Bettensteuer und Pläne für Hotel-Neubauten belasten Hoteliers in Duisburg
15.03.2011 | 17:19 Uhr 2011-03-15T17:19:00+0100
Duisburg. Fünf Prozent Bettensteuer auf Übernachtungen in Duisburg machen sich für die Hoteliers bemerkbar: Einige Firmenkunden haben sie bereits verloren. Die Duisburger Hoteliers kämpfen um ihre Auslastung – und zweifeln am Sinn geplanter Hotel-Neubauten.
Zwei oder gar drei neue Hotels sollen in Duisburg entstehen – das war die Botschaft von der internationalen Immobilienmesse Mipim in Cannes. Keine Chance auf Realisierung, schon gar nicht in Zeiten von Bettensteuer , heißt es bei den heimischen Hoteliers.
Eigentlich sind sie Konkurrenten, aber wenn’s um die Bettensteuer geht, ziehen neun Hoteliers (mit zusammen zwölf Hotels) an einem Strang. Erste Aktion: Ein professionelles Faltblatt fürs Kopfkissen der Gäste, das in Deutsch und Englisch Ross und Reiter nennt: SPD, Grünen und Linken im Rat der Stadt sei es zu verdanken, dass die Übernachtungen in Duisburg teurer wurden. Mit dabei: die Adresse des Steueramtes für formlose Anträge auf Rückerstattung. Je nach Verlauf der Klage gegen die Übernachtungsabgabe sei mit einer Rückerstattung zu rechnen.
Bettensteuer schreckt besonders Firmen ab
Zwei Firmenkunden habe er bereits verloren, klagt Oliver Sprünken, der in Duisburg die Hotels Plaza (vier Sterne) und Regent (drei Sterne) betreibt, sowie zwei weitere Hotels an den bettensteuerfreien Standorten Düsseldorf-Kaiserswerth und Ratingen-Lintorf. Fünf Prozent Bettensteuer mache auf den ersten Blick nicht viel aus, summiere sich aber bei Firmenkunden, die jährlich 1000 Übernachtungen buchten: „Die Firmen empfinden das als Strafsteuer. Wir haben hier in Duisburg eine ziemlich preisempfindliche Kundschaft.“
Schon jetzt liege die Auslastung der Duisburger Hotelbetten bei 36 Prozent. Touristenziele wie Köln oder gar Hamburg kämen auf 60 und sogar 85 Prozent. Sprünken: „Das Hotelgeschäft dümpelt hier vor sich hin.“ Eine gute Auslastung gebe es dank der Geschäftskunden allenfalls an Wochentagen, das Wochenendgeschäft sei seit dem „Aus“ für das Musical „Les Misérables “ undankbar: „Privatreisende kommen nicht nach Duisburg.“ Und Firmen rechnen mit jedem Cent und weichen vor der Bettensteuer aus in die Nachbarstädte.
Daher zweifelt Sprünken an der Realisierbarkeit weiterer Hotelpläne: „Duisburg ist für keinen Betreiber interessant.“ Am Stadion habe man ein Hotel geplant, am Innenhafen (Eurogate) ebenso, aber keines der Vorhaben sei realisiert worden. Die Bettensteuer bedeute einen „weiteren Imageschaden für Duisburg“. Und unterm Strich ein Einnahmeverlust für die Stadt, denn jeder Hotelgast gebe durchschnittlich 30 bis 40 Euro aus, fürs Essen, Friseur, Shoppen oder Taxi.

15:20
Das Hotel am Sittardsberg, abgesehen von der dezentralen Lage, gerade mal ein 3 Sterne Haus, verlangt während der Messezeiten weit über 600 Euro pro Nacht und Zimmer.
Kein Wunder, dass die Kunden nicht mehr kommen.
20:55
Vielleicht sollten die Hoteliers verstärkt FDP wählen.
Die Erleichterungen hat man natürlich nicht an die Gäste weitergegeben.
Wie heißt es so schön: Jammern ist der Gruß des Kaufmanns.
12:40
@#6 von eiwoisserden , am 16.03.2011 um 12:20
zu: und zweifeln am Sinn geplanter Hotel-Neubauten
Duisburg ist jetzt Traumstadt[1] und daher brauchen wir ganz schnell ganz viele Hotels. Daran darf jetzt nicht gezweifelt werden[2], denn sonst wird tom009 und die anderen Sauerlandfreunde schnell böse.
_______
[1] http://www.xtranews.de/2011/03/16/brandneu-ausgeforscht-duisburg-ist-jetzt-traumstadt/
[2] http://www.xtranews.de/2011/03/13/duisburgs-forster-plan-ein-hutchen-spiel/
.
