Bilanz nach Karneval: betrunkene Jugendliche, weniger Müll

Foto: Lars Fröhlich
Was wir bereits wissen
Knapp 40 Tonnen Müll hinterließen die Jecken auf Duisburgs Straßen. Das Jugendamt kümmerte sich um 25 betrunkene Jugendliche.

Duisburg.. Die Narren haben bei diesem Straßenkarneval weniger Dreck hinterlassen: Bei den sieben Umzügen im gesamten Stadtgebiet sowie der Altweiber-Party auf dem Kometenplatz in Aldenrade fielen 39,7 Tonnen Müll an. Im Vorjahr waren es noch 41 Tonnen. Diese Zahlen nannten die Wirtschaftsbetriebe (WBD) gestern auf WAZ-Anfrage.

Beim großen Rosenmontagszug durch Neudorf und die Innenstadt waren es allein 14 Tonnen Müll, erklärte WBD-Sprecherin Silke Kersken. Tags zuvor in Serm waren es sechs Tonnen.

Der ganze Müll landete in der Verbrennungsanlage

„Diese beiden Werte lagen über dem Niveau von 2014“, so Kersken. Weil bei den anderen fünf Zügen (Hochheide, Wehofen, Meiderich, Hamborn sowie Neumühl) aber weniger Dreck hinterlassen wurde, sank das Gesamtaufkommen. 32 WBD-Mitarbeiter waren am Montag von 13 bis 19.30 Uhr im Säuberungseinsatz. Der Unrat wurde gestern von Hochfeld in die Müllverbrennungsanlage transportiert.

Zwei Jugendliche kamen betrunken ins Krankenhaus

Auch Kräfte des Ordnungsamtes waren an allen Tagen unterwegs. Sie stellten bei Jugendschutzkontrollen laut Stadt 45 Liter Schnaps und 600 Zigaretten bei Kindern und Jugendlichen am Rande der Zugstrecken sicher. 25 junge Leute waren derart stark alkoholisiert, dass sie dem Jugendamt übergeben werden mussten. Zwei weitere mussten sogar in ein Krankenhaus. Es wurden 51 Verwarnungsgelder erhoben und acht Ordnungswidrigkeits-Verfahren eingeleitet – letztere vor allem gegen „Wildpinkler“.