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Bald wird flaniert auf der A 40

09.06.2010 | 19:32 Uhr
Bald wird flaniert auf der A 40

Duisburg.Kein Raser so weit das Auge reicht. Am 18. Juli wird die Autobahn 40 gesperrt. Dann darf flaniert werden, wenn dort das Kulturhauptstadt -Projekt „Still-Leben Ruhrschnellweg“ läuft.

Und Partystimmung. Auf der A 40, Hauptschlagader des Reviers, wird das Still-Leben Ruhrschnellweg „ein riesiger Höhepunkt der Kulturhauptstadt 2010“, freut sich Duisburgs Kulturdezernent Karl Janssen.

„Mal drüberlaufen über die Autobahn. Da werden viele kommen. Vielleicht werd’ ich mir selbst ein Tandem besorgen.“

Vor dem Start des Mammutprojekts „Still-Leben“, bei dem am Sonntag, 18. Juli, zwischen 11 und 17 Uhr jede Menge los ist auf den 60 Kilometern Autobahn zwischen Duisburg und Dortmund, war er skeptisch. Aber jetzt ist er sicher: „Das wird ein einmaliges Erlebnis.“

20 000 Tische säumen die Strecke. In Duisburg sind es allein 2000, an denen ganz normale Menschen mit peppigen Ideen, auch Musiker, Künstler und Vereine zum Gucken, Staunen, Mitmachen einladen.

Die Stadt ist mit ihrer A-40- Anschlussstelle Duisburg-Häfen das westliche Eingangsportal der weltweit einmaligen Amüsier-Strecke auf einer Autobahn.

Inzwischen steht das Duisburger Programm. Auch jene 100 Tische auf den zehn innerstädtischen Kilometern, die die Stadt per Wettbewerb vergab, sind jetzt auf die passenden Leute verteilt. Da finden sich zum Beispiel der Berufsfotograf, der das sensationelle Still-Leben im Bild festhalten will, oder der Knobelstammtisch. Auch dabei: Salsa-Tänzer und „Doktor Dach“, der Schiefernherzen schlägt. Die Duisburgerin Angela Großpietsch präsentiert sich mit dem Tisch-Motto „Glückspüppchen und Zwergensöckchen tauschen“.

Markus Grimm aus Moers geht’s um „Vielfalt“. Er liest aus einem Buch, das er für Kinder geschrieben hat, und bringt mit Freunden einen musikalischen „Unplugged Gig“ zu Gehör. Irgendwo steht Pro Familia mit dem „Spiel zur Sexualität und Aufklärung“. Mode ist genauso Thema wie „Edel essen“. Sogar eine Bayreutherin hat einen Tisch gewonnen. Auf diese Weise gerät sie leibhaftig „Im Dirndl auf die A 40“.

Ein knuffiges, witziges, seltsames Sammelsurium tut sich auf. Toll für lockere Gespräche aller Art.

Ursel Beier

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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