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Azubis gelten oft als preiswerte Aushilfen

30.11.2009 | 17:43 Uhr

Viele Betriebe schneiden schlecht ab im Ausbildungsreport der DGB-Jugend (wir berichteten). 2622 Fragebögen hatten die Gewerkschafter in NRW ausgewertet.

Wenn auch zwei Drittel der Jugendlichen mit der fachlichen Qualität zufrieden sind, erklärt jeder sechste, dass Arbeitsabläufe nicht erklärt würden. 13 Prozent der Befragten beklagten sich darüber, zu ausbildungsfremden Tätigkeiten verpflichtet zu werden. Offensichtlich gehört es bei vielen Unternehmen zum täglichen Betriebsablauf, Jugendliche Überstunden machen zu lassen. 44 Prozent arbeiten zwischen 40 und 45 Stunden in der Woche. Vier von zehn Jugendlichen leisten sogar regelmäßig Überstunden. Fachverkäufer bekommen vor allem die verlängerten Öffnungszeiten zu spüren. Fast 77 Prozent mussten länger als tariflich vereinbart arbeiten. 20 Prozent gaben an, keinen Ausgleich für geleistete Überstunden zu erhalten.

Weibliche Jugendliche verdienen mit durchschnittlich 473 € im Monat 102 Euro weniger als ihre männlichen Kollegen. Die Erklärung ist einfach. Viele Frauen zieht es in die finanziell unattraktiven Berufe wie Friseurinnen, Fachverkäuferinnen oder Notargehilfinnen. „Die Zufriedenheit der Jugendlichen in ihrem Beruf”, weiß IG-Metall-Jugendsekretärin Sabrina Jaeger, „steigt mit der Gewissheit, nach der Ausbildung auch übernommen zu werden.” Etwa 60 Prozent wollten auch weiter im erlernten Beruf arbeiten.

Besonders schlecht schneiden Betriebe im Einzelhandel in Duisburg ab. 36 Prozent der Jugendlichen sind nicht zufrieden mit den Ausbildungsinhalten. Das trifft vor allem auf Discounter zu. „Häufig fehlen Ansprechpartner, betreut ein Ausbilder sechs oder mehr Märkte”, hat Britta Munkler von Verdi festgestellt. Viele würden als preiswerte Aushilfen benutzt, müssten Lager sortieren, Waren ein- und ausräumen. Und eine weitere Erfahrung hat die Gewerkschafterin gemacht: „Frauen wehren sich weniger als Männer.”

Klaus Johann

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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