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Bürgerunion am Ende

11.01.2008 | 21:33 Uhr

Über 70 von 90 Mitgliedern traten aus. Protest gegen Kontakte zu Rechtsradikalen

Die Bürgerunion 2004 ist nur noch in Fragmenten vorhanden (wir berichteten). Fast alle Mitglieder der Ortsverbände Hamborn, Walsum und Innenstadt sind ausgetreten. Lediglich im Marxloher Verband sind noch etwa ein Dutzend von gut 90 ehemaligen Mitgliedern registriert. "Wir fühlen uns hintergangen", begründet Bernd Steffen die Austrittswelle. Mitglieder hätten auf der Homepage der rechtsaußen positionierten "Bürgerbewegung pro Nordrhein-Westfalen" erfahren, dass Vorstandsmitglieder und Ratsvertreter der Duisburger Bürgerunion bereits Gespräche mit der rechtsradikalen Gruppierung geführt hätten. Weitere Gespräche, ist auf der Homepage zu lesen, seien vereinbart worden. Nach einigen Diskussionen entschloss sich der größte Teil der Mitglieder, der Partei und damit rechten Gesinnungen den Rücken zu kehren.

Bernd Steffens bezeichnet seine politische Richtung als christlich konservativ: "Ich wäre niemals in eine Bürgerunion eingetreten, die eine Ausländer-Raus-Mentalität propagiert hätte."

Viele Mitglieder zeigten sich über das "wahre Gesicht" der BU-Minderheit enttäuscht. Durch die Kontaktaufnahme zu einer Bewegung mit rechtsradikalen Tendenzen hätten sie sich entlarvt und gegen die eigentlichen Ziele der BU 2004 gestellt.

Als freie Wählergemeinschaft wollen die ehemaligen BU-Mitglieder weiter aktiv in der Politik mitmischen. Verkehrsplanung, Verhinderung von Ghettobildung, Schul- und Sicherheitspolitik sind einige ihrer zukünftigen Themen. "Im Wahljahr", so Steffens, "werden wir antreten."

Von Klaus Johann

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Kommentare
23.02.2008
23:11
Bürgerunion am Ende
von atze | #5

ne die pro-kölner haben die düisburger schrotttruppe bu abgelehnt

15.01.2008
12:09
Bürgerunion am Ende
von che | #4

Das ist immer so interessant zu lesen das so viele Leute genau wissen wer wie wann in geheimen Wahlen abgestimmt hat. Na ja und den Blick in die politischen Schlafzimmer möchte ich mir und allen anderen Lesern in Zukunft ersparen, lieber Klaus Peter.
Und eines interessiert mich wirklich, was ist mit Menschen passiert die so borniert und mit blindem Hass erfüllt durchs Leben gehen müssen???

13.01.2008
22:09
Bürgerunion am Ende
von KlausPeter | #3

Ihr Grünen aus dem Stadtrat seid so peinlich, dass ihr schon unter Pseudonymen ddu63 und blume 1971 posten müßt, um euch zu rechtfertigen.
Eure Janicki und euer Greulich sind so machtgeil, die würden sogar mit der NPD ins Bett steigen.

13.01.2008
20:05
Bürgerunion am Ende
von blume1971 | #2

Auch die SPD hat schon mal mit der Bürgerunion zusammen gestimmt. Zum Beispiel bei den Windkraftanlagen und den interkulturellen Gärten. Und Stadtdirektor Greulich wurde mit den Stimmen der FDP gewählt, nicht der BU!

12.01.2008
16:32
Bürgerunion am Ende
von ddu63 | #1

Mal wieder eine rechte Protesttruppe, die belegt, daß rechte Sprüche keine Politik ersetzen.

Kurios aber, daß die ersten Kommentare hier zu einem Artikel über die Bürgerunion gleich wieder dazu genutzt werden, gegen völlig Andere zu wettern. So etwas gehört in ein Forum, wo es vernünftig diskutiert werden kann.

Eine Frage zum Umgang mit Rechten hätte ich aber schon noch: Sollte man einen Antrag oder Kandidaten zurückziehen, nur weil die Gefahr besteht, dieser werde von Rechten mitgewählt? Wohl kaum - denn eine größere Macht als durch solches Verhalten kann man rechten Gruppierungen in Räten und Parlamenten doch wohl kaum geben. Schlicht ignoriernen sollte man sie in solchen Fällen. Manchmal frage ich mich, ob die radilake kommunikationslosigkeit der SPD nicht genau diesen Zweck hat, nämlich derartige Vorwürfe zu konstruieren.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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