Bahn frei für den Umbau
12.12.2008 | 21:35 Uhr 2008-12-12T21:35:00+0100
Bis zum Frühjahr 2010 sollen die Eingangshalle und der Tunnel des Hauptbahnhofes attraktiver werden. Erst später soll das marode Dach über den Bahnsteigen repariert werden. Sagt NRW-Verkehresminister Oliver Wittke.
Rechtzeitig zum Auftakt der "Kulturhauptstadt Europa 2010" sollen die Eingangshalle und der Fußgängertunnel des Hauptbahnhofes mit einem Aufwand von 10,1 Millionen € saniert und fertiggestellt sein. Dies hat gestern NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke zusammen mit OB Adolf Sauerland vor Ort im Hauptbahnhof angekündigt. Möglich wird dieser Umbau durch einen "Masterplan NRW", den die Landesregierung gestern Vormittag in der Landeshauptstadt gemeinsam mit der Bahn und dem Bund unterzeichnet hat.
Aber vorerst kein Geld da für die maroden Gleisdächer
In dem drei Milliarden € schweren Rahmenpapier, so sagte Minister Wittke am Nachmittag in Duisburg, sei eine klare Kostenaufteilung für die Sanierung des Duisburger Hauptbahnhofes enthalten: Demnach trägt der Bund 7,9 Millionen €, das Land NRW 1,3 Millionen € und die Bahn 0,9 Millionen €. Im ersten Bauabschnitt, der Mitte 2009 beginnen und im Frühjahr 2010 enden soll, werde die Zwischendecke der Empfangshalle entfernt, die Fußböden der Halle sowie des Tunnels erneuert, die Innenfassaden saniert und eine neue Beleuchtung soll dann einen als "unwürdig" empfundenen Gesamtzustand beenden. Nicht auf dem Ticket aber steht die dringend notwendige Sanierung der undichten und maroden Bahnsteigdächer. Wittke: "Ich weiß, das ist ein unhaltbarer Zustand!" Der letzte Sturm habe es ja noch einmal demonstriert. Er wolle sich dafür einsetzen, dass noch vor Ende 2010 in einem zweiten Bauabschnitt mit diesen Arbeiten begonnen werden könne.
Darüberhinaus will im übrigen Oberbürgermeister Sauerland bereits in der kommenden Woche in Berlin mit der "DB Station & Service" verhandeln. Zur Debatte stünden derzeit vier Varianten der Herangehensweise an das denkmalgeschützte Dach: Instandsetzung, Abriss und Originalwiederaufbau, Abriss und Bau eines herkömmlichen Bahndaches, Abriss und Bau eines völlig neu gestalteten Daches.
Die zweite frohe Botschaft von Wittke: Im Rahmen des geplanten Rhein-Ruhr-Expresses werde Duisburg zum wichtigen Haltepunkt. Zwei neu zu bauende Bahngleise zwischen Duisburg und Düsseldorf würden den Regional- und Fernverkehr dann enorm beschleunigen und ein Nadelöhr des Bahnverkehrs beseitigen.
Dritte Botschaft: Die Bahnhöfe Großenbaum und Rheinhausen werden bis 2011 bzw. 2010 saniert - Rheinhausen immerhin für 4, 6 Millionen €.
Der Masterplan enthält unter anderem folgende Punkte:
- Rhein-Ruhr-Express kommt - Über 100 kleinere und mittelgroße Bahnhöfe werden modernisiert.
- Hbf von Duisburg und Dortmund werden attraktiver.
- 2010-Besucher erwartet ein Mobilitätspaket.

11:43
Man sollte auch bedenken, dass die meisten Reisenden die Halle einfach durchkreuzen und dafür auf dem Bahnsteig mindestens 10 Minuten rumstehen. Und wenn die Bahn Verspätung hat, noch weitere endlose Minuten. Demnach halten sich die Leute nicht in der Halle auf, sondern auf den Bahnsteigen. Also sollte die Renovierung und Sicherheitsmaßnahmen an den Bahnsteigen Priorität haben. Ankommende sehen auch zunächst den Bahnsteig. Hier ist also das Aushängeschild des Bahnhofs Duisburg.
02:16
Ich fass es nicht.
Kommerz vor Sicherheit.
Das sagt alles.
17:19
Ein Schelm der böses dabei denkt. Die Sache ist verar.... Ich dachte ein Bahnhof ist für Reisende da und deren Sicherheit müßte Priorität haben.
16:15
Ich versteh die Prioritäten nicht - was ist denn wichtiger: die Optik des Eingangsgbereiches (den ich so schlimm ohnehin nicht finde) oder die Sicherheit am Gleis?!
12:28
Das macht doch Mut, Herr Wittke... Mit Duisburg geht es weiter aufwärts....Jetzt müssen wir nur noch von den Schulden runter...