BEG übernimmt Wedauer Bahnflächen

Die Entwicklung von rund 70 Hektar Bahnflächen in Wedau gehen Stadt und Deutsche Bahn gemeinsam mit der Bahnflächen-Entwicklungsgesellschaft (BEG) an. Die Eckpunkte einer für die drei Partner verbindlichen Konsensvereinbarung stellt BEG-Geschäftsführer Thomas Lennertz am Donnerstag dem Ausschuss für Wirtschaft und Stadtentwicklung vor.

Die BEG, eine gemeinsame Unternehmung von Land NRW und Deutscher Bahn zur Entwicklung und Vermarktung nicht mehr benötigter Bahnflächen, werde in den nächsten Jahren den Umbau von 30 Hektar nördlich und 40 Hektar südlich der Wedauer Brücke forcieren, kündigte Lennartz an. Auch dieses Areal war nach dem Erwerb durch Aurelis an die Bahn zurückgegeben worden, Besitzer ist nunmehr die DB „Station und Service“.

Die BEG finanziert Planungsleistungen und Gutachten, etwa zu Altlasten. Deren Beseitigung, sowie Erschließung und weitere Entwicklung des Geländes bleiben allerdings Sache des späteren Erwerbers. Der Vorteil des gemeinsamen Projektteams: Ein Verkauf der Flächen gegen den Willen und ohne Wissen der Stadt – wie am alten Güterbahnhof geschehen – soll sich nicht wiederholen. „Das ist ausgeschlossen“, versichert Paul-Heinz Diekmann von der DB Immobilien, der Verantwortliche für den Vertrieb.

Derzeit baut die Bahn noch ihre Anlagen ab, 2016 sollen die Untersuchungen beginnen, für ein Nutzungskonzept könnte es einen Wettbewerb geben, deutet Thomas Lennertz an: „Wir setzen die Wünsche der Kommune nach sinnvoller städtebaulicher und verkehrlicher Entwicklung um.“ Südlich der Wedauer Brücke, zwischen Masurenallee und Bahnstrecke, denken die Stadtplaner an hochwertige Wohnbebauung. Ein „besonderer Lärmschutz“ werde dabei ein wichtiges Thema der Entwicklung, ahnt der BEG-Chef.