwochenende hat sowohl rechtliche als auch politische Folgen.

Der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) in Duisburg hat wegen der unzureichenden Kennzeichnung des Schubschiffes „Edo“ am Freitag Strafanzeige gegen den Schiffsführer oder ersatzweise gegen die Verantwortlichen für die Ladung und Absicherung des Schiffes an der Liegestelle an der Ruhraue gestellt. Der Vorwurf: unzulässige Kennzeichnung des Gefahrgutes und damit eine potenzielle Gefahr für Menschen. Wie berichtet sollen Jugendliche nur zwei Meter an dem Schiff vorbeigeschwommen sein.

Die Grünen machen die Vorfälle auch zum Thema im Umweltausschuss am Dienstag: Die Stadt soll erklären, in wie weit sie informiert war und den Liegeplatz des Schiffes im Hafenbereich mit Publikumszugang genehmigt hatte, und welche Gefahr für die Schwimmer bestand.

Protest gegen Atommüll

Ingo Blazejewski



Kommentare
13.06.2012
20:12
Mal unabhängig von der Ladung
von Mondschatten | #12

Ich erlaube mir mal etwas klartextiger, was sdroste und Zugfuerer_AD schon angedeutet hat - und das ganze jetzt mal unabhängig von der Frage, WAS zu einem bestimmten Zeitpunkt irgendwo transportiert wurde:

Mit Kinder und oder gar einem Kleinkind (!) in einer Wasserstraße schwimmen zu gehen, ist hochgradig verantwortungslos!

Muss man die physischen Gefahren, die von Schiffen ausgehen, wirklich erst genau ausmalen, damit alle Menschen das endlich bergreifen? Ich empfehle statt dessen einmal eine Hafenrundfahrt, allein um zu spüren, mit welcher Kraft die Strömung auf ein Schiff einwirkt und mit welcher Kraft die Maschine dagegen hält, wie unberechnbar die Bewegungen an der Anlegestelle sind und was erst passiert, wenn auf dem Rhein ein voller Schubverband entgegen kommt. Eine Einweisung in die Gefahrgutkennzeichnung im Schiffsverkehr und über die entsprechende Liegeplatzkennzeichung bekommt dort übrigens auch.

07.06.2012
10:23
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von KerstinCiesla | #11

[Entfernt von Moderation - Doppelpost]

03.06.2012
20:22
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von Zugfuehrer_aD | #10

Ich bin immer wieder entsetzt über die Dummheit etlicher Menschen, die dann auch noch das Maul aufreissen und ihre Dummheit kundtun.

1. Der Kanal ist eine Wasserstrasse und kein Naherholungsgebiet. Dort mit Kindern schwimmen zu gehen, ist schon recht fragwürdig. Aber noch dann die Kinder ins Wasser zu lassen wenn ein Schiff vorüberfährt ist grob fahrlässig. Demnächst lässt man die Kinder auch noch auf der Autobahn spielen und regt sich auf wenn sie überfahren werden.

2. Warum regen sich denn wohl BUND und Grüne auf? Richtig, weil sie keine Gelegenheit bekommen haben mal wieder eine Demonstations-Party zu starten, welchen unseren Staat jede Menge Geld kostet. Jetzt ist der Atomausstieg schon beschlossen und es ist noch immer nicht gut.

3. Jeder Gefahrgut-Transport mit Chemikalien oder brennbaren Treibstoffen ist gefährlicher wie dieser Transport mit radioaktiven Schrott. Aber beim Wort "radioaktiv" fangen die Dummen immer an zu hyperventilieren.

Keine Macht den Dummen!!!

3 Antworten
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von Bahl | #10-1

Sie haben sooo recht!
Wenn diesen modisch zerlumpt und zerzausten Nichtstuern, endlich die von "rechten" Arbeitnehmer, die dieses "faschistische" System stabilisieren,die Sozialhilfe ersatzlos gestrichen wird, die nicht mehr auf das System schimpfen können und selber in der Pflicht sind, ändert sich bei diesen Schmarotzern mal etwas!

BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von KerstinCiesla | #10-2

Das Schiff lag mindestens 15 Stunden an der Ruhr vor Anker. Unmittelbar im Landschaftsschutzgebiet, neben dem hoch frequentierten Spazierweg. Die Ruhraue ist sehr wohl ein Naherholungsgebiet. Die Kennzeichnungsverordnungen für den Transport von radiaktiven Materialien (auch von schwach- und mittelradioaktiven Materialien) sind eindeutig und wurden nicht eingehalten. Es ist außerdem grob Fahrlässig, dass niemand einschritt als sich Jugendliche unmittelbar an der Ladung befanden. Der Schiffsführer trug einen Dosimeter, er und seine Besatzung wußten von den potentiellen Gefahren.
Die Jugendlichen jedoch haben unsere Mahnungen nicht ernst genommen, da sie nicht glaubten dass sie sich einer potentiellen Gefahr aussetzten. Einer der Jugendlichen sagte mir wörtliche "Du kannst mir ja viel erzählen, da steht doch nix dran". Ich hoffe daher inständig, dass sie keine bleibenden Schäden behalten werden.
Es ist weder lächerlich noch dumm, sich für den Schutz von Menschen einzusetzen.

BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von Mondschatten | #10-3

Dann hätte ich zwei Vorschläge für einen sinnvollen Einsatz:

a) Gebiete, in denen Gefahrgut-Transporte vor Anker liegen, grundsätzlich sperren.
Nachteil: Den Bürgern würden weite Teile der Grünflächen an den Flüssen nicht mehr zugänglich.

b) Andere Liegeplätze ausweisen, die nicht in Gegenden liegen, die die Bürger gerne in der Freizeit nutzen.
Problem: Die Gefahrgut-Liegeplätze müssen weitab von Wohnbebauung sein. Das gestaltete sich in dieser Stadt schwierig.

Denn wenn ich hier lese, dass obwohl die Gefährlichkeit von Hafenanlagen und fließenden Gewässern allgemein bekannt sein sollten, Leute mit erschreckender Selbstverständlichkeit postulieren, dort Schwimmen zu gehen, glaube ich nicht, dass selbst eine Kennzeichnung gefährlicher Ladung in allen in dieser Stadt gesprochenen Sprache irgendetwas bringen würde. Die aktuell veröfentlichen Zahlen der Badeunfälle mit Todesfolge sprechen Bände.

03.06.2012
16:52
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von buddybox | #9

Nach der Besatzung fragt kein Mensch.

03.06.2012
15:20
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von FernerBeobachter | #8

... die in diese Schwachsinnsanzeige investierte Zeit und Geld hätte der unwissende BUND besser auf das Erlernen der gültigen Gefahrgutbezeichnungen in der Binneschiffahrt und die lokalen Badevorschriften investiert.

Stattdessen gibt er sich mit dieser kindischen Anzeige der Lächerlichkeit preis.

03.06.2012
14:36
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von jessiesrevenge | #7

also ich bin aufjeden Fall tierisch sauer! Es kann doch nicht sein, das man als Anwohner völligst entmündigt wird. Wir waren am besagten Montag am Kanal schwimmen! Und das mit 3 Kindern und ein Kleinkind! Ich bin tierisch sauer das einen das vorher keiner sagt. Wir haben dieses Schiff auch gesehen und waren genau zu der Zeit im Wasser. Hätten wir es uns aussuchen können - wären wir zu der Zeit garantiert nicht ins Wasser gegangen oder auch nur in der Nähe gewesen. Und, wenn mal schaut wie der Geigenzähler bei anderen Atomtransporten ausschlägt, wenn Greenpeace da gemessen hat, so halte ich das ganze für nicht so ungefährlich wie die es einen gerne weis machen wollen....ich bin enttäuscht von der Politik, die den Bürger völligst übergeht.

1 Antwort
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von sdroste | #7-1

Sie wissen aber, dass es sich bei einem Kanal um eine Bundeswasserstraße unter anderem zum Transport von Gütern und nicht um eine öffentliche Badeanstalt handelt? Wer mit Kleinkindern im Kanal schwimmen geht, sollte sich ggf. mal ganz andere Fragen zur Gefährdung dieser gefallen lassen, als sich darüber zu beschweren, dass die Bundesregierung nicht jeden Bürger persönlich dazu befragt ob bestimmte Dinge transportiert werden dürfen.

Mann kann natürlich lamentieren, fakt ist aber gerade der Binnenschifffahrtsverkehr ist einer der sichersten überhaupt. Das Zeug muss nun mal transportiert werden wenn dass über den Wasserweg geht, sind nun einmal die Wege eingeschränkt oder glauben Sie im Ernst das ein Transport über die Schiene an jeder Bebauung rumgeleitet werden kann? Achja, da kann Sie dann ja auch die Politik fragen...

