Aus Freispruch wurde eine Gefängnisstrafe

Damit hatte ein 47-jähriger Neudorfer nicht gerechnet: Das Landgericht Duisburg hob den gegen ihn in erster Instanz ergangenen Freispruch auf und verurteilte ihn wegen zweifacher gefährlicher Körperverletzung in Tateinheit mit Misshandlung Schutzbefohlener zu zweieinhalb Jahren Gefängnis.

Laut Anklage hatte er 2009 seinen damals achtjährigen Sohn in Oberhausen mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen und ihm eine blutende Platzwunde zugefügt. Im September 2011 hatte er das Kind durch einen Schlag mit einem Hammer auf die Finger verletzt.

Das Amtsgericht Oberhausen hatte den 47-Jährigen im April 2014 freigesprochen. Das Schöffengericht hatte Probleme damit gehabt, die Taten zeitlich und räumlich genau zuzuordnen. Zudem sah es die Behauptung des Mannes, das Kind habe sich beim Spielen mit dem Hammer selbst verletzt, als nicht zu widerlegen an.

Die Staatsanwaltschaft zog dagegen in die Berufung. Mit Erfolg: Die Mutter des Kindes, die getrennt vom Angeklagten lebt, und der Geschädigte belasteten den Angeklagten schwer. Die Berufungskammer war am Ende des mehrtägigen Verfahrens von der Schuld des Angeklagten überzeugt.