ASTA lehnt Streik ab
15.06.2009 | 19:24 Uhr 2009-06-15T19:24:00+0200Bundesweit beteiligen sich 80 Unis mit unterschiedlichen Aktionen an einem Bildungsstreik. Aufgerufen dazu hat ein unabhängiges Bündnis - die AG Bildungsstreik.
Es fordert die Abschaffung von Studiengebühren und die Abschaffung des Bachelor-und Mastersystems. Der ASTA lehnt diesen Streik ab.
Warum lehnt der ASTA den Streik ab?
Körner: Wir halten die Forderungen für zu radikal. Es ist Unsinn, nicht nur die Abschaffung der Studiengebühren, sondern auch BAföG für alle und eine Übernahme aller Studenten in die Arbeitswelt zu fordern.
Wer steckt denn dahinter?
Nach dem, was wir in Erfahrung gebracht haben, sind es radikale Gruppen, die vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Damit wollen wir nichts zu tun haben. Auch die geplanten Aktionen wie „Banküberfälle” halten wir für völlig daneben. Wir planen eigene Aktionen.
Ist die Kritik an Bachelor und Master denn so völlig unberechtigt?
Nein, da gibt es sicherlich noch Nachbesserungsbedarf und daran muss auch gearbeitet werden. Aber bei uns halten sich die Beschwerden in Grenzen.

14:38
Aber die Frage die sich mir stellt, warum bringen Sie überhaupt jetzt genau hier dieses NPD-Argument?
-->Ich stelle dieses Argument weil immer wieder gesagt wird, dass es völlig unpolitisch ist. Völlig unpolitisch würde auch bedeuten, dass man bei der NPD mitstreiken würde, denn es geht ja nicht um die Gruppen sondern um die Forderungen
Falsch! Ich schließe jetzt einfach mal aus deiner Aussage, dass du immer noch der Ansicht bist, die Personen, die zu dem Streik aufgerufen haben, seien alle linksradikal?!?
-->Das ist falsch. Ich habe auch nie gesagt, dass alle Gruppen linksradikal sind. Einige der Gruppen sind politisch neutral, viele sind links und einige sind linksradikal. Gruppen wie SDAJ oder MLPD wird man wohl kaum als normal links bezeichnen.
Trotzdem, gratuliere zur gewonnenen Klage, sofern der AStA im Hintergrund die Anwälte bezahlt hat - steht da nämlich leider nicht.
-->Seit wann steht in Urteilen wer die Anwälte bezahlt hat? Meines Wissens nach hat der AStA die Studentinnen unterstützt bei dieser Klage, auch finanziell. Wie weit weiß ich nicht, da ich da nicht direkt eingegriffen habe.
Altkader: Gehörst du einer Gruppe an, die den AStA vor der RCDS/Jusos/LAL/LHG Koalition gestellt haben? Also zu den lustigen Leuten die es geschafft haben den AStA Due auf Jahre stillzulegen weil sie viel zu viel Geld ausgegeben haben?
17:27
Studenten die demonstriert haben? Die habe ich nicht gesehen, als gestern gegen 16 Uhr die Horden von dannen zogen. Ich sah nur einen Haufen betrunkene und gröhlende Personen, die ihre Bierflaschen auf den Campus gechmissen haben. Das Geschrei welches sie via Megaphon von sich gaben, konnte ich leider bei dem Gelalle nicht verstehen, so dass ich nicht nachvollziehen kann wer oder was gesagt wurde. Wie formulierte es einer so schön? Die sind schon seit mindestens 20 Jahren im Bildungsstreik. Und mit ihrer eigenen Bildung haben sie angefangen.
Mit dieser Aussage trifft er des Pudels Kern und als bisheriger hochschulpolitischer Nichtwähler werde ich bei der nächsten Wahl mein Kreuz ganz sicher nicht bei solchen Chaoten machen.
Zudem ich ein Flugblatt in die Hand bekommen habe, wo Forderungen gestellt werden, die niemals realisierbar sind.
