AStA-Referenten der Uni Duisburg-Essen sollen Gelder veruntreut haben
11.10.2011 | 19:44 Uhr 2011-10-11T19:44:00+0200
Duisburg/Essen.Der WAZ-Redaktion liegt ein Schreiben vor, in dem es heißt, die Staatsanwaltschaft Essen ermittle derzeit gegen aktuelle und ehemalige AStA-Referenten der Uni Duisburg-Essen.
Ihnen wird Untreue, Korruption und Betrug vorgeworfen. Die Ermittlungen richten sich gegen aktive und ehemalige Mitglieder der L.u.St. (Liste unabhängiger Studierender), des RCDS (Ring Christlich-Demokratischer Studenten) und der Juso-Hochschulgruppe. Anlass für die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen soll ein Brief gewesen sein. Dieser wurde Mitte des Jahres mehreren Personen und Gruppen anonym zugespielt – darunter auch der Polizei.
Referenten sollen mehrere Zehntausend Euro unterschlagen haben
In dem achtseitigen Schreiben werden verschiedene ehemalige und aktive AStA-Referenten namentlich der Unterschlagung von mehreren Zehntausend Euro beschuldigt. Es soll sich um sechs bis sieben Täter handeln. Sie sollen sich über Jahre hinweg systematisch Gelder der Studierendenschaft in die eigene Tasche gesteckt haben. Der Verfasser des Schreibens schildert auch, wie die Gruppe vorgegangen sein soll: So sollen Referenten gefälschte Rechnungen vorgelegt haben, die von anderen eingeweihten Referenten abgesegnet wurden. Außerdem hätten die Beschuldigten regelmäßig lukrative Aufträge im Namen der Studierendenschaft an Firmen vergeben, bei denen sie selber mitverdienten.
Jetzt soll sich die Staatsanwaltschaft Essen eingeschaltet haben. „Diese Nachricht überrascht mich nicht“, erklärte Uni-Sprecherin Beate Kostka. „Es stehen ja bereits seit längerem detaillierte Vorwürfe im Raum. Deshalb haben wir die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.“ Der Vorsitzende des AStA, Jens Eißmann, war bis Redaktionsschluss für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Christopher Dieter, der Sprecher des AStA, sagte, dass ihm das Thema bisher nicht bekannt sei. Die Staatsanwaltschaft Essen war am Abend für eine Stellungnahme nicht mehr zu erreichen. Auch aus der Juso-Hochschulgruppe sickerte durch: „Die Staatsanwaltschaft ermittelt – auch gegen aus der Gruppe ausgeschlossene Jusos.“

12:05
@Bene: Hoffen wir es!
12:03
@Bene: Zu hoffen wäre es!
02:42
@23: ich kann für mich sagen, dass ich für die nächsten Wahlen im Wahlausschuss bin und man mich danach nur noch sporadisch da sehen wird. Ich hab der Studierendenschaft 2 Jahre geschenkt und das reicht auch bzw. ist eigentlich schon zuviel. Ich bin froh, wenn ich raus bin. Das wird nach aktuellem Stand Ende November der Fall sein
20:46
Ja, das rhetorische Niveau ist in der Tat höher. Aber man merkt an eurem Verhalten, vor allem gegenüber einander, dass ihr euch, höflich ausgedrückt, politisch engagiert. Die Schuldzuweisungen, die Dementi und diese kleinen Spitzfindigkeiten erinnern mich sehr an unsere führenden Politiker.
Auch wenn ihr vielleicht nicht in der Position seid, um eine Klärung zu bewirken, solltet ihr vielleicht eure kleine Podiumsdiskussion beilegen, ehe nachher noch die Stimmen groß werden, dass die Politik mal wieder mehr redet, diskutiert und spekuliert, als was zu tun.
16:59
nicht nur rethorisch...
15:27
Nun, wenn ich unsere Parlamentsdiskussionen mit Bundestagsdebatten vergleiche muss ich doch sagen, dass das rethorisch unterschiedliche Niveaustufen sind - sehr bedauerlich, aber sind weiterhin stehts bemüht.
11:17
Wie toll sich hier scheinbar politisch aktive Studenten streiten. Man könnte fast meinen, man stünde im Bundestag.
10:43
Vermutungen sind in unseren Publikationen als solche gekennzeichnet, Fakten ebenso. Dass unser Wahlkampf mit Inhalten anstatt mit Kätzchenphotos bestritten wird, kannst du uns gerne vorwerfen, wir werden das dennoch nicht ändern.
Natürlich bin ich auch ein großer Freund der Unschuldsvermutung,m auch wenn die BRD diese längst ausgesetzt hat. Aber für Ermittlungen muss ein ausreichender Anfangsverdacht bestehen. Und das sind dann keine reinen Vermutungen.
23:03
und Jos:
In meinen Augen stehen da Gerüchte und ich bin (ganz ehrlich) sehr gespannt auf das Gerichtsverfahren. Ich weiß ja, dass du so deine Schwierigkeiten damit hast und lieber mit irgendwelchen Vermutungen um dich schmeißt. Ich kann für mich sagen, dass ich von einer Veruntreuung der Gelder oder einer Bereicherung nix weiß. Und bis mir (bzw. dem Gericht) da nix anderes bewiesen ist bleibe ich dabei. Wie nennt sich das doch gleich...Unschuldsvermutung oder so? Bisher habe ich nur Gerüchte und ähnliches gehört, auch wenn das sicherlich recht hilfreich vor den Wahlen ist und wohl auch während der Wahlen als Wahrheit verkauft wird: Es ist noch nix bewiesen. Nur weil ermittelt wird oder auch weil Personen vorgeladen werden bedeutet das in keinster Form, dass sie schuldig sind.
Das solltest eigentlich gerade du, Jos, am besten wissen
22:41
@unangerufener:
habe ich