Bei der Treibjagd mittendrin
16.12.2008 | 17:50 Uhr 2008-12-16T17:50:00+0100Für eine Spaziergängerin aus Homberg sind die Treibjagden der Duisburger Jäger am Uettelsheimer See eine große Gefahr und deshalb erstattete sie auch eine Anzeige. Die Waidmänner dürfen im ganzen Stadtgebiet auf die Pirsch gehen, sollten die Bürger allerdings vor Ort davon unterrichten.
Fast täglich geht Dorothea Scholten um den Uettelsheimer See spazieren. Schon seit Jahren. Ältere Menschen, Frauen mit Kindern, Fahrradfahrer, Jogger, Spaziergänger und Hundebesitzer nutzen das ruhig gelegene Naherholungsgebiet in Homberg. Doch als Jäger auf einer Treibjagd aus dem benachbarten Wald die Bahngleise überquerten, die Gehwege kreuzten und mit der Schrotflinte aus kurzer Entfernung auf Niederwild schossen, bangte die Duisburgerin um ihre Gesundheit. Vor wenigen Tagen sogar schon zum zweiten Mal.
„Damit rechnet man doch nicht, dass einem 'ne Kugel am Kopf vorbei fliegt. Ich hörte ein sehr nahes Zischen. Sicher hatte ich da Angst”, schildert Dorothea Scholten emotional die erste Begegnung mit den Jägern im Herbst 2007. Damals erstattete sie Anzeige bei der Polizei. „Bis jetzt habe ich davon noch nichts weiter gehört”, sagt die 55-Jährige. Die Polizei ermittelte den Schützen und leitete den Fall an die Untere Jagdbehörde des Ordnungsamtes weiter. Anfang Dezember hörte Scholten erneut Schüsse und sah die Jäger auf der Pirsch. Eine weitere Anzeige wollten die Polizisten nicht aufnehmen. „Wenn hier mal etwas passiert, würde ich mir Vorwürfe machen, nichts unternommen zu haben”, sagt die dreifache Mutter.
„Es kommt immer mal wieder vor, dass sich Menschen bei den Schüssen erschrecken. Wenn sie sich bei uns informieren, erklären wir ihnen die Rechte und Pflichten der Jäger”, erläutert Jochem Abels, Verwaltungsangestellter der Unteren Jagdbehörde und selbst Jäger. Zu den Rechten gehört eben auch, dass sie im gesamten Stadtgebiet, das in etwa 20 Jagdreviere unterteilt ist, die Jagd ausüben dürfen. Ausgenommen davon sind allerdings Wohngebiete. Dazu sind die Waidmänner verpflichtet, bei der Hatz „Vorsicht walten zu lassen und dürfen Leute natürlich nicht gefährden”, betont Polizeisprecher Achim Blättermann. Und Jochem Abels fügt hinzu, „dass schon bei der Jäger-Ausbildung eingebläut wird, bei der Schussabgabe besonders das Umfeld zu beachten.”
Früher wiesen Hinweisschilder auf Treibjagden hin. „Nun sollen die Jäger Spaziergänger auf die Jagden hinweisen”, sagt Abels. Und die Gefahr eines Querschlägers sei nicht sehr hoch. Zudem gingen die Jäger in orangefarbenen Signalwesten zur Jagd.

15:09
Menschen und Haustiere als Jägeropfer:
Bitte links die Jahre für Menschen, oder darunter die Haustieropfer anklicken:
http://www.abschaffung-der-jagd.de/opfer/index.html
Film
Evolutionsbiologe Prof. Josef Helmut Reichholf widerlegt Jägerlügen:
http://www.youtube.com/watch?v=-Ls-m1kDwVY
Schlagzeilen:
http://www.abschaffung-der-jagd.de/infoarchiv/index.html
Jäger und wirkung derer Schusswaffen
Am Ende der Seite:
http://www.saxtech.eu/Wild/Reh.html
Am Ende der Seite:
http://www.saxtech.eu/Wild/Damwild.htm
Am Ende der Seite:
http://www.saxtech.eu/Drueckjagd.htm
Am Ende der Seite:
http://www.saxtech.eu/Wild/Sau.html
Auch hier im Saarland, im Brefelder Wald z.B. fanden schon mehrmals Treibjagdten statt, während dessen sich Rentner und andere Erholungssuchende im Wald befanden.
Eine frau kam mir unter tränen entgegen, die über tote Rehe steigen mußten, die auf dem Hauptweg lagen. Die Jäger standen mit den geladenen Waffen nur knapp 30m neben den Hauptwegen, wo die Leute vorbei gingen. Keiner wußte was von der Jagd.
Hobby- & Freizeitjäger sind Naturschädlinge und eine Gefahr für alle.
