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Stadtentwicklung

Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners

09.04.2012 | 15:11 Uhr
Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners
Carsten Tum, neuer Planungsdezernent und Chef im Stadthaus.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.   Carsten Tum ist als Nachfolger von Jürgen Dressler neuer Planungsdezernent in Duisburg. Er sieht Duisburg stadtplanerisch auf einem guten Weg. Den will er fortsetzen - zum Beispiel mit Unterstützung für das geplante Factory Outlet Center.

Was plant Duisburgs neuer Oberplaner? Seit Monatsanfang ist Carsten Tum als Nachfolger von Jürgen Dressler Planungsdezernent. Seine erste Bestandsaufnahme nach den ersten Amtstagen: „Duisburg ist auf einem guten Weg.“

Brüche in der Stadtentwicklung sind daher nicht zu erwarten, in wesentlichen Themen setzt Tum, vorher Planer in Gladbeck, auf Kontinuität.

Beispiel Factory Outlet Center (FOC) in Hamborn : „Da stehe ich absolut hinter“, sagt Tum, der seit 22 Jahren in Röttgersbach wohnt. Das Einkaufszentrum sei ein „Riesengewinn“ insbesondere für die nördlichen Stadtteile, aber auch für die Gesamtstadt, weil Kaufkraft gebunden und neue gewonnen werde. Tum: „Es ist eine gute Idee, das FOC dort anzusiedeln.“

Möbelhäuser als "großer Zugewinn" für die Stadt

Beispiel Möbelzentren: Sowohl Krieger am Bahnhof als auch Ostermann in Meiderich könnten für Duisburg „großen Zugewinn“ bringen, wiederum gehe es um ein Plus bei der Kaufkraft.

Die StÄrken
Innenhafen und mehr

Den Innenhafen, die in Teilen schon erneuerte Innenstadt, den Landschaftspark hebt Tum als positive Seiten Duisburgs, die er auch Gästen gerne zeigt, besonders hervor: „Das kann man doch vorzeigen, wir brauchen uns nicht zu verstecken“, ist seine feste Überzeugung.

Gute Perspektiven verbindet Tum auch mit dem geplanten Büro-Quartier direkt am Hauptbahnhof , allein schon durch den kurzen Weg zum Flughafen: „Man kann von Düsseldorf profitieren“, sieht Tum die Nähe als Chance.

Nach beruflichen Stationen in Oberhausen, beim Kommunalverband und in Gladbeck sieht sich der geborene Hamburger in Duisburg angekommen: „Endlich am Wasser.“ Zum Rhein hin will er die Stadt noch stärker orientieren. Ruhrort beispielsweise sei es mit seiner einzigartigen Lage wert, „gepflegt und weiterentwickelt zu werden“.

Einen Schwerpunkt seiner künftigen Arbeit sieht Tum in der Schaffung von attraktiven Wohngebieten – nicht nur durch Neubau, sondern vor allem auch durch Veränderungen im Bestand. Seine doppelte Zielvorgabe umreißt er so: „Die Menschen, die hier sind, sollen bleiben wollen, andere sollen kommen wollen.“

Duisburgs Baustellen und der Stadtnorden

Attraktive Neubaugebiete erschließen, aber auch bestehende Wohnquartiere erneuern

Dafür müssten attraktive Neubaugebiete angeboten werden, beispielsweise auf Teilen früherer Bahngelände wie in Wedau, wo hochwertiges Bauen – wie etwa schon am Angerbogen erfolgreich erprobt – möglich sei.

Andererseits müsse aber auch in bestehenden Wohnquartieren „eine Menge an Erneuerung“ geschehen. Wobei er die Möglichkeiten von Abriss und Neubau nicht ausschließt. Die Leerstandsquote für Wohnraum in Duisburg sei sehr hoch , das Schrumpfen der Einwohnerzahl „nicht gänzlich“ aufzuhalten, aber darin liege auch ein Chance für Neues, erklärte Tum.

