Das aktuelle Wetter Duisburg 7°C
Szene

Ausnahmeregelung ermöglicht wieder längere Partys im Szenelokal Djäzz

25.05.2012 | 17:58 Uhr
2011 hatten Duisburger für längere Öffnungszeiten des DJäzz protestiert, nachdem das Ordnungsamt verfügt hatte, dass das Lokal früher schließen muss. Nun gibt es einen kleinen Erfolg für die Freunde des Szenelokals. Foto: Stephan Eickershoff / WAZ FotoPool

Duisburg.   Weil sich Anwohner über den Lärm beschwert hatten, durfte das Duisburger Lokal "Djäzz" unlängst nur noch bis 1 Uhr öffnen. Tanzveranstaltungen wurden daher abgesagt. Jetzt hat das Ordnungsamt eine Ausnahmeregelung verhängt: An vier Abenden im Juni und Juli darf der Club bis 5 Uhr morgens öffnen.

Wenn die Sonne scheint, sieht es für Diskotheken- und Club-Betreiber meist düster aus. Bei schönem Wetter bleiben die Tanzflächen gewöhnlich leer. Doch im Djäzz muss man sich diese Sorge nicht machen.

Seit 18 Monaten warten die Gäste des Keller-Clubs darauf, an der Börsenstraße ausgedehnte Nächte zu verbringen. Nachdem sich Anwohner über Lärmbelästigungen beschwert hatten, beschloss das Ordnungsamt eine Sperrzeitverlängerung – das Djäzz musste um 1 Uhr schließen . Deshalb konnten Tanzveranstaltungen dort seit Januar 2011 nicht mehr stattfinden: Wenn die Sperrzeit anbrach, nahmen die Partys meist erst Fahrt auf. Gespräche zwischen Betreiber und Ordnungsamt haben nun zu einer Ausnahmeregelung geführt.

"Die Leute sind noch hungrig auf das Djäzz"

„Die Atmosphäre war sehr gut“, lobt Ercan Ulucan vom Djäzz die Kommunikation mit dem Ordnungsamt. Auch das Ergebnis war positiv: „Wir können an insgesamt vier Abenden im Juni und Juli bis 5 Uhr morgens öffnen.“ Nach diesen vier Veranstaltungen stehen erneut Gespräche an. „Wenn bei den Partys alles gut läuft, werden wir darüber sprechen, ob die Konzession geändert werden kann“, erklärt Ulucan. Die derzeit gültige schreibt vor, dass im Djäzz die Musik ab 22 Uhr nur in Zimmerlautstärke gespielt werden darf. Sollten die Verhandlungen zu diesem Thema aufgenommen werden, möchte Ulucan von vornherein Zugeständnisse machen. „Wenn wir mit den Partys weitermachen dürfen, wird es pro Monat nur vier geben, nicht wie früher acht“, sagt er.

Ercan Ulucan ist überzeugt davon, dass die Duisburger auch nach 18 Monaten ohne Partys den Club nicht vergessen haben. „Die Leute sind noch hungrig auf das Djäzz, das merke ich immer wieder. Ich bin zuversichtlich, dass alles klappt.“

Demo für das Djäzz

 

Zlatan Alihodzic


Kommentare
26.05.2012
15:52
im untergang wird rabe schlau
von judasthomaskuhl | #1

in dem moment wo er das ende seiner ära sieht fängt der dezernent plötzlich an zu denken

er ist mitschuld an der austrocknung der stadt

unser ordnungsfanatiker

Aus dem Ressort
Volksbank Rhein-Ruhr kauft Alltours-Zentrale im Innenhafen
Wirtschaft
Die Genossenschaftsbank begräbt ihre Neubau-Pläne in der City und übernimmt überraschend den Sitz desReiseveranstalters am Innenhafen. Der Deal bringt damit neue Bewegung in die Innenstadt-Entwicklung: Neben dem geplanten Textil-Kaufhaus könnte ein weitere Einzelhandels-Immobilie entstehen.
Duisburger sichern sich ein Stück Fassade
Kaufhof
Fast 60 Jahre lang zierten die grauen Rechtecke das Gebäude an der Düsseldorfer Straße. Große Teile waren längst marode. Doch einige Duisburger wollten sich ein Stück Geschichte mit nach Hause nehmen.
Großes Kino für eine große MSV-Mannschaft
Fußball
Der Dokumentarfilm „Meidericher Vizemeister“ erntet bei seiner ersten öffentlichen Vorführung im Duisburger Kino Filmforum am Dellplatz frenetischen Applaus. Einige Besucher kamen in MSV-Trikots. Die Stärke des Films ist die Authentizität seiner erzählenden Protagonisten.
Duisburger Polizei nimmt von Nazidemo-Verbot Abstand
Demoverbot
Dortmund verbietet, Essen schränkt ein, aber Duisburg nimmt diesmal Abstand von juristischen Mitteln gegen den Aufmarsch von NPD und ProNRW am Tag der Arbeit: „Die Situation in den Städten und damit die Entscheidungen sind nicht miteinander vergleichbar“, sagt ein Polizeisprecher.
Polizeihubschrauber in Duisburg mit Laserpointer angestrahlt
Laserpointer
Es war gegen 4 Uhr nachts, als der grüne Strahl auf den Helikopter traf. Mit einem Laserpointer soll ein 18-Jähriger Mittwochnacht auf einen Polizeihubschrauber gezielt haben. Dank klarer Sicht konnte die Besatzung den alkoholisierten Täter aber schnell lokalisieren.
Fotos und Videos
Vollsperrung auf A40
Bildgalerie
Autobahnen