Blitzmarathon: Duisburger Polizei blitzt 5 Prozent aller Pkw

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Was wir bereits wissen
Knapp fünf Prozent aller in Duisburg beim Blitzmarathon kontrollierten Fahrzeuge fuhren zu schnell. Dabei erlebten die Beamten so manche Überraschung.

Duisburg.. 338 Geschwindigkeitsverstöße stellten Polizei und Stadt Duisburg beim 8. Blitzmarathon am Donnerstag in Duisburg fest. Bei 7277 kontrollierten Fahrzeugen ergab das eine Quote von fast fünf Prozent.

Negativer Spitzenreiter war ein 25-jähriger Duisburger, der auf der Friedrich-Ebert-Straße in Laar statt der erlaubten 50 km/h mit 105 km/h geblitzt wurde. Der 25-Jährige kam gerade mit einer dicken Backe vom Zahnarzt. Die Konsequenz: 280 Euro Geldstrafe, zwei Monate Fahrverbot und zwei Punkte im Flensburger Zentralregister. Und wahrscheinlich noch einem dicken Hals.

Schon nach 200 Metern kommt die Kelle

Rund 30 Beamte kontrollierten am Donnerstag von 6 Uhr bis Mitternacht an 15 Stellen in Duisburg die Geschwindigkeit. Bereits um 7 Uhr war ein Autofahrer in Mündelheim auf der Uerdinger Straße 26 km/h zu schnell gefahren. In Homberg war eine Fahrerin noch direkt vor der Abfahrt von ihrem Freund gewarnt worden. Nach nur 200 Metern kam schon die Kelle der Beamten. Die Frau war mit 52 Stundenkilometern unterwegs, wo nur 30 erlaubt sind.

Auf der Essenberger Straße in Asterlagen ärgerte sich ein 69-jähriger Autofahrer darüber, dass er mit 80 statt der erlaubten 50 km/h gemessen wurde. Wegen des Blitzmarathons war der 68-Jährige den ganzen Tag mit Tempomat gefahren. Erst fünf Minuten vor der Kontrolle hatte der Xantener ihn ausgeschaltet.

25-Jähriger legt gefälschten internationalen Führerschein vor

In Marxloh hielten die Polizisten auf der Weseler Straße einen in Duisburg wohnenden Bulgaren an, der mit 88 km/h bei erlaubten 50 km/h unterwegs war. Der 25-Jährige legte den Beamten einen gefälschten internationalen Führerschein vor. Den Mann erwartet jetzt eine Anzeige wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis. Bei zwei Beifahrern stellte sich heraus, dass sie polizeilich zur Aufenthaltsermittlung gesucht wurden.

Bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle erwischten die Polizeibeamten auf der Heerstraße im Dellviertel einen 35-jährigen Duisburger, der am Vortag Rauschgift konsumiert hatte. Ein Drogenvortest verlief positiv. Wegen des Fahrens unter Drogeneinfluss erwartet den 35-Jährigen eine Ordnungswidrigkeiten-Anzeige, wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz eine Strafanzeige.

Polizei: Jeden Tag mit Radarkontrollen rechnen

Wie die Polizei mitteilt, müssen Autofahrer jeden Tag mit Radarkontrollen rechnen. "Autofahrern muss klar sein: Dort, wo man bei einer Fahrgeschwindigkeit von 30 km/h zum Stehen kommt, beginnt man bei Tempo 50 erst zu bremsen!", heißt es in einer Pressemeldung. Das Fahrzeug treffe entweder ungebremst auf den Fußgänger, wenn man 50 km/h fahre oder der Unfall werde erst gar nicht erst geschehen, wenn man 30 km/h fahre, so die Polizei.