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Betriebsrat - Walsumer Papierfabrik "in einem Super-Zustand"

30.03.2016 | 07:00 Uhr
Betriebsrat - Walsumer Papierfabrik "in einem Super-Zustand"
Feinstes Papier auf tonnenschweren Rollen steht am Ende des Produktionsprozesses bei Walsum Papier.Foto: Udo Milbret

Duisburg.  Produktion bei Walsum Papier läuft. Werk in Walsum ist lieferfähig. Anlagen sind in einem guten Zustand. Wegen einer Landesbürgschaft wurde angefragt.

Hackschnitzel, Berge von hölzernen Hackschnitzeln stehen am Anfang der Produktion bei Walsum Papier, dem Werk, das um seine Zukunft ringt. Und um die Zukunft dessen, was aus dem Holzabfall aus Sägewerken am Ende einer komplexen Produktion wird: edles Papier, wie es unter anderem für hochwertige Druckprodukte gebraucht wird.

40 bis 50 Lkw rollen täglich auf den Hof des Papierwerkes am Rhein, das zum zweiten Mal Insolvenz anmelden musste. „Die Fabrik ist in einem Super-Zustand“, ist Betriebsratsvorsitzender Jürgen Strauß von der Leistungsfähigkeit „seines“ Werkes überzeugt. „Wir produzieren voll“, sagt er, schließlich sind auch die Kunden zu überzeugen. Beispielsweise durch einen Blick in die riesige Halle, in der die tonnenschweren Rollen mit feinsten Papier sich bis unter die Decke türmen. Lieferfähig? Daran gibt’s keinen Zweifel. 7500 bis 12.000 Tonnen liegen immer bereit. Und mehr als 500 Tonnen können täglich neu produziert werden.

Hannelore Kraft wird sich schon melden

Denn das Werk läuft, nachdem es einen kurzen Stillstand im Zusammenhang mit der zweiten Insolvenz gegeben hatte. Es läuft auf Hochtouren. Es ist warm in den Hallen, es ist laut, Motoren, Rohrleitungen, gigantische Maschinen bestimmen das Innenleben der Hallen, Menschen machen sich rar im modernen Betrieb. Wo die Hackschnitzel gemahlen, mit Wasser zu einem Teig vermischt, anschließend gebleicht werden, wo Zellstoff, ein weiteres Ausgangsprodukt, gelöst wird. Mit hohem Druck wird die Masse in die eigentliche Papiermaschine gepresst, ein 100 Meter langer und haushoher Koloss aus purer Technik, Walzen, Rollen, außen Treppen, hier und da eine Klappe für den raren menschlichen Eingriff, wenn’s einmal notwendig sein sollte. Darin wird entwässert, gepresst, getrocknet. Und geprüft. Kameras entdecken jeden Flecken, jedes Loch in der feinen Bahn, die noch einmal mit einer weißen Masse eingestrichen wird, noch einmal getrocknet wird, um am Ende in einem weiteren technischen Prozess zu dem Hochglanz kommt, die der Kunde am hochwertigen Papier so schätzt.

Nach dessen Vorgaben werden die fertigen Papierrollen anschließend auf die Breite geschnitten, die für das spätere Druckprodukt gewünscht ist. Und dann geht’s in die große Halle, zu all den Papierrollen, die auch für die Auslieferung bereit stehen.

Damit die Produktion in Walsum auch morgen und übermorgen so rund läuft, kümmert sich der Betriebsratschef auch um die Finanzen, hat Ministerpräsidentin Hannelore Kraft schon wegen einer Landesbürgschaft angeschrieben. „Ich gehe davon aus, dass sie sich meldet“, ist er zuversichtlich.

Willi Mohrs

Kommentare
30.03.2016
09:23
Betriebsrat - Walsumer Papierfabrik "in einem Super-Zustand"
von Augenmerk | #1

Landesbürgschaften haben niemals einen (betriebs)wirtschaftlichen Hintergrund. lediglich einen (struktur-)politischen. Fakt ist. das Unternehmen...
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2 Antworten
Betriebsrat - Walsumer Papierfabrik "in einem Super-Zustand"
von Raspberry | #1-1

Ich schenke dem keinerlei Beachtung, da Frau Kraft bei solchen Dingen grundsätzlich untertaucht. Aussitzen bis diese Firma pleite ist und dann auftauchen und sagen" och.. hätte ich das eher gewusst"

Betriebsrat - Walsumer Papierfabrik "in einem Super-Zustand"
von duke-70 | #1-2

Lieber Augenmerk,
ich sag es mal so: Einfach mal Ahnung haben, wenn man nicht schweigen kann oder will.
Vielleicht mal auf die Seite der NRW Bank schauen. Dann sich informieren, warum ein Unternehmen in eine Schieflage geraten ist. Wenn dieses Unternehmen sich dann 9 Monate in der vorl. Insolvenz hält, mehrere Interessenten hat, dann aber vorsätzlich in eine zweite Insolvenz geführt wird, sagt das mal gar nichts über ein Geschäftsmodel oder den Wettbewerb aus. Eher über kriminelle Machenschaften, um die sich hoffentlich die Staatsanwaltschaft kümmern wird. 270 Arbeitsplätze sind es Wert unterstützt zu werden, denn Duisburg ist gebeutelt genug, oder? Upps und da wären wir im Zweifel ja auch bei der Struktur unseres Landes. Arbeitslosenquote: NRW 10%, Duisburg 15,9%. Also bitte das nächste Mal erst informieren und dann kommentieren. Ein bisschen Respekt für 270 Frauen und Männer die für sich und ihre Familien kämpfen wäre auch angesagt.

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Betriebsrat - Walsumer Papierfabrik "in einem Super-Zustand"
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2016-03-30 07:00
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