Es sei durchaus sinnvoll, nicht erhaltenswerte Gebäude zu entfernen und damit Platz zu schaffen für neue, zeitgemäße Wohnungen, für Gewerbe oder auch für Grünflächen wie derzeit in Bruckhausen praktiziert: „Das unterstütze ich absolut“, betonte der Dezernent im Gespräch mit der WAZ: „Wir werden weniger.“

Aufgabe der Stadtplanung sei es, rechtzeitig und richtig den Schrumpfungsprozess zu gestalten, damit Wohnquartiere, Infrastruktur und Einzelhandelsangebot attraktiver werden. Kurze Wege zum Einkaufen, zu Kultur- und Bildungsangeboten machten die Stadt attraktiver für Bürger, die einst abgewandert sind aufs Land: „Ich bin froh, in einem Stadtteilzentrum zu wohnen, wo ich morgens zu Fuß Brötchen holen kann.“

Willi Mohrs

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Kommentare
24.04.2012
10:47
Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners
von Mattern1964 | #11

Ja auch Herr Tum weiss anscheinend nicht was er tun soll.und wieder mal einer von der SPD..direkt aus dem Röttgersbach..ach ja da wohnt doch auch der SPD Nachbar und Befürworter des FOC Herr Frank Börner.So sieht Politik im Duisburger Norden aus...Menschen vertreiben..alte Menschen werden nach dem Umzug den Sie nicht verkraften werden versterben und man jammert noch das immer mehr Menschen Duisburg meiden und das nennt man hier Politik!Hier wird sich leider nichts ändern in dieser mit Freizeitpolitikern besetzten Stadtspitze.

Glück Ab

11.04.2012
14:54
Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners
von GregHouse | #10

Kleiner Nachtrag: Man kann ja in Bruckhausen und Hamborn die Broschüre "Besser Wohnen mit Tum" verteilen, zusammen mit der Apothekenumschau.

11.04.2012
12:33
Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners
von hercules150 | #9

Was der Bürger/inen braucht ist Lebensqualität, diese wird kaum durch ein Möbelmarkt nach dem anderen enstehen. Auch nicht durch ein FOC und Vertreibung von Bürgern/inen
aus ihren Quatieren. Grüngürtel=Lügengürtel. FOC gleich eine hohe Beeinträchtigung der
Menschen die in der Nähe wohnen, da hohes Verkehrsaufkommen mit Lärm und Feinstaub verbunden ist. Duisburg und seine Politiker und der Typ passt dazu sind der Untergang von Duisburg. Kein Wunder das die Bevölkerung davon läuft.

10.04.2012
23:49
Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners
von pejadu11 | #8

Aus Hamburg? Endlich am Wasser angekommen? Hört sich gut an: Duisburg ist die einzige Stadt mit einer "Waterfront" die ich kenne, die es in den letzten Jahren nicht geschafft hat aus dieser "Waterfront" Kapital zu schlagen. Egal wo man hinschaut sind in den letzten Jahren in diesen Städten aus alten Strukturen tolle neue entstanden - nur in Duisburg nicht. London - Antwerpen - Düsseldorf - Rotterdam...Alle schaffen es nur wir nicht. Kann es sein, dass man in Duisburg seit Jahrzehnten den falschen karierten Hunden hinterherläuft? Schwerindustrie, Chemie, Logistik, zwischendrin auch mal ein Musical was passenderweise les Miserables heisst, jetzt also Möbelriesen und Outletbrachen? Anscheindend sind wir hier magnetisch für all das was andere nicht wollen - kein Wunder also dass es mit Duisburg nichts wird.
Sieht so aus, als wenn Herr Tum das auch nicht ändern wird.

10.04.2012
20:10
Wir tanzen unseren Stadtnamen und freuen uns gaaanz doll....
von Zentrum | #7

„Duisburg ist auf einem guten Weg / FOC – da stehe ich absolut hinter, ist ein Riesengewinn / Möbelhaus Krieger am HBF ist ein großer Zugewinn / Büro – Quartier am HBF = gute Perspektive“ blablablabla – man könnte annehmen Tum ist auf einem guten Weg ein Riesen- und Zugewinn mit selten guten Perspektiven in der Nachfolge des Duisburger Starplaners Sör Norman Dressler zu werden.

