Attentat - mehrere Tote in Duisburgs Partnerstadt Gaziantep
20.08.2012 | 21:49 Uhr 2012-08-20T21:49:23+0200
Gaziantep/Duisburg. Durch einen Bombenanschlag sind am Montagabend in Gaziantep, der türkischen Partnerstadt von Duisburg, mindestens acht Menschen getötet worden. Die Behörden machten die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK für das Attentat verantwortlich.
Bei einem Bombenanschlag sind in der türkischen Stadt Gaziantep - Partnerstadt von Duisburg - am Montag mindestens acht Menschen getötet und etwa 50 weitere verletzt worden. Ein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug sei am Abend im Zentrum der Stadt im kurdisch dominierten Südosten des Landes explodiert, sagte Bürgermeister Asim Güzelbey im türkischen Fernsehen. Bei der schweren Detonation nahe einer Polizeiwache seien mehrere Autos und ein Stadtbus in Flammen aufgegangen. Drei Insassen des Busses seien unter den Opfern.
Die Behörden machten die in der Türkei verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) für das Attentat verantwortlich. Die mehrheitlich von Kurden bewohnte Region ist eine Hochburg der PKK, die seit 1984 gegen die Regierung in Ankara kämpft. Erst in der vergangenen Woche war der türkische Abgeordnete Hüseyin Aygün nach seiner Entführung durch die PKK wieder freigelassen worden. Die türkische Armee hatte Ende Juli eine Boden- und Luftoffensive gegen Stützpunkte der PKK gestartet. Bei dem Konflikt mit der PKK wurden seit 1984 mehr als 45.000 Menschen getötet.
In der Stadt hat die Türkei Flüchtlinge des Bürgerkrieges in Syrien aufgenommen. Fast 70.000 Menschen sind bereits in die Türkei geflohen, weshalb die Regierung am Montag die Einrichtung von Schutzzonen der Vereinten Nationen im Nachbarland vorschlug. Die Regierung in Ankara verdächtigt die syrische Armee, PKK-Milizen mit Waffen zu versorgen. (afp/rtr)

12:16
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11:12
Ja die Begriffe geraten schon mal durcheinander. Was für den einen Terroristen sind, sind für andere Rebellen. Wäre der Anschlag in Syrien passiert, ginge er als Teil des Freiheitskampfes der Sunniten durch.
Die türkische Regierung unterstützt massiv den Sturz der syrischen Regierung, die syrischen Kurden kämpfen auf Regierungsseite, um ihre Privilegien nicht zu verlieren.
Tja, wer mit seinen Nachbarn nicht in Frieden leben will.
01:15
Bei PKK-Terroristen von Rebellen zu sprechen ist absoluter Frechheit. Die deutschen Medien sollten besser auf eine klare & richtige "Begrifflichkeit" achten.
...wo steht in diesem Text was von Rebellen? Da steht mal was von PKK-Milizen.
Milizen können militärische oder paramilitärische Verbände sein, die sich erst im Bedarfsfall zusammenstellen. Es sind Bürger- oder Volksheere. Ob die Bezeichnung Miliz in Bezug auf die PKK richtig ist kann man bezweifeln. Mag sein das sich die PKK als solche versteht. Eine Frechheit ist es also nicht.
Rebellen sind die, die sich gegen die staatliche Obrigkeit auflehnen. Und genau das tut die PKK. Der Begriff wäre so gesehen richtig.