Aus Jeki wird in zwei Jahren JeKits

Foto: Herbert Höltgen

Wenn das Programm „Jedem Kind ein Instrument“ für Grundschüler ausläuft, soll nicht Schluss sein mit der vom Land geförderten musikalischen Früherziehung. Der Schulausschuss hat am vergangenen Freitag entschieden, dass die Stadt sich auch am Nachfolgeprogramm „Jedem Kind Instrumente, Tanzen, Singen“ (JeKits) beteiligt.

Zuvor hatte aber die CDU kritisiert, dass die neue Förderung lediglich über zwei Jahre geht statt – wie das bisherige Programm – über die gesamte Grundschulzeit.

Bisher nur für Schulen im Ruhrgebiet

Hintergrund für JeKits ist ein Kabinettsbeschluss der NRW Landesregierung vom 4. November 2014, wonach nun auch Schulen außerhalb des Ruhrgebiets an der musikalischenFrüherziehung teilhaben sollen. Bisher war dies lediglich Schulen im Revier vorbehalten, da „Jedem Kind ein Instrument“ anlässlich der Kulturhauptstadt Ruhr.2010 im gesamten Ruhrgebiet initiiert wurde. Dieses Programm läuft aber nur noch bis zum Schuljahr 2017/18.

An seiner Stelle tritt ab dem kommenden Schuljahr „JeKits“. Doch: Die Förderung ist auf einen Zeitraum von zwei Jahren pro Kind begrenzt. Dafür wurden die Inhalteauch auf die Bereiche Tanzen und Singen ausgedehnt. Ziel ist es, möglichst vielen Kindern in NRW den Zugang zu Instrumenten und einer gesanglichen oder tänzerischen Ausbildung zu ermöglichen.

Kostenpflichtig ab dem zweiten Jahr

Bei „JeKits“ sollen sich die Grundschulen im ersten Jahr zusammen mit einem außerschulischen Kooperationspartner (etwa einer Musikschule) für einen Schwerpunkt entscheiden. Das Programm – entweder mit Instrument, Tanzen oder Singen – soll möglichst im zweiten Schuljahr beginnen und soll sowohl von einem Lehrer als auch von einer Kraft des Kooperationspartners begleitet werden.

Der zusätzliche Unterricht beträgt eine Stunde pro Woche, die Teilnahme ist für die Kinder verpflichtend, bleibt aber kostenfrei. Im zweiten Jahr wird das Gelernte vertieft.Danach geht der dann freiwillige Unterricht über zwei Stunden pro Woche, wird von dem Partner organisiert und ist kostenpflichtig.

In Duisburg haben sich bislang 47 Grundschulen für die Teilnahme an „JeKits“ gemeldet, davon 32 für den Schwerpunkt Instrumente, elf für Tanzen und vier für Gesang. Drei Schulen wollen nicht mitmachen, eine Schule hat sich noch nicht geäußert. Da das Land die Maßnahmen fördert, muss die Stadt als kommunalen Eigenanteil nur die Aufwendungen für die Verwaltung des Programms übernehmen. Nach Auskunft der Stadt sei dabei in den kommenden drei Jahren der Zuschuss zu den Verwaltungskosten wie im bisherigen Programm gewährleistet, so dass keine zusätzlichen Kosten entstünden.

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