Auch Duisburger Stahl-Belegschaft ist Charlie

Was wir bereits wissen
Die Entscheidung fiel spontan: Eine Delegation von HKM fuhr morgens los, um am Abend an der Mahnwache gegen Terror in Berlin teilzunehmen.

Duisburg.. Ein starkes Zeichen aus Deutschland gegen Fremdenfeindlichkeit und für ein friedliches Zusammenleben sollte die gestrige Mahnwache vor dem Brandenburger Tor in Berlin werden. Mitarbeiter der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann im Duisburger Süden haben sich noch am Montagabend spontan entschlossen, an der Demonstration in der Hauptstadt teilzunehmen.

Und gestern um 9 Uhr ging’s schon los. Die Gruppe bestand aus Mitgliedern der Jugend- und Auszubildenden Vertretung, des Betriebsrates und weiteren Mitarbeitern der HKM. Von ihrem Unternehmen erhielten die rund 30 Berlin-Reisenden einen Tag Sonderurlaub, um ausgeruht wieder am Arbeitsplatz erscheinen zu können.

Ein Spiegelbild unserer Gesellschaft

„Ein Unternehmen kann nicht demonstrieren, aber ein Unternehmen kann Flagge zeigen. Und das macht die HKM, in dem sie die Delegation unterstützt“, sagte Arbeitsdirektor Peter Gasse. Die Belegschaft der Hüttenwerke Krupp-Mannesmann seien auch ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. „Die Vielfalt zählt und macht uns erfolgreich.“

„Ich finde es richtig, Farbe zu bekennen“, erklärte Nick Velden auf der Fahrt. Es gehe darum, ein Zeichen zu setzen gegen den Terrorismus, sagte der 21-jährige angehende Elektroniker für Automatisierungstechnik im dritten Ausbildungsjahr, der auch Jugendvertreter ist.

Der Zentralrat der Muslime und die Türkische Gemeinde hatten die Kundgebung vorm Brandenburger Tor organisiert. Auch der Zentralrat der Juden sowie die evangelische und katholische Kirche waren dabei.