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Säurezünder-Bombe

Sprengung der Bombe in Duisburg endete ohne große Schäden

27.11.2012 | 15:22 Uhr
22.18 Uhr - es ist geschafft. Bombenentschärfer Peter Giesecke vom Kampfmittelbeseitungsdienst steht vor dem Krater, den die Sprengung des englischen Blindgängers hinterlassen hat. In sechs Metern Tiefe lag die Bombe, direkt neben der A 40.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Nach einem siebenstündigen Großeinsatz in der Duisburger Innenstadt und etlichen Verzögerungen hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Fliegerbombe an der A 40 am Dienstagabend um 22.18 Uhr kontrolliert sprengen können. Seit 17.20 Uhr war die A 40 auf zwölf Kilometern gesperrt. Von der Evakuierung waren etwa 10.000 Anwohner betroffen.

In Duisburg-Kaßlerfeld wurde eine englische Zehn-Zentner-Bombe mit einem gefährlichen Säurezünder in unmittelbarer Nähe der A 40-Anschlussstelle Duisburg-Häfen/Zubringer Innenstadt gefunden. Aufgrund des Bombentyps ordnete der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf am Dienstagmittag die Sprengung der Weltkriegsbombe an –  und zwar schnellstmöglich. Nach etlichen Verzögerungen konnte Truppführer Peter Giesecke um 22.18 Uhr zünden. Wir berichteten im Live-Ticker über den Großeinsatz:

22.50 Uhr: Ein aufregender Abend mit gutem Ende. Gute Nacht!

22.45 Uhr: Feuerwerker Peter Giesecke nimmt Glückwünsche entgegen – und muss weiterarbeiten: jetzt im Nahkampf mit einigen Journalisten, die im Evakuierungsraum durchgehalten haben. (Unser Fotograf Stephan Eickershoff und unsere Kollegen vom Videoteam sind übrigens auch vor Ort). Seiner Frau in Oberhausen-Alstaden hat Giesecke sicher längst telefonisch Entwarnung gegeben, auf die Sprengmeister ist eben Verlass.

Video
Nach einem siebenstündigen Großeinsatz in der Duisburger Innenstadt und etlichen Verzögerungen hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst die Fliegerbombe an der A 40 am Dienstagabend um 22.18 Uhr kontrolliert sprengen können.

Was wir wussten: dass der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung zu Einsätzen an Säurezündern immer mit zwei Feuerwerkern ausrückt. Was neu für uns ist: Der Mann an Gieseckes Seite ist Truppführer Peter van Eck. Er war es, der im März die Sprengung am Hauptbahnhof verhinderte und im Juli die Bombe in Bruckhausen detonieren ließ .

22.42 Uhr: "Das ist super-super-glimpflich gelaufen", freut sich am anderen Ende der Leitung Stadtsprecher Peter Hilbrands. Seine Stimme klingt, als schaue er gerade mit einem breiten, zufriedenen Grinsen in den Bombenkrater in Kaßlerfeld. Der sei gar nicht so tief. Nur einen Baum hat die Druckwelle neben dem Gelände der Firma Collin umgeblasen. Der Sandberg ist nicht weit geflogen, und die Straßen drumherum sollen aussehen, als seien die Kehrmaschinen der Wirtschaftsbetriebe gerade darüber hinweggerollt.

Bombensprengung in Duisburg

Auch Stadtsprecher Frank Kopatschek hat bereits Zeit für eine kleine Bilanz: Im Einsatz waren 90 Mitarbeiter des Ordnungsamtes, 125 Polizeibeamte, 150 Feuerwehrleute und 100 Mitarbeiter von Rettungsdiensten. Die Bombe deckten die Sprengmeister mit drei Schichten ab: mit Holzbohlen und Kanthölzern, 30 Kubikmeter Stroh und 700 Tonnen Sand. Es waren letztlich 40 Lastwagen, die dafür zur Bombe anfuhren. Über Kaßlerfeld, Hochfeld und Teilen der Innenstadt riecht es nach Verbranntem.

