Besser gemeinsam demonstrieren

Die selbsternannten „Retter des Abendlandes“ Pegida laufen zum ersten Mal in Duisburg auf und „spazieren“ unter Polizeibeobachtung durch Straßen der Innenstadt. Die Gegendemonstranten formieren sich nahe dem Kaufhof, auf der Bahnhofsplatte und auf dem Opernplatz. Und die Grünen haben sogar dazu aufgerufen, sich an den beiden größten Aktionen zu beteiligen.

Was sollte das werden? Hatte irgendwer die Parole ausgegeben: Getrennt marschieren, vereint schlagen? Sicher, niemand, der friedlich für Toleranz und Respekt gegenüber Menschen aus anderen Kulturen demonstrieren will, muss sich potenziell gewaltbereiten Leuten anschließen. Aber in diesem Zusammenhang zählt nicht nur die Klasse, sondern auch einmal die Masse.

Schlagen kann man Rassismus und Fremdenfeindlichkeit nur vereint. Auf diesen kleinsten gemeinsamen Nenner, der ein großer gemeinsamer Nenner als Grundlage für unsere Demokratie ist, kann man sich doch wohl noch einigen.

Ansonsten hätte Pegida durch den ersten Auftritt in Duisburg schon einen Teilerfolg errungen. Denn nur ihnen nutzen zersplitterte Gegendemos.

Marschiert die Pegida-Bewegung, wie angekündigt, nächsten Montag erneut in Duisburg auf, sollten sich die Duisburger, die sich gegen Rassismus, Fremdenhass und Menschenverachtung einsetzen, ihr geschlossen entgegentreten. Schließlich muss auch verhindert werden, dass Duisburg für die selbsternannten Patrioten zur Dauerdemo-Hochburg wird.