Blindgänger in Duisburger Ruhrwiesen seit 20.30 Uhr entschärft

Eine Zehn-Zentner-Bombe war am Donnerstagmittag in den Duisburger Ruhrwiesen gefunden worden. Noch am Abend hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst den Blindgänger entschärft.
Eine Zehn-Zentner-Bombe war am Donnerstagmittag in den Duisburger Ruhrwiesen gefunden worden. Noch am Abend hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst den Blindgänger entschärft.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Entwarnung in Duisburg-Kaßlerfeld: Feuerwerker Uwe Palmroth hatte die Zehn-Zentner-Bombe in den Ruhrwiesen um 20.30 Uhr entschärft.

Duisburg.. Bei der Luftbildauswertung für den weiteren Ausbau des Ruhrradwegs hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst einen Blindgänger in den Kaßlerfelder Ruhrwiesen entdeckt. Die Zehn-Zentner-Bombe mit Aufschlagzünder musste noch am Donnerstag unschädlich gemacht werden - so sieht es eine Anordnung der Bezirksregierung seit anderthalb Jahren vor. Denn 70 Jahre nach Kriegsende würden die Blindgänger, die so lange Zeit im Boden liegen, zunehmend gefährlicher.

Da die Fliegerbombe im Hafengebiet gefunden wurde, waren von Evakuierungen nur Mitarbeiter von Gewerbebetrieben betroffen. Wohnbebauung gibt es erst in der Sicherheitszone, die auch Teile von Ruhrort, Neuenkamp und Alt-Homberg umfasst. Hier leben etwa 2400 Menschen, sie durften sich ab 19 Uhr und bis zur Entwarnung nicht im Freien aufhalten. Betroffen waren Bewohner in Teilen von Neuenkamp, Ruhrort und Alt-Homberg.

Die A 40 verlief zwar ebenfalls durch die Sicherheitszone, muss aber nicht gesperrt werden, da der Blindgänger sehr tief im Erdreich liegt. Gerade außerhalb der Sicherheitszone befindet sich auch der Karl-Lehr-Brückenzug, so dass große Straßen von den Sperrungen ausgenommen sind. Auch die DVG meldet, dass ihr Fahrplan nicht betroffen sei. Beeinträchtigungen hat der Fund aber für die Schifffahrt, auf Rhein und Ruhr wird der Verkehr gestoppt.

Keine Entwarnung per Sirene nach Entschärfungsende

Um 20.30 Uhr, eine halbe Stunde nach Beginn der Entschärfung, hatte Feuerwerker Uwe Palmroth den Blindgänger schließlich unschädlich gemacht, alle Sperren konnten aufgehoben werden. Die Sirenen ließ die Feuerwehr in den betroffenen Stadtteilen nach erfolgreicher Entschärfung übrigens nicht heulen. Da nur wenige Menschen betroffen waren, würden die Sirenen mehr irritieren als bewirken, erklärte eine Sprecherin der Stadt auf Nachfrage.

Der nun entdeckte Blindgänger war nicht der erste Bombenfund beim Bau des Ruhrradwegs. Anfang August vergangenen Jahres war ebenfalls eine Zehn-Zentner-Bombe gefunden worden, damals aber am Ruhrdeich. (mawo)