22.35 Uhr: Auch die Kollegen der Duisburger Zeitungsredaktionen freuen sich über das gute Ende vor Redaktionsschluss: In WAZ und NRZ werden die Duisburger morgen den glimpflichen Ausgang eines Großeinsatzes nachlesen können, wie ihn die Stadt noch nicht erlebt hat.

22.31 Uhr: Sehr gute Nachrichten von Peter Hilbrands: "Aktuell haben wir keine größeren Schäden in der Umgebung der Bombe festgestellt." Das klingt nach Happyend. Alle Straßensperrungen sind auch schon aufgehoben. Die A 40 ist also auch nicht versandet.

22.18 Uhr: Es ist vollbracht: Peter Giesecke hat den Blindgänger kontrolliert gesprengt. "Es hört sich gut an", sagt Peter Hilbrands auf die Frage nach Schäden. Um ihn herum herrscht hörbar große Aufregung. "Wir fahren da jetzt hin."

Die Straßen sind aber noch nicht wieder freigegeben! Wir bleiben dran. Am Hauptbahnhof haben wir nichts von der Explosion mitbekommen.

22.17 Uhr: Warten auf den großen Knall. Viele tausend Duisburger werden ihn wahrscheinlich hören, meldet die Stadtverwaltung.

22.14 Uhr: Nun ist es soweit: Grünes Licht für die Sprengung der Bombe. Ganz offiziell aus der Leitstelle. Daumen drücken!

Doch noch Menschen in der Evakuierungszone

22.12 Uhr: Aber, sagt Hilbrands: "Peter Giesecke ist entspannt." Die Bombe sei schließlich mittlerweile gut verpackt.

22.06 Uhr: Das darf doch nicht wahr sein: In der Evakuierungszone sind Menschen aufgetaucht. Peter Hilbrands: "Ein Verwandter der Personen hat uns telefonisch darauf hingewiesen." Ob sie sich versteckt haben, weiß er noch nicht: "Unsere Kollegen prüfen jetzt, ob die während der Sprengung im Haus bleiben können oder noch aus der Evakuierungszone gebracht werden müssen."

22 Uhr: Die Straßen in der Innenstadt sind jetzt allesamt verkehrsberuhigte Zonen. Auf der A 59 fließt der Verkehr Richtung Norden, Richtung Innenstadt steht er nördlich des Kreuzes Duisburg.

21.58 Uhr:  Es kommt übrigens häufiger vor, dass die Zünder britischer Bomben – immer aus Messing und oft verrostet – den Sprengmeistern größere Probleme als die amerikanischer Weltkriegsbomben machen. Zwei Beispiele aus dem Jahr 2012 aus Duisburg: Am Hauptbahnhof musste die Kampfmittelräumer am 21. März einen Säurezünder sprengen, um die Detonation der Bombe zu verhindern . In Duisburg-Bruckhausen konnten sie den großen Knall am 26. Juli nicht mehr verhindern .

Er sprengt die Bombe: Peter Giesecke, Truppführer des Kampfmittelbeseitigungsdienstes der Bezirksregierung. Der 59-Jährige lebt in Oberhausen-Alstaden.

21.50 Uhr: Auch uns bleibt nichts anderes übrig als abzuwarten. Und zurückzublicken: Gegen 15 Uhr haben wir heute von der Bombe an der A 40 erfahren, kurz darauf, dass sie wegen dieses Säurezünders noch heute gesprengt werden muss. Zunächst glaubte die Einsatzleitung, den sechs Meter tief liegenden Blindgänger bis 18 Uhr sprengen zu können. Zeitangaben macht sie mittlerweile gar nicht mehr.

21.43 Uhr: Stadtsprecher Hilbrands bittet noch einmal alle Betroffenen, "die Ruhe und kühlen Kopf zu bewahren. Wir wissen, das ist eine unangenehme Situation, aber wir müssen hier einen extrem großen logistischen Aufwand bewältigen". Und die Zerstörungskraft einer Zehn-Zentner-Bombe kontrollieren. Was solche Kaliber anrichten können, mussten zuletzt Anwohner in Viersen und München erfahren.

