Auszeichnung für Thomas Hitzlsperger beim Duisburger CSD

Die Regenbogenflagge wehte schon 2013 über dem Bochumer Rathaus, in diesem Jahr geht der lang gehegte Wunsch des Vereins DU-Gay auch in Duisburg in Erfüllung.
Die Regenbogenflagge wehte schon 2013 über dem Bochumer Rathaus, in diesem Jahr geht der lang gehegte Wunsch des Vereins DU-Gay auch in Duisburg in Erfüllung.
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der frühere Fußballnationalspieler kommt am 25. Juli zum CSD nach Duisburg. Für sein Outing erhält er den Akzeptanzpreis "Brücke der Solidarität".

Duisburg.. Der Christopher Street Day gewinnt an Beachtung auch in Duisburg. Wenn am Samstag, 25. Juli, um 12 Uhr Oberbürgermeister Sören Link mit den Organisatoren die Regenbogenflagge vor dem Rathaus hisst, geht ein lang gehegter Wunsch des Vereins DU-Gay Duisburger Lesben und Schwule in Erfüllung. Noch im letzten Jahr wurden dafür Unterschriften gesammelt.

Prominent besetzt ist auch wieder der Träger des Akzeptanzpreises: Mit dem Fußballer Thomas Hitzlsperger, der sich nach seiner Profi-Karriere geoutet hat, gehe der Preis „wieder an eine Person, die sich besonders für die Belange und die Gleichstellung der schwul-lesbischen Gemeinschaft engagiert hat“, so Christian Karus, Vorsitzender des Vereins.

Überreichen wird den Preis der Vorjahrespreisträger Ralph Morgenstern, und der Preisträger 2013, Sören Link, hat wieder die Schirmherrschaft für den CSD übernommen. Der steht in seiner 13. Ausgabe unter dem Motto „Fair Play“ – dazu passt Hitzlsperger als Sportler besonders gut.

Verein DU-Gay fordert "Ehe für alle" in Deutschland

„Wir haben schon viel erreicht in Duisburg, aber es ist immer noch nicht so, wie es sein sollte“, sagt Karus: „Wir sind keine Randgruppe, wir sitzen alle in einem Boot und haben die gleichen Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche, aber warum nicht die gleichen Rechte?“ Eine der zentralen Forderungen ist die „Ehe für Alle“ auch in Deutschland.

Zum CSD in diesem Jahr haben sich die Organisatoren einiges einfallen lassen. So gab es im Vorfeld einen Plakatwettbewerb, zu dem alle Schulen aufgerufen worden waren. Zwar haben sich mit der James-Rizzi-Schule und dem Gertrud-Bäumer-Kolleg nur zwei beteiligt, aber neben dem letztlich ausgewählten Plakatmotiv seien viele Entwürfe so überzeugend gewesen, dass daraus Postkarten gedruckt worden sind. Diese Postkarten sollen am 25. Juli an Luftballons über dem Platz vor dem Hauptbahnhof aufsteigen. Der Besitzer der Postkarten, die am weitesten fliegt, erhält eine kleine Belohnung.

30 Vereine und Gruppen sind am 25. Juli auf der Bahnhofsplatte dabei

Außerdem gibt es eine kleine Ausstellung der Schülerarbeiten, die am 19. Juli um 15 Uhr in der Cubus-Kunsthalle eröffnet wird. Die Ausstellung ist Teil der „Queeren Kulturwoche“ im Vorfeld des CSD. Eröffnet wird die Woche am Samstag, 18. Juli, um 19 Uhr mit einer Benefizgala im Grammatikoff am Dellplatz.

Am 20. Juli um 19 Uhr wird zu einer Lesung im Baba Su im Tectrum geladen: „Neuss ist schöner wie Paris“ mit Johannes Schwelm, am 22. wird um 18 Uhr bei der Aids-Hilfe angegrillt, am 23. gibt es von 19.45 bis 22.15 Uhr eine offene Probe mit dem Chor „Vielhomonie“ in der „Alten Schmiede“, und am 24. wird von 15 bis 17 Uhr die Ausstellung „Trans in der Arbeitwelt“ im Berufsinformationszentrum gezeigt.

Abschließender Höhepunkt ist dann das Fest auf der Bahnhofsplatte, bei dem 30 Vereine und Gruppen Info-Stände aufbauen, womit der Platz schon an seine Grenzen stößt, wie Karus sagt. Die After-Show-Party steigt ab 21 Uhr im Djäzz.

Das Bühnenprogramm beim Christopher Street Day in Duisburg

Das Bühnenprogramm startet am Samstag, 25. Juli, um 12 Uhr auf der Bahnhofsplatte und läuft bis ca. 21 Uhr. Es wirken mit das Travestie-Duo „Cristallizzed“, das auch bei der Benefizgala im Grammatikoff auftritt, Keye Katcher, der an der 2. Staffel von „The Voice of Germany“ teilnahm, das Deutsch-Pop-Duo Antenne Lila aus Mannheim, die vierköpfige Band Backy Holst aus Duisburg mit Coversongs, die Pop-Band (We are) Diamonds aus Frankfurt, die Krefelder Sängerin Lian Carter oder die Tanzgarde der „MüKaGe“, die zu den Klängen von „Sister Act“ über die Bühne fegen. CSD-Bändchen werden für zwei Euro verkauft. Wer ein Bändchen trägt, kommt für 4 Euro in die After-CSD-Party im Djäzz an der Börsenstraße.