Automaten-Casino trotzt der Krise
14.04.2010 | 19:15 Uhr 2010-04-14T19:15:00+0200
Duisburg.Die Bank gewinnt immer - selbst in der Krise. Trotz einer bundesweit negativen Entwicklung in der Glücksspielbranche kann das Automatencasino im City-Palais auf ein passables Geschäftsjahr 2009 zurückblicken.
„Duisburg trotzt noch immer dem Trend. Die Krise hat uns zwar auch getroffen, aber nicht in der Härte, wie es an anderen Orten der Fall ist“, sagt Casinodirektorin Claudia Bieling. Wie bereits in 2008 fanden 500 000 Besucher den Weg ins City-Palais - gezockt wurde jedoch etwas zurückhaltender. „Unser Gesamtumsatz ist moderat zurückgegangen“, so Bieling.
Im Vergleich zu den übrigen Casinos der West-Spiel-Gruppe kann sich die Duisburger Bilanz jedoch sehen lassen. Mit knapp 50 Millionen macht sie einen erheblichen Anteil am gesamten Bruttospielertrag von 125,273 Millionen aus. Aachen, Bad Oeynhausen, Berlin, Bremen, Duisburg, Erfurt und Hohensyburg spielten insgesamt 22 Prozent weniger ein, als noch im Vorjahr. Neben der Wirtschaftskrise sollen vor allem die Auswirkungen des Glücksspielstaatsvertrages, der Ausweiskontrollen am Eingang und Werberestriktionen vorsieht, für das schlechte Gesamtergebnis verantwortlich sein. Auch die Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes, das ein Rauchverbot in Spielbanken vorsieht, soll zum Teil für den Umsatzrückgang verantwortlich sein.
Dass es am Hauptsitz der Gruppe deutlich besser läuft, sieht Bieling als Bestätigung ihres Konzepts: „Wir beschäftigen hier in Duisburg hoch qualifizierte, hungrige Mitarbeiter. Vor allem die Attraktivität unseres Angebots macht uns zum besucherstärksten Casino.“
Am 22. April findet im City-Palais das erste Glücksspiel- Symposium statt. Diskutiert werden Entwicklungen im Glücksspielmarkt, die Effektivität von Spielsperren und das Glücksspielangebot im Internet. Zu den Gastrednern und Referenten gehören neben Oberbürgermeister Adolf Sauerland unter anderem Professor Dr. Gerhard Mayer (Uni Bremen) und Jürgen Trümper (Arbeitskreis gegen Spielsucht).

10:58
Überprüfbares ZAHLEN-MATERIAL, dass die CASINO-Bruttospielerträge – und damit auch die jährlichen WestSpiel-Überweisungen an die Stadt Duisburg – sich seit dem Jahr 2007 über 2008 bis 2009 in einem bezifferbaren Verhältnis „prozentual nach unten“ entwickelt haben, und zwar von 100 2007 über ca. 84 2008 bis ca. 70 2009, soll offenbar nach wie vor „verborgen bleiben“ – vor der „Ruhr-2010“-Öffentlichkeit?
11:42
Warum wurde mein voriger Beitrag - ich sendete ihn um 9:38 Uhr -, auf den sich meine „verwunderte Feststellung“ bezieht, entfernt?
Glaubt die kritisierte Presse daran, dass solche »Entfernungen« tatsächlich „ völlig spurlos“ bleiben?
09:49
Ich stelle gerade verwundert fest, dass weder die Klammern meines obigen Kommentar-Textes noch das Zeichen für Prozent übertragen wurden...
09:38
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08:44
#1
Ihre Beobachtungen sind richtig. Es liegt einfach daran, dass die Mitarbeiter dort ausgebeutet werden.
22:00
„Wir beschäftigen hier in Duisburg hoch qualifizierte, hungrige Mitarbeiter
Und warum ist dann die Fluktuation beim Personal so schrecklich hoch?
Seit etlichen Jahren bin ich Stammgast im Casino und kann sagen, dass mir diese Entwicklung überhaupt nicht gefällt.
Nettes und freundliches Personal welches einem jahrelang beim zocken begleitet hat, ist auf einmal weg.
Beim Spielen zählt für mich der Service und die Wahrung meiner Intimsphäre eine grosse Rolle und dies ist derzeit hier im Casino für mich nicht gegeben.
Denn wöchentlich schwirren neue Gesichter um einem herum, die man nicht kennt und die mich nicht kennen.
In der letzten Zeit ist mir dies besonders stark aufgefallen und daher fehlen dem Casino auch von mir bestimmt etliche Euro´s.
Natürlich spielt die Krise und der Nichtraucherschutz beim Umsatzrückgang eine gewichtige Rolle, aber dann noch beim Service so gewaltig nachzulassen, ist einfach kontraproduktiv und mann muss sich nicht wundern.