21.27 Uhr: Auch in der Vulkanstraße ruht übrigens der Verkehr. Das Duisburger Rotlichviertel liegt in der Evakuierungszone. Wobei: Einige Bordelle liegen nach unserer Sicht der Dinge auch in der Sicherheitszone. Heißt: Diese Freudenhäuser dürfen Besucher aktuell nicht verlassen.

21.25 Uhr: Die Duisburger Hilfsdienste und die Feuerwehren aus Düsseldorf und Mülheim müssen heute 300 Krankentransporte fahren.

21.20 Uhr: Dementi aus der Leitstelle: "Wir können keinen Zeitpunkt für die Sprengung angeben", sagt Peter Hilbrands. Mit Nachdruck.

Sicher ist nur: Es wird noch etwa 20 Minuten dauern, bis die letzten Hilfsbedürftigen aus der Evakuierungszone transportiert wurden. Mit der Detonation ist also frühestens gegen 21.45 Uhr zu rechnen. Nach Angaben von Stadtsprecher Frank Kopatschek sind auch noch Sandtransporte unterwegs nach Kaßlerfeld.

21.10 Uhr: Noch nichts gehört. Keinen Knall, nichts Neues aus der Leitstelle. An dieser Stelle eine Übersicht für Hobby-Historiker und Bomben-Touristen: Diese Bomben wurden in Duisburg seit 2007 entschärft – eine Übersicht mit allen Bildergalerien und Videos .

21.04: Das überrascht uns nicht: ein neuer Zeitplan, ebenfalls wieder unbestätigt: Angeblich will Peter Giesecke die Bombe um 21.10 Uhr zünden.

20.47 Uhr: Wenn die Senioren in Sicherheit gebracht sind, will Giesecke also zur Tat schreiten: Um etwa 21 Uhr, so haben wir aus unbestätigter Quelle erfahren, soll die sechs Meter tief liegende Bombe gesprengt werden.

Allerdings weist nun die Polizei darauf hin, dass sie die Autobahn 40 und die Straßen um den Fundort herum nicht unmittelbar nach der Sprengung freigeben wird: "Die müssen erst nach Metallteilen abgesucht werden, die bei der Explosion durch die Luft fliegen könnten", erklärt Stefan Hausch von der Polizei Duisburg. Und gibt zu bedenken, dass die Einsatzkräfte auch eine Verschmutzung der Straßen befürchten: Immerhin liegen mehrere hundert Tonnen Sand auf der Bombe, die gleich in die Luft gehen soll! "Die Reinigung der Fahrbahnen", so befürchtet Hausch, "könnte etwas länger dauern."

Einige Senioren warten noch auf Krankenwagen

20.46 Uhr: Die Evakuierung des Seniorenzentrums an der Klemensstraße hat die Sprengung verzögert: Dort, mitten in der Evakuierungszone, haben vor wenigen Minuten noch 15 Bewohner auf ihren Krankentransport gewartet.

Auf dem Weg zur Bombe in Duisburg-Kaßlerfeld: Kipplaster mit Sand. Mit 700 Tonnen Sand und Strohballen verpackten die Sprengmeister die Bombe. Foto: privatFoto: Benjamin Bartoleit

20.39 Uhr: Der Mann, auf dessen Zeichen nun die ganze Stadt wartet, ist übrigens 59 Jahre alt und wohnt gleich um die Ecke: Peter Giesecke lebt mit seiner Familie in Oberhausen-Alstaden. Nach jeder Bombenentschärfung ruft er als erstes seine zuhause am Telefon wartende Frau an. Trotz all der Routine und der vielen hundert Blindgänger, denen Truppführer wie er schon den Zünder gezogen haben: "Wir spielen nicht mit Halmahütchen", hat er uns in den vergangenen Jahren häufiger mal gesagt und damit auch auf die Todesopfer bei der Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Göttingen im Jahr 2010 verwiesen.

20.35 Uhr: In Dortmund steht's zwischen dem BVB und Fortuna übrigens noch 0:0, genauso wie in Hamburg zwischen dem HSV und Schalke .

20.25 Uhr: An der Verkehrslage in der Duisburger Innenstadt scheint sich nichts zu ändern. Die Straßen Richtung A 59 sind verstopft, darauf sind maximal fünf km/h möglich. Mittlerweile rollen auch etliche Sattelzüge im Schneckentempo durch die City. Auf den Autobahnen 40 und 59 dagegen sind die Staus nun noch maximal drei Kilometer lang.