14:25
So ein Schwachsinn. Wenn die Polizei keine weiteren Anzeigen aufnehmen will (vielleicht ein Jäger dabei) dann direkt bei der Staatsanwaltschaft einreichen. Polizisten sind Erfüllungsgehilfen und haben das nicht zu entscheiden.
Gefahr von Querschlägern auf Bahnübergängen gering, aha, da gibt es keine Steine? Ebenfalls Blödsinn. Und ein Jäger gehört schon garnicht auf den Posten der unteren Jagdbehörde. Seid wann macht man den Bock zum Gärtner.
Und bitte das Bundesjagdgesetz lesen. Hier ist ganz klar die öffentliche Ruhe und Sicherheit gestört. Wenn dort eine Parkanlage ist und Leinenpflicht herrscht ist es befriedetes Gebiet und somit Jagd verboten. Ist es kein befriedetes Gebiet greift auch die Leinenpflicht nicht. Die gute Dame soll sich bei der nächsten Anzeige einen versierten Anwalt nehmen der keine Jäger vertritt, auch wenn die nicht einfach zu finden sind.
17:34
Was ist dann mit den Radfahrern? Da ist nämlich auch das Radfahren verboten. Habe dort noch keinen gesehen der sein Fahrrad schiebt. Soviel zu Recht und Gesetz. ;-)
17:56
Dies ist eine relativ kleine, extra ausgewiesene Fläche am Nordufer.
Leider halten sich die die Herrchen und Frauchen nicht die Bohne daran und ihnen sind die überall stehenden Verbotsschilder egal. Es ist schon bezeichnend, das sich viele Hundehalter anmaßen selbstständig über Recht und Gesetz zu entscheiden und sich über Vorschriften einfach hinwegsetzen.
Selbst im unmittelbaren Liege- und Spielwiesenbereich lassen diese Herrschaften den Hunden freien Lauf und für uns bleiben dann die Haufen als Erinnerung!
13:48
Da sind sie aber sehr falsch informiert. Nach Ortssatzung besteht in allen Parkanlagen Leinenpflicht! Die Schilder stehen auch an jedem Eingang zum Ütti!
Ich habe lediglichdie Broschüre der Stadt zur Information herangezogen, persönlich war ich noch nie dort.
Die Broschüre benennt die Freillauffläche Üttelsheimer See. Befindet die sich woanders?
13:10
Und die Gefahr eines Querschlägers sei nicht sehr hoch.
Na, da bin ich aber mal so richtig beruhigt!
Und selbst wenn die Gefahr deutlich niedriger ist, als im Artikel beschrieben: Das plötzlich auftauchende Leute, die mit Waffen schießen, Angst hervorrufen, ist ein sehr gutes Zeichen, denn es zeigt, daß wir in einem relativ zivilen und sicheren Land leben. Es gibt wirklich keinerlei Anlass, sich darüber lustig zu machen.
Ich frage mich überhaupt, was Jäger in Naherholungsgebieten verloren haben. Sollte es wirklich zwingende jagdliche Gründ dafür geben, sind aufgestellte Hinweisschilder ja wohl da mindeste, was zu erwarten ist. Was maßt sich diese Jagdbehörde überhaupt an, Treibjagden ohne deratige Verpflichung zuzulassen?
12:44
Da sind sie aber sehr falsch informiert. Nach Ortssatzung besteht in allen Parkanlagen Leinenpflicht! Die Schilder stehen auch an jedem Eingang zum Ütti!
10:01
In diesem Gebiet herrscht laut offizieller Broschüre der Stadt Duisburg keine Leinenpflicht. Es begeht also zunächst einmal niemand einen Rechtsbruch.
Ansonsten war ich noch nie dort und kann zum Rest nichts sagen.
08:59
Hoffentlich machen die Jäger bald der Gänsplage ein Ende. Der Ütti könnte eine Erholung gut gebrauchen.
Bei den Ängsten muss ich Nanny Recht geben, es sind diese vollkommen schmerzfreien Hundehalter, die verantwortungslos sind und durch ihre freilaufenden Hunde Angst dort verbreiten!
Ich kann nicht verstehen, wie sich eine Bevölkerungsgruppe einfach so über Recht und Gesetz straflos hinwegsetzen darf.
Wenn ich eine Straße zuparke, weil ich das Parkverbot nicht einsehe werde ich doch auch richtigerweise zur Rechenschaft gezogen.
In Parks, und der Ütti ist so einer, herrscht nun mal Leinenpflicht!
04:47
Freilaufende Nannys machen mir eher Angst ;-)!
Aber auch das wir stillschweigend geduldet.
Was ist daran so kompliziert, Aushänge anzubringen, so, wie ich es schon seit Jahren am Ü-See gesehen habe. Dann wusste ich Bescheid und habe mich an diesen Tagen vom Ü-See ferngehalten.
Das Hobby der Jagd finde ich eh befremdlich. Aber wenn das Spaß am Töten ein Kulturgut ist, dann bitte mit vorheriger Information.
Gruß