Bei Pizzaboten in Duisburg fährt die Angst mit
08.02.2012 | 18:57 Uhr 2012-02-08T18:57:00+0100
Duisburg. Bei Anruf Raub – dieses Vorgehen ist kein Einzelfall: Am Montagabend wurde ein 59-jähriger Pizzabote von zwei Männern brutal zusammengeschlagen. Es war der vierte bekannte Überfall in Duisburg auf einen der Lieferanten binnen sechs Monaten.
Am Montagabend wurde in Kaßlerfeld ein 59-jähriger Pizzabote von zwei Männern brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt . Die Täter hatten das Opfer mit einer vorgetäuschten Bestellung in den Hinterhalt gelockt und es mit einem Teleskopschlagstock traktiert. Bei Anruf Raub – dieses Vorgehen ist kein Einzelfall. Im Februar haben zwei unbekannte Männer in Duissern einen Pizzaboten überfallen . Die Kriminellen bestellten den 60-Jährigen zur Mülheimer Straße, wo sie ihm Geld und die Pizzabox raubten. Im Dezember schlugen drei vermummte Männer in Hochfeld zu . Sie bedrohten einen Pizzaboten mit einem Messer und raubten ihn aus.
Erst vor einigen Wochen wurde ein Mitarbeiter der Pizzeria-Kette „Joeys“ ausgeraubt. Am Ende seiner Lieferfahrt kam der Bote ohne die Teigspezialitäten und ohne Wechselgeld zurück. „So etwas kommt leider manchmal vor. Zum Glück sind das aber Ausnahmen. In aller Regel funktioniert das Geschäft: Geld gegen Pizza“, sagt ein Mitarbeiter von Joeys.
Am Montagabend wurde in Duisburg-Kaßlerfeld ein 59-jähriger Pizzabote von zwei Männern brutal zusammengeschlagen und ausgeraubt . Die Täter hatten das Opfer mit einer vorgetäuschten Bestellung in den Hinterhalt gelockt und es mit einem Teleskopschlagstock traktiert. Bei Anruf Raub – dieses Vorgehen ist kein Einzelfall. Im August haben zwei unbekannte Männer in Duissern einen Pizzaboten überfallen. Die Kriminellen bestellten den 60-Jährigen zur Mülheimer Straße, wo sie ihm Geld und die Pizzabox raubten . Im Dezember schlugen drei vermummte Männer in Hochfeld zu. Sie bedrohten einen Pizzaboten mit einem Messer und raubten ihn aus.
Angreifern schutzlos ausgeliefert
Erst vor einigen Wochen wurde ein Mitarbeiter der Pizzeria-Kette „Joeys“ ausgeraubt. Am Ende seiner Lieferfahrt kam der Bote ohne die Teigspezialitäten und ohne Wechselgeld zurück. „So etwas kommt leider manchmal vor. Zum Glück sind das aber Ausnahmen. In aller Regel funktioniert das Geschäft: Geld gegen Pizza“, sagt ein Mitarbeiter von Joeys. Wenn so ein „seltener und ärgerlicher Fall eintritt“, gäbe es für den Boten nicht viel zu machen. „Ich weiß zumindest von keinem Fahrer, der die Salami-Pizza mit Pfefferspray ausfährt“, berichtet Yilmaz Veysel, Inhaber der Pizzeria la Cantonata in Homberg. Allerdings sei seines Wissens nach in den vergangenen Jahren in Homberg auch kein vergleichbarer Fall eingetreten.
Auch Mario von der gleichnamigen Pizzeria (Pizza bei Mario) aus Meiderich berichtet, dass er bisher „Gott sei Dank“ noch nie im Laden oder beim Ausliefern der Pizza ausgeraubt wurde. „Ich weiß aber von einigen Kollegen, dass das immer wieder mal vorkommt“, sagt der Italiener. Dann seien die Lieferanten schutzlos ausgeliefert.
Für Polizei „keine neue Masche“
„Das ist keine neue Masche. Überfälle auf Pizzaboten kommen leider immer wieder mal vor“, sagt Polizeisprecher Stefan Hausch. Dabei sei die Beute der Täter eher übersichtlich. Neben der Teigspezialität mit Tomatensoße kassieren sie häufig nicht mehr als 100 Euro. Hausch bittet die Überfallenen, jeden Fall anzuzeigen. Im Februar 2011 ereigneten sich innerhalb von nur fünf Tagen zwei Überfälle, die aufgeklärt und bei denen die Täter überführt werden konnten.
Wenn so ein „seltener und ärgerlicher Fall eintritt“, gäbe es für den Boten nicht viel zu machen. „Ich weiß zumindest von keinem Fahrer, der die Salami-Pizza mit Pfefferspray ausfährt“, berichtet Yilmaz Veysel, Inhaber der Pizzeria la Cantonata in Homberg. Allerdings sei seines Wissens nach in den vergangenen Jahren in Homberg auch kein vergleichbarer Fall eingetreten.
Keine neue Masche
Auch Mario von der gleichnamigen Pizzeria (Pizza bei Mario) aus Meiderich berichtet, dass er bisher „Gott sei Dank“ noch nie im Laden oder beim Ausliefern der Pizza ausgeraubt wurde. „Ich weiß aber von einigen Kollegen, dass das immer wieder mal vorkommt“, sagt der Italiener. Dann seien die Lieferanten schutzlos ausgeliefert.