03.06.2012
14:17
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von ambros41 | #6

Lieber BUND, liebe Leute!
Ball flach halten. Es gibt mit Sicherheit ein Auftragsgutachten, das sowohl die völlige Risikolosigkeit als auch die absolute Zulässigkeit dieses Transportes belegt. Wetten, dass?

03.06.2012
13:18
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von wilbec | #5

Sind die Anzeigen die Folge eines erlittenen Sonnenstichs.

03.06.2012
13:12
Manifestation des Schwachsinns ..
von drengler | #4

... das Schiff war nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen gekennzeichnet und der Transport somit zulässig. Was nicht zulässig war, ist das Schwimmen im Kanal neben einem Wasserfahrzeug. Das kann lebensgefährlich werden! Aber nichtv wegen etwaiger Strahlung sondern wegen des Schraubensoges bei Anlaufen der Maschinen.

Und - was regt man sich überhaupt auf? Mit dem "Atomausstieg" werden wir im Zuge des erfoderlichen Rückbaues der Atomkraftwerek neben horrenden Strompreisen auch zehntausnde von Atomtransporten auf Strasse, Schiene und Wasserwegen erleben und ein Endlager muss nicht nur gesucht sondern auch gefunden und erschlossen werden.

1 Antwort
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von ambros41 | #4-1

Also sind die Schwimmer selber Schuld, wenn sie Schaden nehmen? Und drengler, mondschatten & Cie. haben die "wahren Schuldigen" gefunden. So einfach kann Denken sein.

Auch ohne Atomausstieg hätte es Rückbau, horrende Strompreise (wenn man alles was dazu gehört mit einrechnen würde) und tausende von Atomtransporte gegeben. Atomenergie verhindert (weil nicht flexibel) alternative Energien. Ein atomarer Teufelskreis, aus dem man auch im Mondschatten nicht rausdrängeln kann.

02.06.2012
15:41
BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von Mondschatten | #3

Ist eigentlich noch keiner auf die Idee gekommen mal zu fragen, was da überhaupt Schwimmer im Wasser zu suchen hatten? Antwort: Garnichts. Davon abgesehen, dass das Schwimmen in allen Duisburger gewässern verboten ist, vom heranschwimmen an Schiffe garnicht zu reden, ist der Bereich der Ruhrmüdnung der ausgewiesene Liegeplatz für Gefahrguttransporte. Man trifft hier also andauernd auf Schiffe mit je nach Ladung mehr oder weniger Gefahrenpotential. Natürlich könnte man hinterfragen, ob dieses Gebiet nicht grundsätzlich für den öffentlichen Zugang gesperrt sein sollte. Wer aber dennoch der Ansicht ist, er müsse sich in wasserstraßennähe aufhalten, und Bedenken ob der transportierten Güter hat, den hindert niemand daran, sich über die gesetzlichen Transportgutkennzeichnungen zu informieren.

2 Antworten
Nicht die Verursacher, nein die Anderen haben Schuld.
von ambros41 | #3-1

BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von ambros41

Also sind die Schwimmer selber Schuld, wenn sie Schaden nehmen? Und drengler, mondschatten & Cie. haben die "wahren Schuldigen" gefunden. So einfach kann Denken sein.

Auch ohne Atomausstieg hätte es Rückbau, horrende Strompreise (wenn man alles was dazu gehört mit einrechnen würde) und tausende von Atomtransporte gegeben. Atomenergie verhindert (weil nicht flexibel) alternative Energien. Ein atomarer Teufelskreis, aus dem man auch im Mondschatten nicht rausdrängeln kann.

BUND erstattet Strafanzeige nach Atomtransport durch Duisburg
von Mondschatten | #3-2

Ja, Schwimmer sind selbst Schuld, wenn sie schaden nehmen, wenn sie sich in Bereiche begeben, in denen das Schwimmen aus Sicherheitsgründen verboten ist. Deshalb ist es dort verboten, angefangen bei mit Bauschutt versetzten Baggerlöchern über strömende Gewässer bis hin zu befahrenen Wasserstraßen. Und da ist eine möglicherweise gefährliche Ladung noch garnich mitgedacht. Also wenn Klage meinetwegen, aber nicht indem man sich darauf beruft, dass Leute in Gefahr gerate, wenn sie etwas tun, was ohenhin nicht erlaubt ist.

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