Zweite Sprengung einer Fliegerbombe in Duisburg 2012

20.15 Uhr: Nichts Neues aus der Einsatzzentrale. Darum ein kurzer Blick zurück: In diesem Jahr musste schon einmal eine englische Weltkriegsbombe mit Säurezünder in Duisburg gesprengt werden. Der Unterschied: Diese Bombe lag acht Meter tief in der Erde, noch dazu auf einem Gelände des Stahlwerks in Duisburg-Bruckhausen. Von dieser Detonation bekamen die meisten Duisburg nicht viel mit .

20.05 Uhr: Die Einsatzleitung hält sich nun mit Prognosen zurück: "Wir können einfach nicht sagen, wann es so weit ist." Stadtsprecher Hilbrands hat dennoch wichtige Hinweise an die Bevölkerung: Die Anwohner sollen später nicht gleich zurück in die Sicherheitszone eilen, wenn sie den Knall gehört haben: "Anders als bei einer Bombenentschärfung werden wir die Sicherheitszone nicht gleich freigeben können. Wir müssen die Gefahrenzone erst nach möglichen Schäden und möglichen Risiken absuchen."  In der Sicherheitszone sind 10.000 Menschen von der Evakuierung betroffen.

20 Uhr: Auch wenn nun genug Sand in Kaßlerfeld angekommen ist: "Einen Fahrplan, einen genauen Zeitpunkt für die Sprengung gibt es noch immer nicht", sagt Peter Hilbrands, der in der Einsatzleitstelle am Averdunk-Centrum sitzt. Zumal im Evakuierungsraum an der Falkstraße noch immer Senioren eintreffen, viele von ihnen werden auf Liegen hineingefahren. Offenbar müssen noch etwa 50, 60 hilfsbedürftige Einwohner aus einem Seniorenheim aus der Gefahrenzone gebracht werden.

Mehr als 30 Lkw brachten 700 Tonnen Sand

19.54 Uhr: 700 Tonnen Sand! 700 Tonnen liegen mittlerweile auf der Fliegerbombe an der A 40. Die mehr als 30 Lkw-Fahrer, die den Sand im linksrheinischen Kreis Wesel abgeholt haben sollen, wurden von der Polizei bis zur Fundstelle durch den dichten Verkehr eskortiert.  

19.45 Uhr: "Diese Sache ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen", sagte am 21. März Feuerwerker Peter van Eck, nachdem er die Sprengung eines Blindgängers am Duisburger Hauptbahnhof im letzten Versuch abwenden konnte (zum Live-Ticker vom 21. März ). Ins Schwitzen brachte ihn damals ebenfalls eine britische Zehn-Zentner-Bombe mit Säurezünder: Gieseckes Kollege konnte den verrosteten Detonator sprengen. Das war heute nicht mehr möglich.

Nichts fährt mehr rund um den Duisburger Hauptbahnhof. Die A 40 ist seit 17.20 Uhr gesperrt.

19.40 Uhr: Sicher würden jetzt einige der Autofahrer, die in der Duisburger Innenstadt nicht mehr von der Stelle kommen, lieber im Stau am Autobahnkreuz Moers stehen: Der ist nur noch zwei Kilometer lang. Richtung Venlo, am Kreuz Duisburg (A 59/40) wächst der Stau dagegen – auf jetzt sechs Kilometer Richtung Venlo. Auf Duisburgs Stadtautobahn, der A 59, stehen die Autos jetzt auf vier Kilometern zwischen Ruhrort und Zentrum.

19.25 Uhr: Blaulicht und Budenzauber, Martinshorn und Autohupen: Chaos an der Bahnhofsplatte am Duisburger Hauptbahnhof. Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehrmöchten von der Mercatorstraße in die Königstraße einbiegen – möglicherweise, um zur Einsatzzentrale am Weihnachtsmarkt zu gelangen. Sie bahnen sich nur mühsam den Weg durch die gelähmte Blechkolonne.

