Aus Mexiko-Stadt und Tokio nach Duisburg

Bürgermeister Manfred Osenger empfing am Mittwoch Akani Ishizaki (17, l.) aus Japan und Regina García (16) aus Mexiko mit ihren Gastfamilien im Mercatorzimmer des Rathauses.
Bürgermeister Manfred Osenger empfing am Mittwoch Akani Ishizaki (17, l.) aus Japan und Regina García (16) aus Mexiko mit ihren Gastfamilien im Mercatorzimmer des Rathauses.
Foto: Lars Heidrich/WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Einfach mit dem Rad herumfahren. Für die Austauschschüler Regina Garcia und Akane Ishizaki ein Luxus. Deutschland haben sie sich bewusst ausgesucht.

Duisburg.. Für Regina García aus Mexiko gab’s am Dienstag ein „buenos dias“ von Manfred Osenger, Akane Ishizaki aus Japan musste der Bürgermeister beim Empfang der beiden Austausch-Schülerinnen im Mercatorzimmer des Rathauses in seiner Muttersprache begrüßen.

Dabei sind die beiden Mädchen nach vier Monaten in Deutschland schon leidlich in der Lage, eine Konversation auf Deutsch zu bestreiten. Die gemeinnützige Austauschorganisation Youth For Understanding (YFU) hat sie an Gastfamilien in Duisburg vermittelt, während ihres Aufenthalts besuchen die Schülerinnen, die aus Mexiko-Stadt und aus der Nähe von Tokio stammen, das Mannesmann-Gymnasium in Huckingen.

Dreiwöchigen Sprachkurs absolviert

Nach einem dreiwöchigen Sprachkurs in Gießen kam Regina García zu Martina und Reinhold Kochanowski sowie Gastschwester Vivien nach Buchholz. „Wir hatten ja ein Zimmer frei“, schmunzelt der Vater. Viviens Zwillingsschwester Isabell verbringt derzeit ein Auslandsjahr im mexikanischen Monterrey, wird bei ihrer Rückkehr wohl wieder eine weitere Gastschülerin mitbringen.

Ähnlich ist es bei den Scharrenbrocks, die Akane Ishizaki aufgenommen haben. Antonia, ihre Gastschwester und Mannesmann-Gymnasiastin, hat mit YFU bereits ein Auslandsjahr in New Jersey (USA) hinter sich gebracht.

Bewusst für Deutschland entschieden

Nicht zufällig, sondern bewusst haben sie sich für Deutschland entschieden, betonen Regina und Akane. „Wir wollten die Sprache lernen, die Geschichte interessiert uns.“ Das Leben, die Menschen seien zwar „anders“, sagen die Mädchen, beide schätzen aber die Bewegungsfreiheit, die sie aus den Millionenmetropolen Mexiko-Stadt und Tokio nicht kennen. „Einfach mit dem Fahrrad herumzufahren, das wäre zu gefährlich“, erklärt Regina García.

Für Akane ist der Weg kurz nach Düsseldorf mit der großen japanischen Kolonie. Zum Essen war sie schon einige Male in der Landeshauptstadt. Das Urteil fällt sie mit asiatischer Höflichkeit aber dennoch deutlich: „Das Sushi ist in Japan besser.“