15:45
Das der Duisburg-Essener AStA nichts tut, wundert mich gar nicht. Seitdem die Duisburger Jusos bei der Fusion der Unis die Oberhand gewonnen haben und mit dem RCDS paktieren, sind die sowieso mehr damit beschäftigt, sich selbst an den Füssen zu spielen und AEs zu kassieren. Hochschulpolitik wird im Duisburg-Essener Studentenparlament schon lange nicht mehr gemacht, dafür ordentlich Pöstchen zugeschoben.
08:57
Hmm, ich kann die Argumentation nicht nachvollziehen.
Zur NPD-Argumentation: Ich hätte natürlich nicht an so einer Demo teilgenommen. Über so etwas brauchen wir uns gar nicht zu unterhalten.
Aber die Frage die sich mir stellt, warum bringen Sie überhaupt jetzt genau hier dieses NPD-Argument? Das passt doch irgendwie nicht in den Zusammenhang, oder? Würden Sie mir bitte ihre Herleitung erklären. Verstehe das irgendwie nicht.
Ich persönlich warte ab (...) Wenn ich da nix höre und auch keine Beschwerde höre...soll ich jeden Studenten selbst fragen?
- Ja, warum nicht. Oder einer ihrer KollegInnen. Hab mal geschaut, sie haben ja extra 2 politische Referate. Sie scheinen der Logik einer Vollversammlung aber m.E. eher abgeneigt. Das entsprechende Argument habe ich ja schon gebracht, Sie sind aber nicht darauf eingegangen. Und folgende Aussage passt ganz gut dazu: Wir haben drüber gesprochen und uns dagegen ausgesprochen.
Prima, damit ist doch eigentlich zur Meinung aller Studierenden zu diesem Thema alles gesagt.
Trotzdem, gratuliere zur gewonnenen Klage, sofern der AStA im Hintergrund die Anwälte bezahlt hat - steht da nämlich leider nicht. Das ist richtig gut, lässt aber auch erkennen, dass selbst nach Jahren die entsprechende Gesetzgebung selektiv wirkt. Und das nur zum Thema Studiengebühren. Aber, erstmal abwarten anstatt aktiv Studierende nach Meinungen zu fragen.
23:25
Wer hätte ernsthaft an dem Streik mitgemacht, wenn bei gleichen Forderungen die NPD und Kameradschaften dazu aufgerufen hätten? Und zwar ausschließlich diese Gruppen.
--> Falsch! Ich schließe jetzt einfach mal aus deiner Aussage, dass du immer noch der Ansicht bist, die Personen, die zu dem Streik aufgerufen haben, seien alle linksradikal?!? Das ist nicht richtig. Und da es offiziell niemanden gibt, der sich offen als AG Bildungsstreik präsentiert, weiß ich nicht woher diese Annahmen kommen.
Wir sind heute für unsere Rechte eingetreten und haben demonstriert, um endlich mal von jemandem gehört zu werden und auf die vorherschenden Missstände aufmerksam zu machen. Ich habe das Projekt auch unterstützt und kann von mir wirklich nicht behaupten linksradikal zu sein.
Es wurde von keinem ausschhließlich linken Bündnis zu dem Streik aufgerufen!
An dieser Stelle würde mich ja mal interessieren, was denn die Aktionen des ASTA sind, von denen die Rede ist? Hat das irgendwas mit diesen nichts-sagenden Plakaten zu tun, auf denen steht: Keine Lust auf Studiengebühren? Was soll man damit denn anfangen?
Vielleicht wäre eine VV eine Möglichkeit gewesen, ohne jeden Studenten persönlich zu befragen, um rauszukriegen, was die Studenten wirklich wollen?!
19:27
Edit damit es klarer wird:
Ich studiere im L-Bereich der Universität Duisburg-Essen Campus Duisburg. Da wird derzeit umgestellt auf Bachelor. Hoffe es kam beim Lesen nicht zum Missverständniss, dass ich im B-Bereich bzw M-Bereich studiere
19:25
@#1:
Ich persönlich warte ab, klar. Ich gehe auch studieren (so nebenbei wenn ich Zeit habe) und das direkt im BA/MA Bereich, da wo derzeit umgestellt wird. Wenn ich da nix höre und auch keine Beschwerde höre...soll ich jeden Studenten selbst fragen?