Der Baudezernent und Stadteuphoriker aus Röttgersbach kommt kommunikativ leicht NLP-geschädigt rüber.

Mit solchen Experten werden in Duisburg demnächst auch falsch verlötete Kubuskäfige als total sinnvoll und mordsmäßig wegweisend und als einmalig knorke Ergänzung vom tigger und törtel extrapoliert.

Wie cool, die Vorkommentatoren von vor mich hier haben sehr unglaublich schön recht.

Glückauf

10.04.2012
17:31
Bevor Herr Tum gewählt wurde
von rschulz3 | #6

habe ich hier vor ihm gewarnt. Aber den üblichen Spruch bekommen:Erst mal schauen usw.
Nee, eben nicht erst mal schauen, sondern ihn nicht wählen, wäre die Alternative gewesen. Dieser Mann wohnt 22 Jahre hier. Er hatte also genug Zeit sich die Bedingungen anzusehen. Er ist in der SPD aktiv, hatte also genug Zeit mit dem Genossen Dressler fachzusimpeln.
Was hat er die ganze Zeit nur gemacht?
Zumindest anscheinend fachlich nicht viel. Das was oben im Artikel beschrieben wird, ist unglaublich wenig. Mit so einer "Bewerbung" wäre er überall durchgefallen.
Aber der Duisburger Rat lernt es wohl nie.
Das kann nur heißen, bei der nächsten Kommunalwahl abwählen!
Ich möchte eine lebenswerte Stadt, in der sich endlich mal jemand um ein umfassendes Verkehrskonzept kümmert, in der nicht die Bauherrengesellschaften Städtebau betreiben und überall und nirgends wild gebaut wird, auf Teufel komm raus. Hauptsache die Kohle, bzw. die Anschlussfinanzierung stimmt.
Tum steht nicht für Zukunft!

10.04.2012
11:38
Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners
von jojo2008 | #5

"Wir werden weniger."
Ein Einstand nach Maß, Herr Tum. Bald sindse alleine in Duisburg. -
Aber nich grämen: Sie können ja auf den vielen Trümmergrundstücken spielen - hammwer nachm Krieg auch gemacht. -
Glück ab
Harald Jochums / Archetekt

10.04.2012
10:18
Besseres Wohnen ist oberstes Ziel des neuen Duisburger Stadtplaners
von GregHouse | #4

Dann steht einem weiteren Einwohnerrückgang nichts im Weg. Glück auf, Herr Tum.

10.04.2012
09:07
Gewinn für die nördlichen Stadtteile????
von Ramses007 | #3

Vom Duisburger Norden gibt es super Verkehrsanbindungen in alle Himmelsrichtungen. Ein paar Minuten nach OB, wenn man denn möchte. Mal ehrlich, wer aus dem Norden geht denn nicht gerne zum Wochenmarkt, wenn er mal shoppen möchte. Ein FOC braucht aus dem Norden wohl keiner.
Ein lebenswertes Wohnumfeld besteht nicht aus Einkaufsmöglichkeiten. Am Abend sind im Duisburger Norden die Bürgersteige hochgeklappt, da ist nix. Wen wunderts, wenn die Duisburger wegziehen.
Kültür gibt´s ganz viel.

22 Jahre im Duisburger Norden und nichts kappiert. Null Plan von einer nicht funktionierenden Großstadt, Herr Dezernent? Hauptsache Brötchen holen. Ja, ist sehr wichtig.

10.04.2012
08:27
Kurze Wege zu Kultur- und Bildungsangeboten
von graphos | #2

Welche Kulturangebote? Welche Bildungsangebote? Welche Kultur? Welche Bildung?

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Delfinarium schließen?
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Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen (zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des "Säugetiergutachtens" eingeladen hatte, war auch die Delfinhaltung ein Streitthema (zum Artikel ). Das Delfinarium Duisburg ist aber ein Publikumsmagnet. Was denken Sie?

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