Auch nach den Mafia-Morden sind ‘Ndrangheta-Clans weiter in Deutschland aktiv
14.08.2012 | 17:40 Uhr 2012-08-14T17:40:00+0200
Duisburg. Auch fünf Jahre nach den Mafia-Morden in Duisburg soll Deutschland eines der „Top-Länder“ für italienische Gangster sein. Insbesondere Bayern, Baden-Württemberg und NRW seien „Hochburg für die ‘Ndrangheta“, sagt die italienische Abgeordnete Laura Garavini.
Laura Garavini sorgte bereits in den vergangenen Tagen für jede Menge Schlagzeilen, vor allem in Süddeutschland, als sie Deutschland als eines der „Top-Länder“ für italienische Gangster bezeichnete und Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen eine „Hochburg für die ‘Ndrangheta“ nannte.
Zum fünften Jahrestag des sechsfachen Mafia-Mordes in Duisburg legte die italienische Parlamentsabgeordnete, die auch im Antimafia-Ausschuss sitzt, nach.
Keine Illusionen machen
„Jüngste Ermittlungen italienischer Fahnder haben ergeben, dass in Deutschland mindestens sechs Zellen der kalabrischen ‘Ndrangheta aktiv sind, die jeweils wenigstens 50 Mitglieder umfassen. Alle gefährlichen ‘Ndrangheta-Clans sind durch teilweise mehrere Familienmitglieder in Deutschland vertreten“, teilt die Abgeordnete auf dem offiziellen Briefbogen ihrer Partei „Partito Democratico“ mit.
„Auch wenn in der Bundesrepublik seit Duisburg kein Aufsehen erregender Mord mehr passiert: Keiner sollte sich der Illusion hingeben, die Mafia sei in Deutschland kein Problem mehr“.
Geld wird in Deutschland gewaschen
Die ‘Ndrangheta würde hierzulande ihr Geld aus ihren weltweit kriminellen Geschäften waschen, sagt Garavini, die 20 Jahre in Kiel, Köln, Berlin und Hamburg gelebt hat und auch die deutsche Staatsangehörigkeit besitzt.
Nach den Mafia-Morden in Duisburg gründete sie in Berlin mit einigen bekannten italienischen Gastronomen die Initiative „Mafia? Nein danke!“, deren Mitglieder sich verpflichtet haben, jeden Versuch einer Schutzgelderpressung sofort anzuzeigen und niemanden einzustellen, der mit mafiösen Gruppen in Verbindung steht.
Zusammenarbeit wird gelobt
Die 46 Jahre alte Politikerin lobt die Zusammenarbeit zwischen deutschen und italienischen Ermittlungsbehörden. Sie habe sich seit dem Blutbad in Duisburg verbessert. „Die deutsch-italienische Taskforce, die nach den Mafia-Morden gebildet wurde, hat gute Arbeit geleistet. Diese Zusammenarbeit muss über die Taskforce-Arbeit zu den Duisburger Morden hinaus dauerhaft fortgesetzt und weiter verbessert werden“, erklärt Garavini.
Zudem fordert sie, dass Deutschland einen EU-Rahmenbeschluss übernimmt, wonach auch juristische Personen wie Unternehmen im Hinblick auf organisierte Kriminalität und Geldwäsche strafrechtlich verfolgt werden können.
11:38
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11:30
Der Bericht zeigt einmal mehr in erschreckender Weise, wie unbeweglich und unfähig die zuständigen Behörden und Politiker auf solche Bedrohungen "reagieren", nämlich garnicht.Stattdessen werden harmlose (sog. illegale) Ausländer aus ärmsten Ländern aufgegriffen und in monatelange, menschenunwürdige Abschiebehaft gesteckt. Wahrscheinlich als Alibifunktion dieser Behörden gegenüber den tatsächlich kriminellen Strukturen der verschiedenen Mafiagruppen aus Italien, Rußland, Albanien, Rumänien u.a.
10:27
nur die obersten Polizeibehörden und die Politik wollen nichts davon wissen. Dabei ist die O.K. wesentlich gefährlicher für unsere Gesellschaft als jeder "Terrorist". Wieviel wurde über letztere gesprochen, Milliarden an Steuergeldern ausgegeben, aber die O.K. blieb unerwähnt.Gehen wir davon aus, daß die Paten Beziehungen zu höchsten Regierungskreisen haben: wenn schon Lobbyisten die Gesetze schreiben, dürften auch Paten ihre Emissäre in Berlin akkreditiert haben.
Die Regierung wird sagen: Die O.K. ist ein großer Arbeitgeber...
08:43
Ja wie jetzt..haben die sich nicht zur ruhe gesetzt..Deutschland ist bei der Mafia sehr beliebt, weil hier hat weder Polizei noch Politik n Schimmer davon was so abläuft!
08:22
Wer hätte den allen ernstes etwas anderes erwartet? Dieser "bunte" Muster-Nachtwächterstaat BRDDR bietet doch geradezu ideale Voraussetzungen für die Akltivitäten der organisierten Kriminalität.Und - die Mafia lernt - sie mordet weniger und nicht mehr öffentlich, es gibt andere Druckmittel und es "verschwinden" halt etwas mehr Menschen - spurlos .... Diese Angst wirkt sogar besser!
Wer es wagt die Wahrheit zu sagen bekommt nicht nur mit der Mafia ärger sondern wird in den Medien als Nazi-beschimpft und von der Polizei und der Justiz als potentieller Rechtsextremist verfolgt. Ob solcher Verhältnisse mag es gut sein, dass sich die fast ausnahmslos aus dem Ausland stammenden organisierten Kriminellen vor Lachen die Bäuche halten.
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..., dass sie als Rechtsextremist und Nazi beschimpft werden. Allerdings werden sie da nicht die Wahrheit gesagt haben, sondern nur die Vorfälle nutzen, um ein rechtsextremes Weltbild darzulegen.
Das ist ein Unterschied. Und ob organisierte Kriminalität fast ausnahmslos aus dem Ausland kommt, wage ich in so fern zu zu bezweifeln, das sich nur die Lebensumstände hier ändern müssen, um der Entwicklung organisierter Kriminalität vorschub zu leisten.
Es gibt keine "ethnien-" oder "rassenbegründete" Kriminalitätskultur. Oranisierte Kriminalität hat andere Ursprünge mit denen man sich ernsthaft auseinandersetzen sollte, um sie zu bekämpfen.
07:43
Hat jemand geglaubt, die Tat in Duisburg wäre der letzt Akt gewesen?