Das ist keine neue Masche. Überfälle auf Pizzaboten kommen leider immer wieder mal vor“, sagt Polizeisprecher Stefan Hausch. Dabei sei die Beute der Täter eher übersichtlich. Neben der Teigspezialität mit Tomatensoße kassieren sie häufig nicht mehr als 100 Euro. Hausch bittet die Überfallenen, jeden Fall anzuzeigen. Im Februar 2011 ereigneten sich innerhalb von nur fünf Tagen zwei Überfälle, die aufgeklärt und bei denen die Täter überführt werden konnten.

13:29
Bitte machen Sie sich die Mühe, meine Kommentare auch zu lesenund zu verstehen. Ich zitiere mich ungern selbst, aber:
"Straftaten gehören verfolgt und eben sanktioniert".
Was verstehen Sie an dieser Aussage nicht, dass Sie mir stetig unterstellen, ich würde Verbrechen verharmlosen?
Was ich jedoch begrüße und da gehe ich konform mit Kommentar #1 hier, dass diesen Menschen auch neben der Bestrafung eine CHance geboten werden muss und hier spielt eben auch die Aufarbeitung der Tat und deren Hintergründe eine Rolle. Sie werden dies wahrscheinlich aus Kurzsichtigkeit nicht erkennen, aber diese Täter habe ja Beweggründe für ihre Taten und so lange man diese nicht ändert, ist eine latente Wiederholungsgefahr vorhanden, denn diese Menschen müssen ja nach ihrer Bestrafung wieder auf freien Fuss gesetzt werden.
Da ist es mir persönlich lieber, eine Ex-Täter zu haben, der die Konsequenzen seiner Tat und seine Beweggründe aufgearbeitet hat, als einen potenziellen Rückfälligen, der nur eine paar Monate weggesperrt wurde.
Aber um dies zu erkennen benötigen Sie eben auch eine gewisse Weitsicht, die Ihnen wohl offensichtlich abgeht.
Übrigens: eine dreifache Verwendung von Satzzeichen wie ! oder ?, machen Ihre KOmmentare auch nicht gehaltvoller und unterstützen Ihre kruden Thesen auch nur unwesentlich.
08:42
Es ist doch immer wieder derselbe User, der hier "die armen armen Straftäter" in Schutz nimmt !!! (nicht wahr @Komisch66 ???)
13:23
Die heutige Zeit ist leider so, wie so nun einmal ist. Mit allen Vor- aber auch Nachteilen.
Da finde ich dann vor allem den KOmmmentar #1 sehr gut und aufschlussreich, der uns allen vor Augen führt, wie sich ein Opfer fühlt, aber gleichzeitig auch nicht blind nach Vergeltung durch unsere Justiz brüllt.
Straftaten gehören verfolgt und ebensanktioniert aber immer auch mit Augenmaß und mit dem Blick auf die Hintergründe, die zu solchen Taten führen. Jeder weiß doch, dass ein Pizzabote nicht viel an Beute mit sich führt und wer diese Tat dann trotzdem ausführt, muss ja mehr als nur verzweifelt sein.
@Komisch66
Ja ja ja... immer die gleichen Kommentare von Ihnen: urteilt doch bitte nicht über die armen, armen Straftäter nicht so hart...sie hatten bestimmt eine schwere Kindheit oder kommen aus einem Land, in dem nicht wie in Deutschland Milch und Honig fließen...
Das sind VERBRECHER, die so etwas tun!!! Geht das endlich mal in Ihr Hirn ???!!!
13:08
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12:54
Als Mutter eines überfallenen Pizzaboten, der neben der Schule gejobbt hat, bin ich froh dass man die Täter fassen konnte. Schlimm war nur, dass es ein ehemaliger Mitarbeiter und dessen Freund war. Bei der Verhandlung hörte ich ganz genau hin, irgendwie saßen beide Angeklagten ganz "bedröppelt" da und man hätte Mitleid mit ihnen haben können. Die Idee kam dem einen Angeklagten weil er spielsüchtig gewesen sei und u.a. eine Handyrechnung zu bezahlen war. Was hat man diesen jungen Erwachsenen beigebracht? Ich denke man sollte schon früh anfangen mit den Kindern zu reden, dass man für alles eine Lösung finden kann und nicht kriminell werden muss. Das Leid was man den Opfern zufügt ist zu groß. Mein Sohn hat es Gott sei Dank gut überstanden, doch die erste Zeit war schlimm, aber der Zusammenhalt in der Familie, das für- und miteinander, als auch offene Gespräche über Gefühle halfen darüber hinweg. In Amerika wären beide direkt für lange Zeit eingesperrt worden, hier sind sie mit einer Bewährungsstrafe davon gekommen. Dennoch denke ich, dass der Richter ein für die jungen Leute gerechtes Urteil gefällt hat, da beide noch nicht wirklich etwas verbrochen hatten und auch sie eine zweite Chance haben sollen, aber es sollte auch die letzte sein! Die Zeiten haben sich leider geändert wo man noch einigermaßen sicher über die Straßen gehen konnte. Heute werden alte Leute mit Rollatoren überfallen, anstatt man ihnen behilflich ist. Selbst in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist man nicht mehr sicher. Ab was soll da Abhilfe schaffen? Mehr Kontrolle, mehr Polizei, höhere Strafen? Die Leute haben den Respekt gegenüber ihren Mitmenschen verloren und wir leben untereinander meist nur noch in einer Ellenbogengesellschaft ohne Glauben und Ziel.