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Aus dem „Hundertmeister“ in Duisburg wird bald das „Grammatikoff“

30.09.2011 | 17:54 Uhr
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Duisburg. „Es gibt nicht viel zu erzählen“, sagt Rolf Stanietzki. Tatsächlich hat der Geschäftsführer des „Steinbruch“ in den letzten Monaten kaum einen Kommentar zu einem möglichen Engagement in der ehemaligen „Kulturzentrale Hundertmeister“ abgegeben. „Es war zu schwammig, die Gespräche mit der Gebag liefen noch“, erklärt Stanietzki. Nun ist es aber nicht mehr schwammig. Am 4. November wird das „Hundertmeister“ am Dellplatz unter seiner Leitung neu eröffnen, als „Grammatikoff“.

Im September 2010 war Rolf Stanietzki zum ersten Mal bei einer Begehung im „Hundertmeister“. Ein halbes Jahr zuvor bewarb er sich um einen Mietvertrag. „Es müssten ungefähr acht bis zehn Bewerber gewesen sein. Und durch die Insolvenz der vorherigen Betreiber zog es sich dann noch in die Länge“, erzählt er. Seit einigen Wochen wird nun aber schon in den Räumen gearbeitet: an den Böden, der Toilette in der Zwischenetage, dem Kassenhäuschen und den Theken. Gerüchte machten die Runde, dass die Eröffnung für Oktober geplant gewesen sei. Das ist wegen der Umbauten nicht zu schaffen. Und auch ein anderes Gerücht kann Stanietzki aus der Welt räumen, das der Mietfreiheit in den ersten Monaten: „Wir zahlen von Anfang an Miete, selbstverständlich.“

Uschmann und Bender kommen zur Eröffnung

25 bis 30 Veranstaltungen im Monat wollen Stanietzki und Sebastian Schwenk, zuständig für das Programm, stattfinden lassen – allerdings in „Steinbruch“ und „Grammatikoff“ zusammen. „Es soll nicht von Anfang an aufgeblasen werden“, erklärt Schwenk. Stanietzki ergänzt: „Allein schon, weil zahlreiche Party-Veranstaltungen abgewandert sind, müssen wir das langsam wieder aufbauen.“ Auch wenn es das Ziel sei, mit der Zeit wieder mehr Konzerte nach Duisburg zu holen, müsse sich die Arbeit mit den Künstleragenturen zunächst einspielen. „Von uns wird in dem Bereich viel erwartet. Aber ich möchte weg von diesem hochgejubelten Status einer Kulturzentrale“, betont Stanietzki. „Wir machen erst mal eine Kneipe mit Programm auf.“

Das steht auch schon für den November fest. Die Eröffnung wird mit einer Party gefeiert, bei der fünf DJ-Teams – die später auch die Tanzveranstaltungen beschallen – auflegen. Sechs Tage lang ist die Duisburger Filmwoche zu Gast. Dazu kommen eine Lesung (Oliver Uschmann), ein Auftritt von Hennes Bender und Konzerte im Rahmen der Diskos. Auch mit Clubs und Lokalen nicht nur am Dellplatz wurden Gespräche geführt, um in Zukunft zusammenzuarbeiten. Und mit dem eigenen zweiten Standort in Neudorf, dem „Steinbruch“, hat man die Möglichkeit, Veranstaltungen in beiden Häusern zu verbinden und die unterschiedlichen Größen zu nutzen. „Vielleicht schaffen wir es auch, bei manchen Konzerten Duisburg vor Düsseldorf und Köln zu platzieren“, sagt Sebastian Schwenk.

Hommage an verstorbenen Geiger

So war es früher, in den besten Zeiten des „Hundertmeisters“. Unter dem neuen Namen soll das nun wieder gelingen. Der ist übrigens eine Hommage an den verstorbenen Geiger Peter Grammatikoff, der mit über 90 Jahren bei einer Pop-Session im „Steinbruch“ auftauchte und mit den jungen Musikern spielte. Laut Rolf Stanietzki ein treffendes Symbol: „Bei uns sollen alle zusammenkommen können.“

Zlatan Alihodzic

Kommentare
06.10.2011
11:57
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von Grammatikoff | #10

Die ersten Eindrücke des Programms sind ab sofort unter www.facebook.com/grammatikoff einzusehen

01.10.2011
15:00
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von judasthomaskuhl | #9

kulturzentrale hundertmeister zwei worte doppelter größenwahn

duisburg ist in sachen wortkunst einfach lächerlich

ne protzoper - aber noch nichtmal schauspiel (gastierende fremde theater und als feigenblatt die zwergenhafte restebühne säule) - die vhs kommt mit sich selbst nicht klar und die stadtbibliothek hat keine kohle

das hundertmeister war von anfang an die hoffnung daß da mal was passiert - der volksmund hat mit comedybunker sein urteil gefällt

nun gehts weiter mit der niveauarmut

bender signalisiert kontinuität als blödelbude - schade

stanietzki bildet jetzt ein kartell mit sich selbst

nur der name grammatikoff ist eine gute wahl

wer den peter gekannt hat weiß für welche kulturtradition er stand

wieder ein großer name

ob man dem gerecht wird?

01.10.2011
11:46
Aus dem „Hundertmeister“ in Duisburg wird bald das „Grammatikoff“
von Kritiker90 | #8

Aber ich möchte weg von diesem hochgejubelten Status einer Kulturzentrale“, betont Stanietzki. „Wir machen erst mal eine Kneipe mit Programm auf.“

Das ist die richtige Einstellung. Ich kenne zwar den Herrn Stanietzki nicht, aber ich bin mir sicher, dass er das schafft und wünsche ihm auf diesem Weg alles Gute für den oder das Grammatikoff

01.10.2011
11:15
Aus dem „Hundertmeister“ in Duisburg wird bald das „Grammatikoff“
von GutesGewissen | #7

Danke Rolf :) !!!

01.10.2011
09:02
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von graphos | #6

#3/#5
Ob Sie´s glauben oder nicht: Gestern um 18:29 war der Artikel nur ein kurzer Spot und da stand nix drin von Peter Grammatikoff.

01.10.2011
08:29
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von tommysurfer | #5

(...)
Unter dem neuen Namen soll das nun wieder gelingen. Der ist übrigens eine Hommage an den verstorbenen Geiger Peter Grammatikoff, der mit über 90 Jahren bei einer Pop-Session im „Steinbruch“ auftauchte und mit den jungen Musikern spielte. Laut Rolf Stanietzki ein treffendes Symbol: „Bei uns sollen alle zusammenkommen können.“

30.09.2011
21:36
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von rickylee | #4

NÖÖ

30.09.2011
18:39
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von tommysurfer | #3

@ #2 graphos:
steht doch im Artikel

30.09.2011
18:29
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von graphos | #2

GRAMMATIKOFF - wie bist du nur auf diesen Namen gekommen? Rolf, Rolf, Rolf… :-(

30.09.2011
18:09
Aus „Hundertmeister“ wird „Grammatikoff“
von tommysurfer | #1

prima, das klingt doch erfreulich bodenständig.
Ich drücke die Daumen, dass es unter Rolf Stanietzki besser läuft.
Wesentlich ist, dass der Laden unabhängig wirtschaften kann, ohne am laufenden Band Zuschüsse zu benötigen.

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