Ausverkauf im Autohaus
08.02.2009 | 16:37 Uhr 2009-02-08T16:37:00+0100
Nun ist sie da, die Abwrackprämie. In den Autohäusern werden Überstunden geschoben. Im Stau auf der A 59 kommt man sich wegen der vielen Neuwagen um einen herum vor wie beim Genfer Automobilsalon und auf den Schrottplätzen türmt sich genug Blech, um den Eiffelturm nachbauen zu können.
Klaus Kramer, Geschäftsstellenleiter von Opel Franken in Kaßlerfeld, ist ganz froh, wenigstens einige Minuten der Hektik im Verkaufsraum zu entgehen. 30 Autos hat er allein in den letzten drei Tagen verkauft. Bald sind seine Fahrzeugbestände aufgebraucht und er kann in seinem Ausstellungssaal freie Parkplätze vermieten. „Die Prämie schlägt voll durch, so etwas habe ich noch nie erlebt”, staunt er. Gekauft werden vor allem die kleineren Modelle der Opel-Palette, wie der „Corsa” oder der „Agila”. Durch die Staatsknete und Zusatzleistungen der Hersteller kann man heute schon für unter 7000 Euro ein brandneues Auto bekommen.
Das Wunschauto wird's allerdings nicht mehr in jedem Fall sein können, zumindest nicht sofort. „Die Lager sind bald leer, ich habe einfach nicht mehr jede Farbe und jede Ausstattungsvariante”, räumt der Händler ein. Wartezeiten bis April oder Mai können es also schon werden, bis die Autobauer auf den gewaltigen Nachfrageimpuls reagieren können. Immerhin: Bei Opel in Bochum soll es nun weniger Kurzarbeit geben als ursprünglich geplant.
Auch Stefan Spier, Verkaufsleiter für Pkw bei VW-Röchling, freut sich jeden Tag über ein volles Haus. Und trotz guter Bevorratung – über 100 Autos hatte man im Hinblick auf die Prämie nachbestellt – gehen auch ihm langsam die Wagen aus. „Durch die Prämie, aber auch durch die Neu-Regelung der Kfz-Steuer haben die Leute jetzt endlich Klarheit”, so der Händler.
Allein am Freitag registrierte das Straßenverkehrsamt 107 Verwertungsnachweise für verschrottete Autos. Sonst sind es kaum mehr als zehn pro Woche. Das bestätigt Kai Buschmann von der Autoverwertung Busch in Kaßlerfeld: „Am Freitag haben wir 40 Nachweise ausgestellt.” Da reicht es oft nur für einen flotten Hammerschlag aufs Dach, um das Auto als Wrack zu „kennzeichnen”. Verkaufen darf er die Wagen trotz vieler Anfragen nicht, auch wenn sie noch so gut erhalten sind.
Darum sieht er die Prämie mit gemischten Gefühlen. Weil plötzlich viel mehr Autos auf den Schrott kommen, sinkt der Preis für Ersatzteile ins Bodenlose. Konnte man früher 400 Euro für ein Golf-Getriebe verlangen, gibt es jetzt höchstens noch die Hälfte. Sein Fazit: „Uns macht die Prämie die Preise kaputt und der Markt für günstige Gebrauchtwagen ist auch total im Eimer.”

16:28
Da werden sich noch mehr Leute verschulden, und die Autohändler machen einen 100% Plus bei ihren Hausbanken!!! Aber auch die neuen Wagen fahren mit Sprit oder Diesel, was nützt mir der tolle neue Wagen wenn das Geld im Portomonaie fehlt zum tanken! Man sollte sich überlegen, ob das alles richtig ist!
06:24
ja immer schön verschulden oder soll mann glauben das eine abwrackprämie zusätzlich auch das geld für einen neuen waagen bereitstellt ?, da wir doch den banken wieder nur hilfestellung gewährt und die lemminge unserer gesellschaft kleben am hintern der zinsgeier erst gewinne machen grosskotz spielen und dann jammern egal, ist ein anderes thema auf jeden fall weiter so ...................
23:33
Das hatten wir doch schonmal. Ist noch garnicht lange her.
Denkt mal an die Mehrwertsteuererhöhung.
19:11
Das ist nur in den ersten Monaten so, danach einige Jahre keine Neuwagenverkauf für die Händler, was nützt ein gutes Quartal von 3 Monaten, wenn danach nichts kommt, alles nur aufgeschoben!
Die Autos werden in Zukunft noch Billiger