Und zu den Aktionen und der Inaktivität: http://www.vg-gelsenkirchen.nrw.de/presse/pressemitteilungen/04_090202/index.php
Bringt vermutlich mehr als irgendwelche Forderungen zu stellen ohne dazuzuschreiben wie man das finanzieren will und ohne konkret zu werden.
@#3:
Jeder, der durch den AStA-Bereich in Duisburg und/oder essen gibt wird wohl sagen, dass wir inaktiv sind...auch HoPo
@#5:
http://www.verdi-campus.de/zeitung/2009-02.pdf
Seite zwei stehen die Forderungen, die verteilt wurden beim Campusfest. Andere Forderungen wurden mir in Printform derzeit nicht gegeben. Die Aussage, dass wir uns nicht damit auseinandersetzen is falsch. Wir haben drüber gesprochen und uns dagegen ausgesprochen.
@All:
Ich stelle mal eine Frage: Wer hätte ernsthaft an dem Streik mitgemacht, wenn bei gleichen Forderungen die NPD und Kameradschaften dazu aufgerufen hätten? Und zwar ausschließlich diese Gruppen.
Und mal abgesehen davon sind das nicht meine wörtlichen Antworten gewesen.
09:16
Also ich denke, man sollte sich auch als ASTA vielleicht mal vernünftig mit dem Streik der Studierenden (der eigenen Uni) auseinandersetzen, ehe man darüber urteilt. Denn die Stellungnahme hat weder Hand noch Fuß.
Hätte ein vorheriges einfangen der Meinungen der Studierenden durch die Studierendenvertretung vielleicht zu (politischen) Verlegenheiten führen können?? Keine Ahnung, aber es wundert mich schon, dass sehr viele andere ASten hier die Vorteile der jetzigen deutschen und selektiven Bildungspolitik nicht so wahrnehmen.
Aber schön, wenn ein paar wenige Studierende nach Schweden, Italien usw. zum studieren und auch das entsprechende Kleingeld dafür aufweisen können. Es sei ihnen gegönnt. Aber dieser Vorteil lässt sich nicht durch die große Mehrheit der Studierenden legimitieren, die - wie der/die VorkommentatorIn richtigerweise erwähnt - eine starke Einschränkung im selbstbestimmten Lernen und Leben dafür in Kauf nehmen müssen.
23:55
Ok, zu aller erst denke ich, dass die Forderungen - BAföG für alle zu bekommen - keineswegs dem Motto des Bildungsstreiks entsprechen (auch nicht der AG der Uni DuE) . Außerdem ist es nicht richtig, dass sich der Bildungsstreik gegen das BA/MA-System im Allgemeinen ausspricht. Aber die Umsetzungen des Geplanten laufen halt überhaupt nicht. Der eigene Abschluss wird noch nicht mal von den meisten Nachbar-Unis als gleichwertig anerkannt, da man über bestimmte gewünschte Qualifikationen nicht verfügt (weil die Bachelor dann doch zu sehr voneinander abweichen) - wie kann man den Studiengang dann international als gleichwertig darstellen?!
Die Forderungen, die der Bildungsstreik bundesweit (also auch in Duisburg/Essen) hat, sind:
- Chancengleichheit
- selbstbestimmtes Lernen und Leben statt starrem Zeitrahmen, Leistungsdruck und Konkurrenzdruck,
- freien Bildungszugang und Abschaffung von sämtlichen Bildungsgebühren wie Studiengebühren, Ausbildungsgebühren und Kita-Gebühren und
- keine Verschulung des Studiums.
Also ich denke, man sollte sich auch als ASTA vielleicht mal vernünftig mit dem Streik der Studierenden (der eigenen Uni) auseinandersetzen, ehe man darüber urteilt. Denn die Stellungnahme hat weder Hand noch Fuß. Schade, eine Studierendenvertretung zu haben, die sich noch nicht mal einbringt, wenn die Forderungen des Bildungsstreiks so viele Studierende der Uni ansprechen....
21:02
#2 Nicht nur, dass Sie leider schlechtes Deutsch schreiben, Sie sollten erst denken und dann schreiben. Oder gehen Sie davon aus, dass alle Hartz Leute Akademiker sind?