Brandstiftung war wohl Ursache für Feuer in Rheinhausen

Noch immer untersuchen die Brandermittler die ausgebrannte Lagerhalle an der Dieselstraße. Die Spurensuche wird wohl noch einige Tage dauern, aber mittlerweile geht die Polizei eher von Brandstiftung aus.
Noch immer untersuchen die Brandermittler die ausgebrannte Lagerhalle an der Dieselstraße. Die Spurensuche wird wohl noch einige Tage dauern, aber mittlerweile geht die Polizei eher von Brandstiftung aus.
Foto: Stephan Eickershoff/Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Noch immer suchen Brandermittler der Duisburger Polizei nach Spuren in ausgebrannter Lagerhalle. Hinweise verdichten sich, dass Feuer gelegt wurde.

Duisburg.. Elf Tage nach dem Großbrand in Rheinhausen mehren sich die Hinweise, dass der Brand in der Lagerhalle an der Dieselstraße wohl gelegt wurde. Zwar gebe es noch kein endgültiges Ergebnis, da der sichergestelle Brandschutt noch genau untersucht werden muss, aber "die Tendenz geht eher in Richtung Brandstiftung, als dass ein technischer Defekt vorgelegen hat oder es eine Selbstentzündung gab", erklärt Polizeisprecher Joachim Wawrzeniewski auf Nachfrage.

Bis ein endgültiges Ermittlungsergebnis vorliegt, werde es aber noch ein paar Tage dauern. Noch immer seien die Brandermittler täglich vor Ort in Rheinhausen, um die Brandstelle zu inspizieren. Mühselig müssen sich die Polizisten bei ihrer Spurensuche durch das zerschmolzene und miteinander verbackene Plastik kämpfen.

"Das geschieht alles in Handarbeit mit der Schüppe", beschreibt Wawrzeniewski, der vor seinem Wechsel in die Pressestelle der Polizei selbst im für Brandermittlungen zuständigen Kriminalkommissariat 11 gearbeitet hat. "Mit größerem Gerät ist da nicht viel zu machen, ein Bagger kam gar nicht erst die Rampe in die Lagerhalle hoch".

Asbest-Reinigung in Rheinhausen weiter in vollem Gange

Wichtig für das Ermittlungsergebnis ist auch die Regelung der Kostenfrage. Sollte sich Brandstiftung als Ursache bestätigen, wird die Versicherung den Verursacher für den entstandenen Schaden wohl haftbar machen. Das würde auch die Kosten für den Einsatz von Feuerwehr und Reinigungsunternehmen umfassen. Ob die Ermittler bereits einen Verdacht haben, wer den Brand möglicherweise gelegt hat, dazu wollte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine Stellung beziehen.

Die Reinigungsarbeiten nach dem Großbrand, bei dem Asbest freigesetzt worden war, laufen indes weiter. Von den bislang 20 gemeldeten Privatgrundstücken sind erst wenige gereinigt worden. Die Rauchwolke, die bei dem Großbrand in der Nacht zum 31. Januar über den Stadtteil gezogen war, hatte Asbestteile, aus denen das Hallendach bestand, in einem größeren Umkreis verteilt. (mawo/we)