Bildung in den Tank
06.08.2008 | 17:35 Uhr 2008-08-06T17:35:55+0200VHS präsentiert Programm für kommendes Herbstsemester.1100 Veranstaltungen können ab 25. August belegt werden
"Bildung muss immer wieder neu getankt werden." Eine schöne Metapher, die VHS-Direktor Gerhard Jahn für die Präsentation des neuen Programmes da gefunden hat. Wobei er vergaß, einen Vorzug hinzuzufügen: Während das Benzin gewordene Öl in Fahrzeugtanks meist rasch wieder zur Neige geht, ist Bildung der einzige Rohstoff, der sich bei Gebrauch vermehrt.
Anreiz genug, einen Blick ins Angebot der Volkshochschule für das Herbstsemester zu werfen. Einmal mehr kann aus einem breitgefächerten Themenspektrum mit insgesamt fast 1100 Veranstaltungen gewählt werden. Von den Grundlagen des Buddhismus bis zur Kulturgeschichte des Glücks, von Möbeldesign bis Marketing-Strategien, von Yoga bis zur jamaikanischen Küche. Sprachkurse sind unverändert die stärkste Säule; sie machen rund die Hälfte des zeitlichen Gesamtvolumens von fast 40 000 Stunden aus.
Zwei Neuzugänge kann die VHS zum Semesterstart am 25. August vermelden. Zum einen das Projekt "Art brut". Hierbei handelt es sich um ein Projekt, bei dem sich geistig-behinderte zusammen mit nicht behinderten Menschen künstlerisch entfalten können.
Zum anderen bietet die VHS erstmals Seminare zum Profil-Pass an. Dieser erfasst neben schulischen und beruflichen Qualifikationen auch soziale Kompetenzen, wie etwa ehrenamtliches Engagement, und kommt bundesweit zur Anwendung. "Mithilfe des Passes kann man anderen, vor allem aber sich selbst zeigen, welche Fähigkeiten man besitzt", so Jahn. Als eines von fünf sogenannten Dialogzentren in NRW darf die Duisburger VHS den Pass ausstellen.
Der Umfang des Angebots entspreche dem des Frühjahrssemesters, teilte Michael Fastabend, VHS-Leiter Mitte-Süd, mit. Man könne noch mehr anbieten, "aber schließlich spüren auch wir die Haushaltskonsolidierung." meinte Jahn. Die Kursgebühren reichen von 5 bis 170 Euro. Für Schüler, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende sowie ALG II-Empfänger gibt es zwischen 25 und 50 Prozent Ermäßigung.
Bei der VHS rechnet man damit, dass die durchschnittlich 27 000 Anmeldungen der Vorjahre wieder erreicht werden. Das Programmheft wird ab heute im ganzen Stadtgebiet an städtischen Einrichtungen (VHS, Bezirksämter), Sparkassen, Buchhandlungen, etc. ausgelegt. hbm

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