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Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge

01.06.2012 | 18:54 Uhr
Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge
Ort der Katastrophe, Ort der Trauer, des Gedenkens: Nun sollte die Politik über die Gestaltung der Loveparade-Gedenkstätte entscheiden. Am Ergebnis wird sich die Stadt messen lassen müssen, meint Redakteur Alfons Winterseel. Foto: Eickershoff

Nach den gescheiterten Verhandlungen über die Gestaltung der Loveparade-Gedenkstätte am Ort der Katastrophe ist nun der Duisburger Stadtrat am Zuge. Die Menschen werden Duisburg an der Lösung des Konfliktes messen. Ein Kommentar.

Mit großen Vorschusslorbeeren wurde Investor Kurt Krieger bedacht, als er nach Loveparade-Katastrophe ankündigte, auf dem Gelände eine Gedenkstätte zu errichten. Das brachte ihm persönlich große Anerkennung von vielen Bürgern, denn da zeigte jemand Verantwortung, der mit der Katastrophe überhaupt nichts zu tun hatte. Verantwortung, die an anderer Stelle vermisst wurde und die letztlich zur Abwahl des damaligen Oberbürgermeister Adolf Sauerland führte.

Um den Anforderungen des Masterplans gerecht zu werden, hat der Investor mehrere Male seine Pläne geändert. Nichts schien damals einfacher. Dass er nun bei den Planungen für die Gedenkstätte nach einem wohl gefundenen Kompromiss wieder einen Rückschritt gemacht hat , passt da nicht ins Bild.

Nun sind in der Tat Rat und Verwaltung samt neuem OB am Zuge, sich der Sache anzunehmen und eine würdige Lösung zu finden. Daran werden die Menschen in Duisburg und außerhalb unsere Stadt messen.


Kommentare
04.06.2012
15:15
Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge
von Mondschatten | #16

Wird hier ernsthaft darüber lamentiert, wer der "einzig legitime" Vertreter der Loveprade-Opfer ist? DAS nenne ich unwürdig.

03.06.2012
20:59
Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge Neudorferin | #14
von JuergenRohn | #15

Ich bin gerührt und geschüttelt. Gott schütze Duisburg.

1 Antwort
Gott schütze Duisburg.
von parcelpanic | #15-1

das wird nicht reichen, fürchte ich

03.06.2012
16:57
Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge #13
von Neudorferin | #14

Ich freue mich sehr, Herr Rohn, dass Sie nun auch endlich die unermüdliche und segensreiche Arbeit des einzigen Duisburger LOPA-Opfervereins Loveparade Selbsthilfe e.v. (vormals Massenpanik-Selbsthilfe e.V.) so offensiv unterstützen. Dank dafür!

Da Sie bekannterweise ja sonst den ehemaligen Verein Never Forget und insbesondere seine Vorsitzende vehement unterstützen, ist Ihr Wandel umso bemerkenswerter.

Ich denke, ich schreibe auch in Ihrem Sinne, verehrter Herr Rohn, wenn ich besonders Herrn Vereinsvorsitzenden Hagemann, Herrn Journalisten Evers und Frau Opferbetreuerin Köhler, alle Verein Loveparade Selbsthilfe e.V., hier noch einmal lobend erwähne. Den einzig legitimen und anerkannten Duisburger LOPA-Opferverein für die Angehörigen und Opfer der LOPA-Katastrophe von 2010.

03.06.2012
15:20
Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge Bodesein | #12
von JuergenRohn | #13

Krieger hat das Grundstück v o r der LP-Katastrophe erworben um ein Möbelhaus zu bauen.

Den unteren Teil der Rampe, worum es hier geht, hat Krieger erst im letzten Jahr gekauft. Ansonsten stimme ich Ihnen weitesgehend zu.

03.06.2012
15:04
Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge
von Bodesein | #12

Krieger hat das Grundstück v o r der LP-Katastrophe erworben um ein Möbelhaus zu bauen. Er hat mit der LP-Katastrophe nichts zu tun, konnte beim Kauf nicht wissen, was geschehen wird.
Wenn jetzt eine Gedenkstätte errichtet werden soll, wäre es, auch in Hinsicht auf Planung, Gestaltung und die langfristige Erhaltung einer solchen Gedenkstätte, die sauberste Lösung, das Gelände für die Gedenkstätte wieder von Krüger zurückzukaufen, ggf. gegen Entschädigung zu enteignen.
Dann gibt es einen sauberen Schnitt zwischen Möbelhaus und Gedenkstätte. Eine würdige Gedenkstätte darf m.E. nicht vom Wohlwollen eines Möbelkonzern abhängig sein

03.06.2012
12:28
Bei der Loveparade-Gedenkstätte ist nun der Rat am Zuge
von GregHouse | #11

War doch klar, daß Krieger auf Zeit spielt und dem Rat ist sowieso alles wurscht. Bald haben wir einen neuen OB und die ganze Sch... läuft weiter wie immer. Und die Staatsanwaltschaft hat wohl auch keine Lust mehr. Wie erbärmlich...

03.06.2012
08:16
Bei der Loveparad-Gedenkstätter ist nun der Rat ist am Zuge
von xxyz | #10

es gab viele Katastrophen und viel Leid und Deutschland.
Hierfür gibt es an vielen Stellen Gedenktafeln, Kunstwerke.

Es gibt in der Umgebung genügend freien Platz und auch politische Institutionen, die entscheiden können. Es gab viel Leid, aber das gab es immer und das Leben geht weiter.

Man muss Katastrophen auch verarbeiten können, und es gibt genug Probleme, die die Zukunft betreffen.

03.06.2012
02:43
Bei der Loveparad-Gedenkstätter ist nun der Rat ist am Zuge
von jandoedel | #9

hans will es nicht verstehen!! die gedenkstätte kommt, so wie es die angehörigen wünschen oder krieger kann einpacken! wird karling ob und krieger verweigert den wunsch der angehörigen, gibts ein veto des ob und schluß ist! wird karling kein ob hat krieger es mit dem aktivisten karling zu tun;- und das ist dann noch brutaler! mal schauen ob sich mister 100 millionen traut die treppe zu räumen, den unglücksort platt zu machen?! schlecker war zu doof die zeichen der zeit zu erkennen, falls krieger gehirn hat gibt er nach, anderst geht er den weg des herrn schlecker, denn man tritt nicht ungestraft auf leichen!!

02.06.2012
17:45
Bei der Loveparad-Gedenkstätter ist nun der Rat ist am Zuge von hansreiner | #7
von JuergenRohn | #8

Selbst Hinterbliebene haben kein Recht, alles zu fordern......

Dass diese Loveparade nie stattgefunden hätte, das wäre "alles", was die Angehörigen sich wünschen. Und hier feilscht Krieger um eine lausige Fläche, die so erbärmlich mickrig sein soll, dass die Besucher Platzangst bekommen. Ist der Kerl vielleicht fast pleite, das er so ein Geschiss macht um ein paar m2 mehr?

02.06.2012
17:33
Bei der Loveparad-Gedenkstätter ist nun der Rat ist am Zuge
von hansreiner | #7

Eine würdige Lösung kann aber auch nicht darin bestehen, allen hochgeschraubten Forderungen des Hinterbliebenenvereins zu entsprechen.
Ich fand es extrem unwürdig, wie dieser Verein nach jeder Verhandlungsetappe immer wieder eine neue Schüppe drauflegte. Auch das sollten Rat und OB bedenken.
Selbst Hinterbliebene haben kein Recht, alles zu fordern.

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