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Aufstieg - Mannschaften blicken in die Röhre

14.12.2012 | 11:00 Uhr
Sie machen bei der Feuerwehr den gefährlichsten Job, werden aber kaum befördert: Feuerwehrmänner im mittleren Dienst.Foto: Fabian Strauch

Duisburg. Eine schöne Weihnachtsüberraschung hat OB Sören Link für 32 Beamte der Berufsfeuerwehr : Sie werden befördert. Nicht nur bei der Personalversammlung der Berufsfeuerwehr wurde daran allerdings jetzt Kritik laut.

Oberen Dienstgrade profitieren

Denn von den Beförderungen profitieren die oberen Dienstgrade besonders. So rutschten in der fünfköpfigen Leitung der Wehr gleich vier von fünf Beamten eine Stufe höher. Dagegen kamen von den 545 Beamten des mittleren Dienstes gerade einmal 17 oder drei Prozent in den Genuss.

Stellenkegel auf den Kopf gestellt

„Dafür sind bei der Beförderungsrunde 2011 bis auf einen nur Angehörige Sörendes mittleren Dienstes an der Reihe gewesen“, führt Stadt-Pressesprecher Peter Hilbrands zur Entlastung an, insgesamt 44. Und davor habe es lange gar keine Beförderungen gegeben.

 

Eine bis drei Beförderungen üblich

Bei den drei Laufbahnen des mittleren, gehobenen und höheren Dienstes sind eine bis drei Beförderungen im Laufe eines Beamtenlebens üblich. Besonders pikant: Von der Feuerwehrführung befindet sich nach der diesjährigen Beförderungsrunde kein einziger mehr in der Eingangsstufe A 13 (Brandrat). Der Stellenkegel ist dort sozusagen auf den Kopf gestellt.

Rettungsübung in Duisburg

40 Altgediente noch nie befördert

Valentino Tagliafierro, neuer Vorsitzender des Personalrats bei der Berufsfeuerwehr, räumt von daher den Unmut unter den Kollegen ein. Er selbst bekommt die Eingangsbesoldung (A 7, Brandmeister), wurde von seinen Kollegen deswegen gewählt. „70 Kollegen hätten befördert werden müssen“, sagt er. Aber die Kommunalaufsicht habe angesichts der Finanzlage der Stadt gerade einmal gestattet, die gröbsten Ungerechtigkeiten zu beseitigen. „Die Vorgabe lautete, alle Kollegen zu befördern, die zwei Stufen unter ihrer tatsächlich ausgeübten Po­sition besoldet werden“, sagt er. Ihnen stünden die entsprechenden Zulagen spätestens nach 18 Monaten auf ihrer Position zu. Immerhin habe die Feuerwehr von den insgesamt bei der Stadt zugelassenen 160 Beförderungen 32 abbekommen.

Mittlerer Dienst kommen zum Zuge

Der Personalratsvorsitzende sieht ein strukturelles Problem: „Wir haben 40 Kollegen, die sind seit 15 bis 25 Jahren dabei und bekommen noch immer die Eingangsbesoldung (A 7).“ Und das liege daran, dass es für sie im Stellenplan der Stadt im Gegensatz zu den oberen Laufbahnen kaum Funktionsstellen gebe. So würden zwar Gruppenführer automatisch höhergestuft, nicht aber Kollegen mit der Zusatzausbildung als Rettungsassistent. Die aber sei der Qualifizierung zum Gruppenführer mindestens gleichwertig. Bei der nächsten Runde komme der mittlere Dienst wieder zum Zuge.

Martin Kleinwächter



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