Bochum verbietet verkaufsoffene Sonntage - Pro & Contra
04.02.2012 | 18:00 Uhr 2012-02-04T18:00:00+0100
Duisburg.Während in Bochum der Rat jetzt beschlossen hat, in diesem Jahr keinen einzigen verkaufsoffenen Sonntag zu genehmigen , hat der Einzelhandelsverband Niederrhein für Duisburg 18 Termine mit 22 Sonderöffnungen beantragt .
Er begründet dies auch mit dem großem Imageerfolg der verkaufsoffenen Sonntage, die eine Million Menschen anlocken würden. Die Sonntage verteilen sich auf die Stadtteile und die Innenstadt, für die vier Termine (1. April, 30. September, 4. November und 9. Dezember) vorgesehen sind. Während Einzelhandelssprecher Wilhelm Bommann die verkaufsoffenen Sonntage im WAZ-Interview für unverzichtbar hält, begrüßt der Superintendent der Ev. Kirche, Armin Schneider , den Bochumer Beschluss.

10:36
Soll Bochum dicht machen, wenn die sich das leisten können.
Es gibt genug attarktive Städte, in die man ausweichen kann.
Mancheiner wird allerdings dann auch wochentags nicht mehr wiederkommen.
Egal.....
16:07
Personalkosten, Energie, Strom, alles wird auf die Preise umgelegt. Das zahlen natürlich auch die Kunden die den verkaufsoffenen Sonntag nicht brauchen. Man kann doch einen Euro nur einmal ausgeben. Was sol also der verkaufsoffene Sonntag?
07:22
Eine vernünftige Entscheidung
19:33
richtig so
17:09
Ich bin für eine 5-Tage-Woche in ALLEN Bereichen, dass heißt
freie Wochenenden für Taxifahrer
freie Wochenenden für Busfahrer
keine Öffnung von Biergärten, Gaststätten am Wochenende
denn all das ist nicht lebensnotwendig und daher muss aus den Bereichen auch keiner am Wochenende arbeiten.
Es geht nicht an, dass nur für die "armen" Verkäufer/innen so etwas gefordert wird oder sind die Beschäftigten in den anderen Bereichen Menschen 2. Klasse?
15:47
oder es Karfreitag in Venlo voll ist oder weil es das Internet gibt, bedeutet das trotzdem nicht dass bei Abschaffung von verkaufsoffenen Sonntagen über das Jahr gesehen die Gewinne der Einzelhändler in Bochum zwangsläufig schrumpfen müssen.
14:09
Die ganze Diskussion ist letztlich ausschließlich ideologisch zu verstehen (meinerseits natürlich auch - nämlich radikal libertär). Es ist doch auch nicht ansatzweise überlebensnotwendig an Sonn- und Feiertagen z.B. in ein Restaurant zu gehen. Oder gibt es da etwa Defizite in der wöchentlichen Einkaufsplanung ? Haben die in in der Gastronomie beschäftigten kein Recht auf Teilnahme an Vereinsleben oder Spiel und Spass mit Kindern, welche doch nach Argumentation der Freunde des "früher ist auch keiner verhungert" zwingend an Sonntagen erfolgen muss ? Und wo sind die Studien oder Nachweise über tatsächlich erolgte Erosionen der Familien durch liberale Ladenöffnungszeiten - auch gerade im Vergleich mit anderen Ländern mit nahezu völliger Freigabe der Ladenöffnungszeiten z.B. Schweden ? Es geht letztlich nur um vermeintliche Kronjuwelen der unsäglichen Allianz aus Gewerkschaften und Kirchen. Hinzukommt die geradezu bizarre Betonung des "früher ist auch keiner verhungert" bzw. "überlebensnotwendig". Nach dieser Maßgabe könnten dann mal viele - gerade auch von vermeintlich "linker Seite" liebgewonnene - Errungenschaften beleuchtet werden. Möglicherweise schließt sich dann ja sogar der Kreis mit libertärer Sichtweise und einem auf das Minimum heruntergefahren Staat, der eben wirklich nur für die überlebensnotwendigen Dinge da ist.
13:26
meigustu, ja der verkausoffene Sonntag hat sehr große Auswirkungen auf den Umsatz. Ansonsten würden die Leute im Internet oder Zb. in Venlo einkaufen. In Venlo ist es Zb. an Karfreitag rappelvoll. 70 % der Kunden sind dann Deutsche.
Venlo ist ein schlechter Vergleich. In Venlo sind viele Dinge erheblich preiswerter, z.B. Kaffee ,Tee, Obst und Gemüse. Offensichtlich werden auch nicht so oft Kartelle wie in Deutschland gebildet, wo sich Unternehmen ungerchtfertigt bereichern.Deswegen fahren viele Deutsche nach Venlo.
13:22
Pankratz81, da werden Sie lange warten bis andere Städte folgen. In Dortmund berät gerade ein Gremium aus Vertretern der Kirche, GEWERKSCHAFT Verdi und Einzelhandel, an welchen Sonntagen in Dortmund wieder geöffnet sein darf.
Der Einzelhandel in Dortmund reibt sich die Hände weil Sonntags viele Bochumer erwartet werden.
Hier liebe Bochumer:
http://www.verkaufsoffene-sonntage.de/
13:21
Ich fände es prima, wenn die Stadt Bochum das Verbot wirklich konsequent anwenden und wenn andere Städte dem Beispiel folgen würden.
Ok - Zeitgenossen, die als liebstes Hobby tatsächlich "Shoppen" angeben, werden dadurch in eine tiefe Sinnkrise getrieben. Alle anderen sollten sich freuen. dass dieser gnadenlose Konsumterror auch mal an eine Grenze stösst.