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05.06.2007 | 09:56 Uhr

Autos und Hubschrauber in der Infostelle "Dritte Welt"

Was man mit Drahtresten und Getränkedosen machen kann, außer sie achtlos in den Hausmüll zu werfen, lässt sich nun in den Schaufenstern der Infostelle "Dritte Welt" an der Koloniestraße bestaunen.

Im Rahmen der Umwelttage sind hier etwa 50 nachgebaute Verkehrsmittel aus aller Welt ausgestellt. Vom Trabi aus Getränkedosen bis hin zu einem originalgetreuen Jeep aus Elefantengras ist alles dabei. Die meisten der ausgestellten Stücke sind jedoch unverkäuflich, denn der Leiter der Infostelle, Martin Scharper, hat sie in den letzten 15 Jahren liebevoll auf seinen Reisen durch die unterschiedlichen Kontinente gesammelt.

"Mein Lieblingsstück ist der Drahthubschrauber. Ich habe ihn damals von einem 14-jährigen Filipino gekauft", erklärt Martin Scharper. Der Hubschrauber wurde nur mit Hilfe von Draht und Klebeband konstruiert, kann aber dennoch seine Rotorblätter bewegen. Martin Scharper ist sich sicher, wenn der junge Filipino die nötige Unterstützung hätte, würde aus ihm sicher mal ein großartiger Ingenieur werden.

Alle der ausgestellten Stücke entstanden natürlich nicht nur aus lauter Freude am Basteln. Die Jugendlichen in Afrika, Lateinamerika und Asien verdienen sich durch den Verkauf der kleinen Kunstwerke ihren Lebensunterhalt.

"Den Hubschrauber hat mir der Junge unter einer Brücke für umgerechnet 1,50 Euro angeboten. Damit müsste er dann für die nächsten Tage auskommen", sagt Martin Scharper betroffen.

Die Fahrzeuge können noch bis zum 23. Juni in den Schaufenstern begutachtet werden. Wer an einem Exemplar interessiert ist, kann sich unter www.cancars.de informieren.

Von Nadine Parchem



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