Betrunkener klammerte sich an Lok fest
10.10.2008 | 20:58 Uhr 2008-10-10T20:58:42+0200LEBENSGEFAHR. 33-Jähriger sprang im Düsseldorfer Hauptbahnhof auf eine Lokomotive und überstand kilometerlange Fahrt mit Tempo 120.
Einen ganz starken Schutzengel hat ein 33-jähriger Duisburger am Donnerstagabend gehabt. Der Mann war im Düsseldorfer Hauptbahnhof auf die anfahrende Lokomotive des Regionalexpress (RE) 3 gesprungen. Der alkoholisierte Mann klammerte sich an der Einstiegstür für den Lokführer fest und überstand die Fahrt mit Tempo 120 bis zur Vollbremsung zwischen Düsseldorf-Zoo und -Rath. Auf ihn warten jetzt drei Anzeigen der Deutschen Bahn.
Offenbar hatte der 33-Jährige die Abfahrt des Regionalexpress von Düsseldorf nach Dortmund verpasst. In der Vernehmung gab er an, er hätte Sorge gehabt, dass er sonst nicht mehr nach Duisburg kommen würde . . .
Der Mann war kurz vor 22 Uhr vom Bahnsteig auf die seitlichen Stufen an der Lok, die die Waggons schob, gesprungen. Dort klammerte er sich an den Haltegriffen fest und überstand mit Glück das hohe Tempo wie auch die dicht an den Gleisen stehenden Signalmasten und Tunnel.
Im Düsseldorfer Hauptbahnhof hatte ein Sicherheitsmitarbeiter die lebensgefährliche Aktion beobachtet. Er informierte sofort den Zugbegleiter und dieser den Lokführer. Vor dem Bahnhof Düsseldorf-Rath kam der Regionalexpress per Nothalt zum Stehen.
Die Zugbegleiter holten den blinden Passagier in den Zug, und die Fahrt wurde nach mehreren Minuten fortgesetzt. In Duisburg wartete dann schon die Bundespolizei auf den angetrunkenen Mann. Bundespolizei-Sprecher Stefan Beckmann: "Das war ein lebensgefährliches Verhalten."
Das erste ist jetzt ein Ordnungswidrigkeitsverfahren, das zweite eine Strafanzeige wegen Schwarzfahrens. Und geprüft wird eine weitere Strafanzeige wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Zugverkehr. (ama)

18:05
Das scheint ihm gut gefallen zu haben. Ich würde ihm einen Tag lang an der Lok mitfahren spenden. Einfach draußen dran binden und dann einen Tag durch Deutschland fahren lassen. Macht der garantiert nie wieder. Zumindest nicht freiwillig.
05:42
kein Wunder bei den Fahrpreisen. Fast wie in der dritten Welt.
22:44
Tja, so irrsinnig es sich anhört, aber die Strafverfolgungsorgane - hier die Bundespolizei - sind dazu verpflichtet, jede bekannt gewordene Straftat zur Anzeige zu bringen, auch wenn nur ein vager Verdacht besteht. Schwarzfahren ist nun mal auch eine Straftat (Erschleichen von Leistungen), und muss somit in den Gesamtsachverhalt aufgenommen werden. Was letztendlich daraus wird, entscheidet die Staatsanwaltschaft bzw. letztendlich das Gericht. Selbige würde auch gegen die Bundespolizei ermitteln, würde eine bekannt gewordene Straftat nicht anzeigen. Das würde sich dann Strafvereitelung im Amt nennen... Und zum letzten Satz von Coco aus DU: Selbst in einem solchen Fall müsste die Ermittlungsbehörde einem solchen Verdacht nachgehen, wenn davon auszugehen wäre, dass der Terrorist keinen gültigen Führerschein für den LKW gehabt hätte... Auch wenn sich das nun alles schwachsinnig anhört, aber so ist das nun mal in Deutschland geregelt...
08:58
Das kann nicht ernst gemeint sein, dass die fehlende Fahrkarte bei so einer hirnrissigen Aktion Auslöser wird, dem Kerl ein Schwarzfahrer Verfahren anzuhängen....
Vielleicht sollte man in Zukunft auch verhaftete Terroristen überprüfen, ob sie den Lastwagen mit Sprengstoff denn mit gültigem Führerschein vor die Gebäude fahren oder man noch ein paar Euro Strafe von denen kassieren kann.
Leute, Leute.......
07:54
Die Anklage wewgen Schwarzfahren kann fallen gelassen werden. Wie soll der Mann denn bezahlen, wenn außerhalb des Zuges keine Automaten hängen. Oder hat neuerdings der Lokführer Fahrscheine vorrätig?
23:44
Das Glück ist mit den Doofen.....
21:16
Anzeige wegen Schwarzfahren? Hat tatsächlich nach der Aktion noch ein Bundespolizist nach dem Fahrausweis gefragt? Hatte bestimmt vergessen das Zusatzticket für die 1. Klasse zu stempen ;-)
Aber was Leute im Suff nicht alles machen. Ich hab zwar auch schon bei Kneipentouren viel Alkohol getrunken aber bislang hat es nicht gereicht, um auf solch depperte Gedanken zu kommen......