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Aufbau soll billiger werden

15.12.2008 | 21:30 Uhr

STADTENTWICKLUNG. Sparmöglichkeiten werden gesucht. Der Erweiterungsbau für die Küppersmühle soll allein durch Sponsoren finanziert werden. Dressler: "Es darf nicht zu Lasten der Gebag gehen."

Den "Schuhkarton" vielleicht ein bisschen verkleinern, bei der Technik abspecken oder Verbesserungen im Zusammenspiel mit dem alten Museums-Gebäude erlangen: Wie Gebag-Chef Dietmar Cremer gestern auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz erklärte, wird derzeit danach gesucht, wie die Kosten des geplanten Erweiterungsbaus für die Küppersmühle auf einen bestimmten Betrag einzudämmen sind. Dessen Höhe wollte Cremer aber keinesfalls beziffern. Die Kosten lägen derzeit bei über 30 Millionen Euro.

Problem Mehrwertsteuer

Aber selbst dieser Betrag liegt bereits weit über den 26 Millionen Euro, die aktuell durch das Land NRW sowie Sponsorengelder gesichert sind. Dennoch gaben sich Cremer und Stadplanungsdezernent Jürgen Dressler, gestern in seiner Rolle als Gebag-Vorstand, zuversichtlich, dass es gelingen wird, diese Lücke zu decken. Und zwar nicht mit Geldern der Gebag. "Der Aufwand, der sich ergibt, muss durch Sponsoren gedeckt sein", betonte Dressler. "Es kann und wird nicht zu Lasten des Unternehmens gehen."

Optimistisch setzen beide darauf, dass einige Geldgeber ihre Sponsorbeträge erhöhen, vielleicht neue Sponsoren hinzugewonnen werden können.

Zudem hoffen Cremer und Dressler, dass sich die Preissituation beim Stahl kostengünstig entwickelt. Dressler: "Das ist eine große Sorge, es wird viel Stahl verbaut werden." Ein Risiko sei nach wie vor die Mehrwertsteuerrückzahlung, über die das Finanzamt befinden muss. "Wenn die nicht kommt, haben wir ein Problem", gesteht Cremer. Denn dadurch könnten sich die Baukosten um mehrere Millionen erhöhen.

Zugestimmt hätten die Sponsoren jedenfalls, die bislang auf den 31. Dezember 2008 terminierte Rücktrittsfrist für die Gebag bis Ende Februar zu verlängern. Bis dahin sollen alle "sensiblen Fragen" geklärt sein, damit die noch ausstehende endgültig Entscheidung, ob die Gebag Bauherrin wird, getroffen werden kann. "Wenn das gebaut wird, sind wir natürlich Bauherr", erklärte Dressler kategorisch. Und Cremer ergänzte: "Wir wollen das bauen, das gehört von der Kompliziertheit zur Edelkategorie unter dem, was wir bauen."

Im Februar 2009 ist die entscheidende Aufsichtsratssitzung terminiert. Ist bis dahin geklärt, dass die Erweiterung der Küppersmühle allein durch Drittmittel zu finanzieren ist und die Gebag kein finanzielles Risiko trägt, könnte der Baubeginn Ende Februar sein. Cremer ist sicher, dass dann das ins Auge gefasste Ziel noch zu erreichen ist: Fertigstellung des Erweiterungsbaus Küppersmühle im Kulturhauptstadtjahr 2010, und zwar Mitte 2010.

ULLA SAAL

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Kommentare
16.12.2008
11:10
Aufbau soll billiger werden
von renton | #4

@altwalsumer,

Zum einen: Der Stahlpreis ist ja lange Zeit ordentlich gestiegen. Wenn er jetzt mal sinkt, wird das nicht sofort zu Entlassungen führen.

Zum anderen: Wenn das Ding nicht gebaut wird, wird gar kein Stahl abgsetzt, was nach ihrer Logik dann erst Recht zu Arbeitsplatzverlusten führen wird.

Was also ist wohl schlimmer für die Stahlindustrie?

16.12.2008
06:17
Aufbau soll billiger werden
von compadre | #3

Wer kann schon von Herrn Cremer Anderes erwarten!
Schon beim Theater am Marientor hat er Millionen zu Lasten der Steuerzahler verzockt.
Und Jürgen Dressler - der giibt regelmäßig nicht nur seinen Hut an der Garderobe ab.
Diesen verantwortungslosen Tyoen ist dorch egal, ob hinterher die Mieter der GEBAG oder die Steuerzahler die Zeche zahlen müssen.

16.12.2008
03:14
Aufbau soll billiger werden
von altwalsumer | #2

astrein, die einen hoffen, dass der stahl billiger wird und im norden gehen die arbeisplaetze ... ueber die emscher. glueckwunsch.

den rest, den ich mir denke, lass ich mal in meinem kopf.

15.12.2008
23:54
Aufbau soll billiger werden
von P.Bettermann | #1

Wer trägt dann eigentlich die Folgekosten? Die Gebag, oder indirekt die Mieter der Gebag? Der Aufsichtsrat hat jetzt das Sagen und die Verantwortung.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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