19.21 Uhr: Sand, Sand, Peter Giesecke braucht Sand! Und das dauert eben, zumal der vom linken Niederrhein nach Duisburg gebracht werden muss. Wir hatten es geahnt: Der Zeitplan von 19.05 Uhr ist hin.

Die Bombe wird nicht vor 20 Uhr gesprengt, weiß unser Informant aus der Einsatzleitstelle. Für alle, die neu hier sind: Der Sand kommt in einen Trichter, den die Feuerwerker über der Weltkriegsbombe mit dem tückischen Säurezünder gebaut haben, um die Detonation zu dämpfen. Im Idealfall bremst das auch die Druckwelle und durch die Luft fliegt nachher vor allem: genau, Sand. 

Duisburg in Trümmern

19.20 Uhr: Für Bomben-Experten und Freunde der Statistik: In Nordrhein-Westfalen wurden im Jahr 2011 insgesamt 862 Bomben entschärft. In Essen und Duisburg hatte der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit elf beziehungsweise zehn Bomben die meiste Arbeit – und die wird zunehmend gefährlicher. Denn mit dem Alter der Bomben steigt das Detonationsrisiko. Zum Bericht

19.05 Uhr: Schon wieder ein neuer Zeitplan, noch immer hat Truppführer Peter Giesecke nicht genug Sand. Laut Informationen der Polizei soll nun "in 30 bis 45 Minuten gesprengt werden". Heißt: im günstigsten Falle um 19.35 Uhr, spätestens um 19.50 Uhr. In Geduld müssen sich auch die Autofahrer in der Duisburger Innenstadt üben: Nichts fährt mehr.

Feuerwehren aus Düsseldorf und Mülheim helfen bei der Evakuierung

18.58 Uhr: An der Feuerwache Wintgensstraße stehen jetzt zusätzliche Rettungsdienst-Einheiten aus Mülheim und Düsseldorf parat. Sie wurden alarmiert, um bei der Evakuierung eines Seniorenheims zu unterstützen, so Feuerwehrsprecher Michael Haupt.  Auf ihrer Facebook-Seite meldet die Feuerwehr Düsseldorf, dass die Einsatzfahrzeuge auf dem Weg nach Duisburg mit Sondersignal unterwegs sind.

18.54 Uhr: Noch einmal nach Hochfeld. Die Duisburger Polizei bestätigt die ersten Vermutungen zur Brandursache. Die Kripo geht von Brandstiftung aus und die Staatsanwaltschaft hat den Einsatz eines Brandsachverständigen angeordnet. Für die Dauer der Löscharbeiten kommt es in Hochfeld rund um die Pauluskirche voraussichtlich bis 20.30 Uhr zu erheblichen Verkehrsbeeinträchtigungen.

Turnhalle in Flammen

18.50 Uhr: Aus der Einsatzleitstelle verlautete, dass eine Sprengung wohl erst gegen 19.15 Uhr möglich sein wird. „Es fehlt tatsächlich noch Sand.“

18.49 Uhr: Selbst wenn der Kampfmittelbeseitigungsdienst bereit für den großen Knall wäre: Er könnte noch nicht sprengen, weil die Einsatzkräfte noch etliche Personen in der Evakuierungszone gesichtet haben. 4200 Menschen wohnen dort.

18.48 Uhr: Vom Großbrand in Hochfeld haben wir nun neue Fotos:

18.47 Uhr: Sprengmeister Peter Giesecke prüft, ob im Trichter, den er und seine Kollegen über der Bombe mit Holzbohlen, Strohballen und Sand aufgebaut haben, genug Sand ist. „Es kann sein, dass da noch eine Lkw-Ladung mit Sand herbei muss“, sagt Peter Hilbrands. Lastwagen haben bislang schon etliche Tonnen nach Kasslerfeld gekarrt.

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Kommentare
28.11.2012
13:34
Sprengung der Bombe in Duisburg endete ohne große Schäden
von ditku | #33

Prima, dass niemand zu Schaden gekommen ist.
Einzig die grottenschlechte Informationspolitik im Duisburger Rathaus ist scharf zu kritisieren. Da haben...
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2012-11-27 15:22
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Duisburg