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Girls Day 2011

Beim Girls Day in Duisburg stehen Frauen an der Fräsmaschine

14.04.2011 | 14:10 Uhr
Beim Girls Day in Duisburg stehen Frauen an der Fräsmaschine
Girls Day bei Siemens in Duisburg: Christian Videberrigain, Auszubildender im 1. Lehrjahr als Industriemechaniker, erklärt den Mädchen das genaue Arbeiten mit Meßwerkzeugen.

Duisburg.   Bei Siemens in Duisburg schnupperten junge Mädchen im Rahmen des Girls Day in klassische Männerberufe rein und versuchten sich unter anderem an der Fräs- oder Bohrmaschine.

Laut einer Statistik aus dem Jahre 2009 leben in Deutschland rund 42 Millionen Frauen. Diese können bei der Berufswahl zwischen 350 Ausbildungsberufen wählen. Ein Großteil beschränkt sich bei der Wahl jedoch auf gut zehn Berufe - technische oder naturwissenschaftliche Betätigungsfelder sind nicht dabei. Das soll der "Girls Day" ändern. Erstmals schnupperten Mädchen auch bei Siemens in Duisburg in klassische Männerberufe rein.

„Wir wollen bei Mädchen das Interesse an technischen Berufen entfachen“, begründet Achim Grafers, Ausbildungsleiter für technisch-gewerbliche Ausbildung den Schritt des Unternehmens. Unter den 40 Gästen, die im Losverfahren aus 110 Bewerbungen ausgewählt wurden, hatten sich dann gestern doch zehn Jungen eingeschlichen. „Das haben wir bewusst gemacht. Auch männliche Jugendliche sollen die Chance haben sich umzuschauen“, erklärt Marcel Hartmann, Ausbilder für Elektrotechnik und Organisator des Tages bei Siemens. Aus dem Girls Day wurde also ein Girls und Boys Day.

"Könnte mir vorstellen in einem technischen Beruf zu arbeiten"

Nach einer sicherheitstechnischen Unterweisung blieb es für die Schüler jedoch nicht nur beim Zuschauen. An vier Stationen in der Ausbildungswerkstatt konnten sie auch selber Hand anlegen. Von den Werkbänken im Elektrobereich bis hin zu den schweren Schweiß- und Fräsmaschinen war Frauenpower äußerst gern gesehen.

 „Wir wurden am Anfang schon beobachtet. Außer uns waren ja auch sonst keine Frauen da“, erzählt Kathrin von der Realschule Wesel-Mitte, die mit 14 Schülern das größte Kontingent stellte. „Ich könnte mir schon vorstellen später einmal in einem technischen Beruf zu arbeiten. Man ist zwar fast nur von Männern umgeben, aber das ist ja auch nicht das Schlechteste“, sagt Annika und grinst.

Rundum Sorglospaket mit T-Shirt und Verpflegung

Rund fünfeinhalb Stunden sind die Schüler bei Siemens unterwegs. „Die Mädels und Jungs bekommen bei uns ein rundum Sorglospaket mit T-Shirt und Verpflegung. Alles was sie angefertigt haben, können sie mit nach Hause nehmen“, berichtet Hartmann. Bei der Fertigung des elektronischen Galgens, des Pferdemodells oder der Schlüsselanhänger greifen die Auszubildenden den Schülern unter die Arme.

Rund 40 von ihnen stellt Siemens jährlich ein. „Wir freuen uns über jede Frau, die bei uns anfängt“, unterstreicht Achim Grafers.

Martin Schroers



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