Bittersüße Komödie mit eigener Musik

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Jedes Jahr im Februar präsentiert sich die englischsprachige Theatergruppe der Universität-Duisburg-Essen mit einer eigenen Inszenierung. In diesem Jahr gibt es „Sitting Pretty“ von Amy Rosenthal, die in England als weiblicher Alan Ayckbourn gefeiert wird. Premiere ist am 11. Februar in der Aula an der Geibelstraße 41 in Neudorf.

In „Sitting Pretty“ geht es um die Stenotypistin Nancy und ihre Schwester Nina, eine Kunstdozentin. Auf Anraten Ninas, sie solle sich doch ein kreatives Hobby suchen, begibt sich Nancy auf die Suche, wird dann aber Aktmodell für Zeichenkurse. Ihre Schwester, die mit einigen Beziehungsproblemen zu kämpfen hat, darf von der ungewöhnlichen Beschäftigung nichts erfahren, aber Nancy entwickelt Spaß an ihrem neuen Betätigungsfeld und den Kontakten, die sich daraus ergeben.

Komposition von Marcel Grzeslo

Nicole Winkler, die die Gruppe gemeinsam mit Ulrike Wright leitet, bezeichnet das 1999 im Londoner Chelsea Theater Center uraufgeführte Stück als „Bitter-Sweet-Comedy“, ein Schauspiel, das „viel Humor, aber auch Tiefgang“ besitze. Die Werke von Amy Rosenthal seien in Großbritannien sowohl bei den professionellen Theatern wie bei Amateur-Theatern sehr beliebt.

Der mehrdeutige Titel der Komödie: „Sitting Pretty“ hat nichts mit der Bedeutung ‚sich in einer guten wirtschaftlichen Position zu befinden‘ zu tun. Es geht vielmehr um das ‚Sich Wohlfühlen‘. Das Ende des Stückes soll noch nicht verraten werden. Nur so viel: Das Finale ist versöhnlich.

Auf der Bühne in der Geibelstraße wird ein zehnköpfiges Ensemble aus Studenten zu sehen sein, die zu einer Gruppe von 25 Mitgliedern aus acht Ländern gehören. Die weiteren Mitglieder sind zum Beispiel in der Technik tätig und unterstützen bei den Proben, der Auswahl der Kostüme und beim Schminken. Die Gruppenmitglieder kommen aus Ägypten, Bangladesh, China, Deutschland, Indien, Kanada, Litauen sowie Nepal und studieren zum Beispiel Medienwissenschaften oder Maschinenbau. Einige der Akteure sind aus purer Leidenschaft für das Theater dabei, andere nutzen das akademische Projekt um englische Sprachpraxis nachweisen zu können.

Wie auch in den Vorjahren erklingt während der Aufführung Musik, die speziell für diesen Anlass komponiert wurde. Marcel Grzeslo, der in Duisburg NanoEngeneering studiert, hat Klaviermusik geschrieben, die als Einstimmung in das Stück oder auch als Zwischenspiele für die Szenenwechsel gedacht ist.

Um die Aufführung genießen zu können empfiehlt Regisseurin Nicole Winkler „gutes Oberstufen-Englisch“. Im Programmheft der Aufführung findet sich aber auch eine deutsche Inhaltsangabe, die den Besuchern die Orientierung innerhalb der Aufführung erleichtern soll.