Bürger sammeln Spenden für Spielgeräte

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Duissern..  Die Spielgeräte im Goerdeler Park sind morsch, haben Spielplatztester der Wirtschaftsbetriebe festgestellt. Die Holzpfähle sind nicht mehr standfest. In wenigen Wochen müssen das Klettergerüst, eine Wellenrutsche und die anderen Spielgeräte abgebaut werden. Immerhin will die Stadt Ersatz schaffen und 20 000 Euro investieren. Doch das reicht nur für eine Mini-Version der jetzigen Geräte. Deshalb hat die Bürgerinitiative Goerdeler Park zu einem Rundgang eingeladen – und bittet benachbarte Firmen und Anwohner um Mithilfe.

„Wir sind erstmal froh, dass die Stadt überhaupt Geld zur Verfügung stellt. Wir sind da in guten Gesprächen“, erklärt Lisa Scherer von der Bürgerinitiative. Acht Jahre lang gab es eine Kooperationsvereinbarung zwischen der Initiative und der Stadt. Die Bürger kümmerten sich darum, dass zwischendurch mal sauber gemacht wurde. Dafür stellte das Immobilienmanagement den Bürgern eine kleine Hütte zur Verfügung, die mit Küche und Toiletten ausgestattet war, und die man für Kindergeburtstage mieten konnte. Seit einer Brandstiftung ist das Häuschen allerdings nicht mehr nutzbar. „Es wäre schön, wenn sich da etwas tun würde“, wünscht sich Lisa Scherer. Wichtig wäre das auch, denn dann könnte die Initiative Flohmärkte organisieren oder Kaffee verkaufen, um mehr Geld für Spielgeräte zu sammeln.

„Wenn wir 10 000 Euro mehr hätten, könnte das Gerüst größer werden“, erklärt Mareike Müller, die sich ebenfalls für die Initiative engagiert. Außerdem sollen Wipptiere für Kleinkinder angeschafft werden. Auch eine Boule-Bahn wäre denkbar. „Der Park wird von Kinder und Jugendlichen jeden Alters genutzt“, sagt Mareike Müller und verweist auf den Verkehrsübungsplatz und die Basketball-Körbe. Zudem: Seitdem sich wieder um den Goerdeler Park in Bahnhofsnähe gekümmert werde, ist er nicht mehr so vermüllt, die Büsche wurden geschnitten und Probleme mit Drogen und Kriminalität seien unter Kontrolle.

Bernd Stils, Sprecher der Eigentümergemeinschaft des Silberpalais, würdigt das Engagement der Nachbarn. „Es ist gut, dass sich jemand um den Park kümmert.“ Er sagt 1500 Euro als Spende zu. Auch die Wohnungsgenossenschaft Mitte, die in unmittelbarer Nähe ihren Sitz hat, überlegt, wie sie sich beteiligen kann. Eine Vertreterin der Krankenkasse BKK VBU bietet an, dass bei Festen vielleicht ihre Toiletten mitbenutzt werden können.

Bis zum Frühjahr soll das Geld zusammenkommen, „damit keine große Lücke entsteht, bis die neuen Geräte stehen.“ Im besten Fall noch ein bisschen mehr als 10 000 Euro.