12:22
@#5 von tom009 , am 16.03.2011 um 12:05
Zu: warum ziehen sie nicht weg????
Wenn die klugen Menschen wegziehen, wäre dies ein Imageschaden für Duisburg.
Waren Sie hier auch dabei: CDU Duisburg-Rheinhausen huldigt OB Adolf Sauerland[1]?
Oder haben Sie einen Treueschwur für Sauerland[2] geleistet?
________
[1] http://bit.ly/gbbr0N
[2] http://bit.ly/fPB3p8
.
12:20
und zweifeln am Sinn geplanter Hotel-Neubauten
frage ist ja wer da die neuen abschreibungsruinen hinsetzt
hin und wieder steckt ja hinter dem investor auch ein bauunternehmer der dann gleich zweimal verdient
1. ueberzogene erstellungskosten
2. verlustabschreibung
ist doch mehr geld mit zu verdienen
den staat zu besch******
als mit ehrlicher arbeit
12:05
heinzk1
ja ja die böse böse duisburger cdu bzw sauerland.
mein gott wie frustriet sind sie eigendlich.
haben sie nur die cdu im kopf
anscheinend.
warum ziehen sie nicht weg????
aber lästern und meckern ist ja viel einfacher.
und die spd in duisburgist auch nicht viel besser.
millionengrab u-bahn
tamhat auch jede menge steuergelder gekostet.
stadtteil schwimmbäderauch so ein spd ding
verwahrlosung der mercartorhalleauch spd
eurogate am holzhafenauch so ein ding das die spd nicht auf die reihe brachte.
multi casa wollte die spd ja auchohne rücksicht auf die innenstadt.
und zu letztden hbfspd war in 30 jahren nicht in der lage die db dazu zubewegen den hbf zu sanieren.
frage mich was hat die spd überhaupt mal positiv gemacht??????
also mal ganz still sein.
11:27
Zu. Die Bettensteuer bedeute einen „weiteren Imageschaden für Duisburg“.
Imageschaden für Duisburg?
Und da haben wir sie wieder, diese CDU-Imageschaden für Duisburg-Keule.
Als im Sommer ein Imageschaden für Duisburg verhindert werden sollte, kostete dies 21 Menschen das Leben.
Dann dieser OB. Er will (über Florida?):
Duisburg aus dem Imagedilemma befreien (14.01.2011, Oliver Schmeer)[1]
Vielleicht sponsert das Hotelgewerbe den nächsten Neujahrsempfang für den Oberbürgermeister, denn
... Seit 2005 gibt es den von OB Sauerland eingeführten Stadtempfang, stets an wechselnden Orten. Und der hängt von den Sponsoren ab, die der klammen Stadt den Empfang ausrichten. Diesmal waren dies die Hellmich-Gruppe und Schauinsland-Reisen, dessen Firmenchef Gerald Klassner (16.01.2011, Oliver Schmeer)[2]
Sponsern statt Bettensteuer
Ohne Investionen läuft doch nichts in Duisburg, und nicht vergessen. Beim Sponsorengespräch mit dem OB bitte die Presse einladen, denn der OB lässt sich gerne photographieren. ;-)
_______
[1] http://bit.ly/g1N3gQ
[2] http://bit.ly/fCnp1H
.
11:07
Tja über die Bettensteuer jammern, aber über das Geschenk der FDP schweigen.. so kennt man sie.
Ich habe Mitleid mit den armen Hotelbesitzern. Viele mussten im Februar auf den Kauf der Zweitrolex verzichten...
11:04
Das gejammer ist doch hasugemacht.
Welches Hotel hat durch die Mehrwertsteuersenkung, wie versprochen, zusätzliche Investitionen gemacht oder gar die 12%ige Preissenkung an den Kunden weiter gegeben?
Wenn ich mir das Preisniveau in Duisburg ansehe, dann stimmen Preis und Leistung nicht.
Das ohne Marketing die Leute nicht in einem Duisburger Hotel übernachten, ist doch auxch selbst verschuldet.
Wer sich auf den Messen ausruht, wir nie besser ausgelastet sein.
Um die Grundkosten auch am Wochenende einzufahren geben Hotels in anderen Städten bis zu 80 %ige Rabatte!
Das das Hotel-Kartell keine weiteren Konkurenten wünscht ist klar, aber die Hotelgäste an der Nase herum zu führen und zu instrumentalisieren, ist heuchlerisch.
Zumindest die Deutschen Gäste wissen um das Steuergeschenk, von dem nur die Hoteliers profitieren.
09:52
„Privatreisende kommen nicht nach Duisburg.“?????
Obwohl DU in aller Munde ist?