Betriebsrat fordert bessere Kommunikation

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Der Konzernbetriebsrat von Thyssen-Krupp zeigt sich zufrieden mit der hohen Beteiligungsquote an der ersten globalen Mitarbeiterbefragung des Konzerns, sieht aber auch Handlungsbedarf.

„In Deutschland und Europa ist diese hohe Beteiligung auch ein Stück weit den lokalen Betriebsräten zu verdanken. Sie haben in den Betrieben aktiv zur Teilnahme ermuntert, dazu beigetragen, Ängste und Sorgen vor mangelnder Anonymität abzubauen und den Befragungsprozess tatkräftig unterstützt“, sagt Betriebsrats-Chef Willi Segerath.

Ab Ende Januar werden alle Ergebnisberichte vorliegen. Nach Ansicht von Segerath beginnt dann die eigentliche Arbeit: „Die Befragung wird erst dann zum Erfolg, wenn die Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben Veränderungen feststellen. Wir werden alles daran setzen, dass dies auch geschieht. Diese nötigen Veränderungen möchten wir im Dialog mit dem Arbeitgeber voranbringen und zum Wohle der Kolleginnen und Kollegen gestalten. Wir werden die Ergebnisse der Befragungen daher nun sehr genau unter die Lupe nehmen und analysieren, wo der Schuh drückt. Denn nun gilt es, die richtigen Maßnahmen abzuleiten.“

Ein Ergebnis der Befragung ist aus Sicht der Arbeitnehmervertreter, dass „nur“ 61 Prozent der Befragten bei Thyssen-Krupp den Entscheidungen der Führungskräfte vertrauen. Segerath identifiziert hier ein erstes Handlungsfeld. Auch in der direkten Kommunikation zwischen den Mitarbeitern und den Führungskräften bestehe noch Luft nach oben.