Bürger protestieren gegen umstrittene Projekte in Stadtmitte

Die Stadt favorisiert den Standort Mercatorstraße für die neue Feuerwache. Die Bürger haben Beschwerde bei der Bezirksregierung eingelegt.
Die Stadt favorisiert den Standort Mercatorstraße für die neue Feuerwache. Die Bürger haben Beschwerde bei der Bezirksregierung eingelegt.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Entwicklung an der Meractorstraße: Anwohner protestieren gegen Feuerwache, der BUND will mehr Platanen retten. Auch in Hochfeld gab’s Ärger.

Duisburg.. Großbauprojekte in der Innenstadt bleiben ein konfliktreiches Thema: Die Stadt sucht einen Standort für eine neue Feuerwache und schlug vor, diese, gemeinsam mit einem Autohaus, an der Mercatorstraße zu errichten. Dagegen laufen die Anwohner an der Curtiusstraße Sturm, legen Beschwerde bei der Bezirksregierung ein. Es gibt einige Informations- und Protestveranstaltungen. In der Bezirksvertretung stimmt die CDU dann in Folge gegen eine Feuerwache an diesem Standort. Noch ist nicht entschieden, wie es weitergeht.

Mehr Platanen erhalten

In der Schwebe ist auch dieses Projekt an der Mercatorstraße: Nachdem sich Multi Development zurückgezogen hat und seine Firmenzentrale nicht mehr in zentraler Lage an der Bahnhofsplatte errichten will, erhoffen sich die Platanenretter, dass mehr Bäume erhalten bleiben können. Die Stadt solle noch einmal ihre Straßenführung überdenken. In einem Gespräch wurden nochmal alle Interessenvertreter, neben dem BUND beispielsweise auch die Feuerwehr, an einen Tisch geholt. Momentan ist die Platte auch Baustelle, das liegt aber an Kanalbauarbeiten.

Neue Gleise in Hochfeld

Eine Baustelle in Hochfeld entlang der Wanheimer Straße sorgte für Unmut bei den Geschäftsleuten. Die Gleise werden noch bis 2016 erneuert. Die Autos konnten die Straße teilweise nur nach Wanheimerort in Richtung Süden befahren. Anhalten oder gar Parken war nicht möglich. „Die Stammkunden kommen, aber das Parken ist hier im Moment eine Quälerei“, berichtete Veli Gökkol vom Café Istanbul. Die Auswirkungen der Baustelle merken er und die anderen täglich. Die Umsätze seien bei ihm und den anderen Ladeninhabern zurückgegangen.

Radweg wird verlängert

Weitestgehend unumstritten und geräuschlos verläuft der Ausbau des Ruhrtalradwegs in Kaßlerfeld. Der Weg führt entlang des Flusses bis zur Rheinorange. Bis 2015 werden 1,6 Millionen Euro für diesen Streckenabschnitt investiert. Er soll für die Radler das Passieren des recht unübersichtlichen Kreisverkehrs an der Karl-Lehr-Brücke überflüssig machen.