Aus Duisburger Theater-Keller wird Service-Standort

Karoline Hoell im entkernten Theater-Keller. Sie wünscht sich, dass es nach der Eröffnung auch Aktionen gibt wie eine „musikalische Mittagspause“.
Karoline Hoell im entkernten Theater-Keller. Sie wünscht sich, dass es nach der Eröffnung auch Aktionen gibt wie eine „musikalische Mittagspause“.
Foto: Stephan Glagla / Funke Foto Serv
Was wir bereits wissen
Das ehemalige Restaurant wurde nach langem Leerstand bereits entkernt. Service-Büro und Opernshop arbeiten dann unter einem Dach.

Duisburg.. Lang ist’s her, dass der Theater-Keller zwischen Haupt- und Bühneneingang des Stadttheaters an der Neckarstraße Treffpunkt für Künstler und Publikum war. Auch der letzte Umbau 1998, als der „Keller“ um einen gläsernen Vorbau erweitert wurde, hat nicht bewirkt, dass an diesem Standort ein Gastronomiebetrieb langfristig erfolgreich sein kann. Das Restaurant ist längst ausgezogen, die Front dient seither als Vitrine für Theater-Produktion.

Jetzt zieht neues Leben ein und es wird eine lang gehegte Idee umgesetzt: Aus dem Theater-Keller wird die zentrale Service-Stelle des Theaters – inklusive der Angebote der Deutschen Oper am Rhein. Der Opernshop ist bereits Ende Februar an der Düsseldorfer Straße ausgezogen und arbeitet übergangsweise in der Kassenhalle des Theaters. Verwaltungsleiterin Karoline Hoell hofft, dass der Umbau zur Sommerpause abgeschlossen ist – Überraschungen vorbehalten.

"So viel wie möglich erhalten"

Entkernt worden sind die 200 Quadratmeter inklusive Küche bereits. „Am Wichtigsten sind die Brandschutzmaßnahmen“, sagt Karoline Hoell. Müssen die Räumlichkeiten doch zum „restlichen“ Gebäude hin abgeschottet werden. Hinter der Fensterfront entstehen eine Service-Theke sowie zwei Arbeitsplätze für Abonnements. „Im hinteren Bereich können keine Arbeitsplätze eingerichtet werden, er kann nur temporär genutzt werden“, sagt Hoell. Der IMD und eine Architektin, die spezialisiert ist auf die Modernisierung historischer Gebäude, arbeiten noch an der Feinplanung. Auch die Theater-Werkstätten sind eingebunden; den Rückbau hat die Hausinspektion gemacht. „Wir wollen so viel wie möglich erhalten und mit eigenen Bordmitteln bestreiten.“ Hoell schätzt die Materialkosten auf 30.000 bis 50.000 Euro (außer Brandschutz).

Der Umbau ist auch eine Maßnahme zur Haushaltssanierung. Im dann nicht mehr genutzten Service-Büro entstehen Arbeitsplätze fürs Festivalbüro, das aus dem City-Palais auszieht.