Buchholz – Auf gute Nachbarschaft
11.08.2010 | 15:20 Uhr 2010-08-11T15:20:00+0200
Duisburg.Beim Pfarrer hat sie sich kundig gemacht und beim Bezirksbürgermeister ebenso: Entsprechend gut vorbereitet ist Elsa Cremers für unsere 60-Minuten-Rundgang durch Buchholz im Stadtbezirk Süd.
Wir starten auf einem kleinen Weg zwischen ordentlich gestutzten Hecken, dahinter gepflegte Gärten, in einer Siedlung, wie sie für Buchholz typisch ist: ein- bis zweigeschossige Häuser, großzügige Grundstücke (gemessen am heutigen Standard), dazwischen saubere Spielplätze, ruhige Wohnstraßen.
„Früher waren hier nur Wiesen und Äcker“, hat sich das Mitglied des WAZ-Leserbeirats kundig gemacht. Im Jahr 1895 habe Buchholz nur 887 Einwohner gehabt. Dann kam die Industrialisierung, der Bau der Köln-Mindener Eisenbahn und damit ein rapider Anstieg der Bevölkerung. Von rauchenden und fauchenden Fabriken blieb Buchholz verschont, blieb fast reines Wohngebiet, das planmäßig wuchs. Man sieht’s noch heute am überwiegend rechtwinkligen Straßennetz.
Buchholz gehört zum Bezirk Süd und hat 14.231 Einwohner, davon 7526 Frauen, 6705 Männer, 13.526 Deutsche, 705 Ausländer.
Der Name des Ortsteils existiert seit dem Mittelalter und wird auf ein Waldgebiet zurückgeführt, das überwiegend aus Buchen bestand. Um 1830 begann die Besiedlung zunächst durch Bauern, für zügiges Bevölkerungswachstum sorgte die Industrialisierung in den Stadtteilen rings um, etwa durch die Ansiedlung der Hahnschen Werke. (Quelle: Stadt Duisburg)
Mittelpunkt des Stadtteils ist die Münchener Straße , „unser Boulevard“, lobt Elsa Cremers. Dort gebe es glücklicherweise noch viele inhabergeführte Fachgeschäfte, ein Ärztehaus, Sparkasse und auch noch eine „richtige“ Post. Zweimal wöchentlich ist Markt auf dem Norbert-Spitzer-Platz, benannt nach einem rührigen CDU-Lokalpolitiker. An den anderen Tagen könnte der Platz allerdings ein bisschen mehr Zuwendung vertragen, meint meine Buchholz-Führerin: ein paar Bänke mehr, ein WC, ein paar Blumen und eine „Shared Space“-Lösung wie vorm Stadttheater für die Münchener Straße, mit voller Gleichberechtigung von Autofahrern, Fußgängern und Radfahrern.
In Buchholz, so der Eindruck von Elsa Cremers beim Einkaufen, sei es ein wenig teurer als anderenorts. Ihre Erklärung: Viele Hausbesitzer gebe es im Viertel, die Kinder seien häufig aus dem Haus. „Die Alten haben Geld“, lacht die vielseitig engagierte 69-Jährige. Dafür aber gebe es ein komplettes Angebot im örtlichen Einzelhandel: „Wir haben hier alles.“
Wie gut kennen Sie Duisburg? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Stadt-Quiz! Um zu den Fragen zu gelangen, klicken Sie hier.
Und führt mich weiter durch Buchholz, zum „Stern“, wo sich einst die Feldwege aus allen Richtungen kreuzten, zur Sittardsberger Allee, über die der Lkw-Verkehr tobt . Ein Kreisverkehr am Anfang sei Wunsch vieler Bürger, erfahre ich, und auch ein bisschen weniger Verkehr auf der Düsseldorfer Straße und am Altenbrucher Damm.
Hier finden Sie die Serien der Lokalredaktionen in der Übersicht, zum Beispiel alle Stadtteilreports und alle Folgen von Duisburgs Top Ten.
„Die Menschen sind hier sehr beieinander“, hat sie in 20 Jahren Buchholz erfahren. Man kennt sich, trifft sich, hilft sich, man engagiert sich, beispielsweise in den Kirchengemeinden, im Bürgerverein oder bei Viktoria Buchholz. „Hier habe ich alles“, ist das überzeugende Stadtteil-Fazit von Elsa Cremers nach unserem einstündigen Rundgang.

00:25
Mir gefällt Buchholz auch gut, aber wir haben hier ein großes Problem.
Nicht nur ich und meine Familie werden dieses Problem mit der Fußgänger- Ampel bei Fahrrad- Kuhnen direkt am Bezirksamt kennen. Zum x-ten mal muss ich mich über diese Ampelschaltung aufregen. Durch die Ampelschaltung kommt es immer wieder zu Gefahrenpunkten von Radfahrern und sogar, wie schon des öfteren am eigenem Leib erfahren, von Rücksichtslosen Autofahren die einfach das Rotlicht missachten und die Fußgänger und Radfahrer, häufig mit kleinen Kindern, gefährden. Muss es erst zu einem Verkehrsunfall mit Toten kommen.
Die Ampel ist so schlecht geschaltet, dass man fast 2minuten warten muß um die Strasse sicher überqueren zu können.Dadurch werden viele Radfahrer dazu verleitet die Ampel einfach bei Rot zu überfahren.
Dazu kommt , dass man die Ampel als Autofahrer sehr schlecht und sogar gar nicht einsehen kann. Schon 2 mal innerhalb von 10 Tagen ist es mir passiert, dass ich nach langem Warten endlich bei grün die Strasse überqueren wollte und promt fuhr mich eine Auto fast um weil der Fahrer entweder die Ampel übersehen hat oder Sie einfach missachtet.
Ich weiss garnicht ob ich hier richtig bin mit meinem Problem, aber vieleicht kann man so Politiker der Stadt Duisburg erreichen, die sich dieses Problems annehemen.
Ich würde mich über Antworten freuen.
Gruß MB
E-mail: MB08071959@aol.com
die ampel vor kuhnen ist seit ihrer aufstellung so geschaltet.
aber da die leute ja heute alle immer in zeitnot sind kann es ja keiner mehr mal 2 minuten abwarten bis es grün wird.
und von wo kann man denn die ampel schlecht einsehen??????
wenn ich die sittardtsbergerger alle richtung sittardtsberg fahre oder wie
oder wenn ich aus der insbrucker alle komme????
16:02
Immerhin hat es Herr Mohrs eine ganze Stunde in Buchholz ausgehalten.
13:46
Dieser Artikel wurde wohl durch Duisburgs neuen PR-Berater in Auftrag gegeben.
Ansonsten kann ich #1 nur beipflichten - extrem spannend.
12:24
spannender Bericht