Bombenentschärfung: 3500 Anwohner evakuiert

Durch den ersten Bombenfund in diesem Jahr waren gestern Abend zahlreiche Anwohner im nahen Umfeld betroffen: Mehr als 3500 Menschen mussten ihre Wohnungen verlassen, weitere 8400, die in der Sicherheitszone wohnen, durften am Abend nicht mehr auf die Straße.

Die Zehn-Zentner-Bombe an der Schmidtstraße in Untermeiderich wurde bereits am Montagabend beim Ausschachten einer Kellerwand entdeckt. Weil es bereits dunkel war und derart viele Menschen erst informiert und evakuiert werden mussten, rückte der Kampfmittelbeseitigungsdienst erst gestern an. Eine Sperrung der A59 blieb Autofahrern erspart: Die Sicherheitszone endete kurz vor der Autobahn. 180 Kräfte von Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz, riegelten das Gebiet ab 19 Uhr im Radius von einem Kilometer um den Fundort ab. Die Entschärfung begann um 20.06 Uhr, nach 21 Minuten hatte Experte Peter Giesecke den Zünder aus dem Blindgänger entfernt.

Die Stadt hatte das evangelische Gemeindezentrum „Auf dem Damm“ als Evakuierungsraum eingerichtet, das Rote Kreuz verteilte dort an mehrere hundert Evakuierte Getränke und belegte Brötchen. Für einige Kinder im Ortsteil fiel die Schule gestern aus: Die Bergschule blieb dicht. Das hatte der Schulleiter schon am Vortag entschieden, als der Zeitpunkt der Entschärfung noch nicht feststand.